Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FUSSBALL: Babbel setzt auf einen Rohdiamanten

Hekuran Kryeziu (22) ist beim 1:1 gegen YB überraschend in Luzerns Startelf zurückgekehrt. Das ist ein Signal dafür, dass Junge in Luzern endlich eine Chance haben.
Hekuran Kryeziu (rechts, im Zweikampf mit YB-Puncher Renato Steffen) freute sich über sein Aufgebot für die FCL-Startformation: «Das motiviert mich sehr.» (Bild: EQ / Daniel Teuscher)

Hekuran Kryeziu (rechts, im Zweikampf mit YB-Puncher Renato Steffen) freute sich über sein Aufgebot für die FCL-Startformation: «Das motiviert mich sehr.» (Bild: EQ / Daniel Teuscher)

Daniel Wyrsch

Unerwartet früh ist Hekuran Kryeziu in Luzerns Startformation zurückgekehrt. FCL-Trainer Markus Babbel hatte anstelle des physisch ungenügenden Ivorers Thierry Doubai (27) für den Match bei YB (1:1) angekündigt: «Lasst euch überraschen!» Mit Kryeziu rechnete kaum einer im zentralen defensiven Mittelfeld. Selbst der 22-jährige Schweiz-Kosovare war positiv überrascht: «Das Startaufgebot motivierte mich sehr.»

Dabei kam Babbels Entscheid nicht aus heiterem Himmel. Von Beginn der Zusammenarbeit an war der Bayer vom FCL-Rückkehrer angetan. Babbel: «Heki bringt unheimlich viel mit. Ich bin zuversichtlich, dass er den richtigen Weg geht.» Solche Worte aus dem Mund des Cheftrainers hat Kryeziu seit drei Jahren und dem Abgang von Murat Yakin in Luzern nicht mehr gehört. Ryszard Komornicki setzte kaum auf ihn, Carlos Bernegger erst recht nicht. Letzterer fand, der eigene Nachwuchsspieler würde nicht über den nötigen Willen als Profi verfügen. Welcher Unterschied zu Yakin, der über Kryeziu sagte: «Heki ist ein Rohdiamant, den wir schleifen müssen.»

Bei Contini viel robuster geworden

Einen richtigen Schliff erhielt der talentierte Fussballer letzte Saison als Leihspieler beim FC Vaduz. Dessen Trainer Giorgio Contini kennt Kryeziu aus seiner Luzerner Zeit als Yakin-Assistent. Unter ihm kam der Innerschweizer zu 25 Einsätzen in der Super League, und er konnte sich dank der Spielpraxis weiterentwickeln. Auch körperlich ist Kryeziu gewachsen und markant robuster geworden. «Giorgio Contini hat von mir verlangt, dass ich meinen Körper stähle. Die gute Physis zahlt sich jetzt aus», sagt er.

Kryeziu hat es in Liechtenstein ausgezeichnet gefallen, vieles deutete darauf hin, dass er bei Vaduz bleibt. Doch FCL-Sportchef Rolf Fringer und Babbel holten ihn im Sommer zurück. Das macht auch Sinn, denn sein Vertrag läuft nur noch bis zum Ende dieser Saison. Wenn die Verantwortlichen beim Spieler Potenzial erkennen, müssen sie ihn in der eigenen Mannschaft haben, den Diamanten schleifen und somit die Gelegenheit zur Kontraktverlängerung haben. Umso mehr muss Luzern mit der langjährigen Philosophie, vermehrt Junge zu integrieren, endlich Ernst machen. Denn die finanziellen Möglichkeiten sind eher bescheiden, nachdem das neue Stadion bislang nicht die erhoffte neue Einnahmequelle gewesen ist. Jetzt sind im Berner Stade de Suisse gegen YB mit Kryeziu (22) und Nicolas Haas (19) zwei eigene Nachwuchsspieler auf dem Platz gestanden und dazu mit Yannick Schmid (20), Remo Arnold (18) sowie Joao Oliveira (19) drei weitere Eigengewächse auf der Ersatzbank gesessen. So wird es markant besser mit der zu lange vernachlässigten Durchlässigkeit ins Super-League-Team, die Jungen sehen endlich eine Perspektive in der Swissporarena.

Umso positiver ist es, wenn Kryeziu und Haas die Vorgaben der Trainer absolut erfüllen können oder Oliveira bei seinem Teileinsatz vor einer Woche gegen Sion mit einer präzisen Torvorlage auf Marco Schneuwly zum 2:2-Endstand eine sehr wertvolle Aktion hat.

Erfahrung aus 70 Spielen

Kryeziu ist der mit Abstand routinierteste Nachwuchsmann, doch den Durchbruch hat er noch nicht geschafft. 70 Einsätze hat er in der höchsten Liga bereits auf dem Buckel. «Er ist zwar ein junger Spieler, aber einer mit Erfahrung», weiss Babbel. Nicht erst seit dem Pflichtspiel-Comeback beim FCL in Bern, wo er seine Aufgabe ruhig und abgeklärt auf der Doppelsechs neben Remo Freuler (23) tadellos erledigte, lobt der Coach den Mann mit der Rückennummer 31: «Er hat mir schon in den Testspielen sehr gefallen, er hat Gas gegeben. Sein Pech war, dass er sich vor dem Startspiel gegen Sion verletzt hatte.»

