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FUSSBALL: Babbel: «Schade für Europa»

Luzern-Trainer Markus Babbel bleibt trotz dem Europa-League-Aus kämpferisch. Er ortet bei seinen Spielern das grösste Defizit im mentalen Bereich.
Daniel Wyrsch, Reggio Nell’emilia
Hier kann die FCL-Abwehr mit Goalie David Zibung (links) gegen Sassuolos Gregoire Defrel klären. Rechts: Sally Sarr wäre zu spät dran gewesen. (Bild: EQ/Sabattini)

Hier kann die FCL-Abwehr mit Goalie David Zibung (links) gegen Sassuolos Gregoire Defrel klären. Rechts: Sally Sarr wäre zu spät dran gewesen. (Bild: EQ/Sabattini)

Daniel Wyrsch, Reggio nell’Emilia

Der FC Luzern trainierte gestern Vormittag noch einmal in der Nähe des Mapei-Stadions in Reggio, wo die Mannschaft am Donnerstag gegen Sassuolo 0:3 verlor und damit in der Europa-League-Qualifikation scheiterte. Im Anschluss an die Nachbesprechung und dem Mittagessen reiste das Team mit dem Zug zurück nach Luzern. Cheftrainer Markus Babbel stand uns zuvor Red und Antwort.

Der Uefa-Cupsieger von 1996 und 2001 mit Bayern München und Liverpool findet nicht, dass seine Mannschaft ausgeglichener besetzt sein müsste, um künftig eine Chance auf die Teilnahme an der lukrativen Gruppenphase zu haben. «Es muss aber so sein, dass jeder an seine Bestleistung herankommt.» Am Donnerstag sei das nicht der Fall gewesen. Im Vergleich zum Hinspiel (1:1)letzte Woche in Luzern hat der FCL-Coach einen wesentlichen Leistungsabfall festgestellt. «Wir brauchen eine Mannschaft, in der alle funktionieren. Dann, bin ich nach wie vor überzeugt, hätten wir alle Chancen auf unserer Seite gehabt. Wenn das aber nicht so ist, dann haben wir ein Problem.» Babbel hat vor allem missfallen, «dass zu viele nicht richtig daran glaubten. Sie hatten Respekt vor den Transferwerten der Sassuolo-Spieler.» Dabei brauche es für den Vorstoss in die Gruppenphase «eine totale Überzeugung».

Kleine Fehler werden sofort bestraft

Babbel steht jetzt in einer Reihe mit den ehemaligen FCL-Trainern Rolf Fringer, Ryszard Komornicki und Carlos Bernegger. Die Gemeinsamkeit der vier Coaches ist seit vorgestern, dass sie mit Luzern gleich in der ersten Quali-Runde zur Europa League ausgeschieden sind. Babbel gibt zu, dass er enttäuscht ist. «Aber Sassuolo gehörte zu den schwierigsten Gegnern, die es in dieser 3. Quali-Runde gegeben hat. Dafür haben wir uns ganz achtbar geschlagen.»

Ricardo Costa, der bereits in der 39. Minute für ein Notbremsefoul die rote Karte sah und am 0:1 und 0:2 mitschuldig war, wird von Babbel nicht kritisiert. Er stellt lächelnd fest: «Ist doch klar, dass sofort kritische Stimmen aufkommen. Wenn man kleine Fehler macht, dann wird das von einer Topmannschaft wie den Italienern sofort bestraft.» Vor allem ärgert ihn das zweite Gegentor, weil die Spieler nicht richtig in die Zweikämpfe gegangen seien.

Lob für Sarr und Kryeziu

Weh getan habe, dass man über 50 Minuten ohne die beiden Stamm-Innenverteidiger habe spielen müssen. Tomislav Puljic hatte das Spielfeld bereits in der 13. Minute mit einer Oberschenkelzerrung verlassen. Babbel: «Tomi ist in einer guten Verfassung, er hat uns dann halt auch bei den Offensivkopfbällen gefehlt.» Während Puljic durch Reservist Sally Sarr ersetzt werden konnte, musste für den ausgeschlossenen Costa Hekuran Kryeziu vom Mittelfeld nach hinten in die zentrale Abwehr. Babbel lobt die beiden: «Kompliment an Sally Sarr und Hekuran Kryeziu. Sie haben das klasse gemacht, wenig zugelassen.»

Babbel wäre nicht Babbel, wenn er nach der ersten Saisonniederlage den Kopf in den Sand stecken würde. Der Münchner gibt sich kämpferisch: «Wir wollen mit unseren fantastischen Fans den grossen Traum Europa League weiterleben, auch nächste Saison international spielen.» Dann haut er noch ein Zitat raus, das sein Selbstbewusstsein unter Beweis stellt: «Schade, dass wir heuer Europa nicht erleben. Für Europa ist es auch schade, dass es uns nicht erlebt. So wie wir Fussball spielen, das würde auch der Europa League guttun.»

Mit Basel folgt der nächste Brocken

Für den FCL gibt es kein richtiges Durchatmen. Schon morgen Sonntag (13.45) ist der FC Basel mit seinem grossen Qualitätskader zu Gast in der Swissporarena. Ist es gut, dass es sofort zum Direktvergleich gegen den wie Luzern nach zwei Runden verlustpunktlosen Serienmeister vom Rheinknie geht? «Wir müssen das zuletzt Erlebte aufarbeiten und dann abhaken. Das Wichtigste ist aber die schnellstmögliche Erholung.»

Sicher fehlen wird Puljic. Babbel sieht nach der Enttäuschung in Italien trotzdem einen positiven Ansatz. «Ein kleiner Vorteil wird sein, dass wir den FC Basel kennen. Der eine oder andere Spieler wird deshalb nicht ganz so viel Respekt vor Basel wie vor Sassuolo haben.» Doch dem FCL-Coach ist auch bewusst: «Diese Einstellung wird vonnöten sein.»

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