Jetzt hat sich das Blatt gewendet: Kryeziu ist topfit, und er spürt beim FCL (wieder) das Vertrauen des Trainers.

Zwei Tage frei für die FCL-Profis

Auszeit dw. Die letzten Wochen waren für die Luzerner intensiv mit der Vorbereitung und dem Saisonstart. Am Samstag nach dem 1:1 beim selbst ernannten Titelanwärter YB gab FCL-Trainer Markus Babbel seinen Spielern für Sonntag und heute Montag frei. Das nächste Training findet morgen um 10 Uhr statt.
Babbel ist es wichtig, dass die Profis Zeit haben, den Kopf etwas «durchzulüften». Der Bayer sagt: «Die zwei Wochen Ferien im Sommer waren kurz. Man darf nicht vergessen, dass die Spieler in der Rückrunde der letzten Saison lange gegen den Abstieg kämpften und zum Schluss um die Europa-League-Teilnahme. Zeit zum Durchatmen hat es so praktisch nie gegeben.»

Ex-FCL-Spieler Muntwiler schockt FCZ als Doppeltorschütze

Super League Si. Zum dritten Mal in Serie endete ein Super-League-Duell zwischen Vaduz und dem FCZ mit einem 2:2. Die Liechtensteiner waren zweimal in Führung gegangen, ihr defensiver Mittelfeldspieler Philipp Muntwiler traf doppelt.
Philipp Muntwiler ist nicht bekannt dafür, dass er Tore am Laufmeter schiesst. Der 28-Jährige hat sich einen Namen gemacht mit seinem rustikalen Stil als Abräumer vor der Abwehr. Gestern Sonntag aber gegen den FCZ schlug seine grosse Stunde in der Offensive. «Munti» markierte seine Super-League-Treffer Nummer 8 und 9. Erst reüssierte er mit einem strammen Weitschuss aus rund 20 Metern Torentfernung (28.), dann verwertete er per Kopf eine Freistossflanke von Markus Neumayr (48.). Dem zweiten Tor haftete allerdings der Makel an, dass er sich in einer Offside-Position befunden hatte. In der 89. Minute bot sich Muntwiler gar die Chance, das Dreierpack perfekt zu machen. Er hatte völlig frei stehend das 3:2 auf dem Kopf. In dieser Szene war sein Visier zu wenig präzis eingestellt. Für Vaduz wäre es der erste Sieg gegen den FCZ in der Super-League-Geschichte gewesen.
Muntwiler meinte danach schmunzelnd: «Es wäre ja fast mysteriös gewesen, wenn ich sogar drei Tore geschossen hätte.» Lachend fügte er an, dass er immerhin seinem Teamkollegen Naser Aliji das Maul gestopft habe, denn dieser mache sich im Training immer über seine Schussqualität lustig. Das Endresultat stellte Muntwiler zufrieden. «Schade, dass wir zweimal eine Führung hergeschenkt haben, aber die Punkteteilung geht sicher in Ordnung.»

Kukelis haarsträubender Fehler
Für den FCZ gab es von seinen Fans vereinzelt Pfiffe. Trainer Urs Meier sagte dazu: «Natürlich sind zwei Punkte aus den ersten zwei Spielen zu wenig für uns. Aber man darf auch nicht das Gefühl haben, dass wir irgendwohin fahren können und gleich 4:0 gewinnen, nur weil der Gegner vielleicht nicht so bekannt ist.» Positiv gestimmt hat ihn, dass seine Schützlinge wie beim 1:1 gegen YB in Rückstand liegend reagieren konnten. Armando Sadiku versenkte souverän einen Penalty zum 1:1, nachdem Diego Ciccone ungeschickt Amine Chermiti gefoult hatte. Und eine Co-Produktion der beiden Eingewechselten Mario Gavranovic und Franck Etoundi bedeutete in der 71. Minute das 2:2. Ärgerlich für den FCZ war die Entstehung des 0:1. Dieses Gegentor war auf ein Geschenk von Innenverteidiger Burim Kukeli zurückzuführen. Dem albanischen Internationalen unterlief im Spielaufbau ein haarsträubender Fehlpass mit negativen Folgen. Das Pressing der Vaduzer zahlte sich in dieser Aktion voll aus.
Der FCZ trat erneut ohne seinen Offensiv-Star Yassine Chikhaoui an. Trainer Meier gewährte seinem Regisseur ein weiteres Wochenende Schonung. Vor dem Match in Vaduz hatte Chikhaoui in seine Heimat Tunesien reisen dürfen, um an einer Preisverleihung teilzunehmen, an der er für seine Leistungen geehrt wurde. Wann der Nordafrikaner für den FCZ wieder Ernstkämpfe bestreitet, darauf mochte sich Meier am Sonntag nicht festlegen. Es dauere noch «eine Weile», bis Chikhaoui zu seinem nächsten Pflichtspiel-Einsatz komme, meinte der Coach, ohne konkreter zu werden. Chikhaoui habe nach dem strengen Pensum in der abgelaufenen Rückrunde eine Pause gebraucht und müsse jetzt noch hart arbeiten, um für das Comeback bereit zu sein.

Vaduz - Zürich 2:2 (1:1)
4214 Zuschauer. – SR Klossner.
Tore: 28. Muntwiler (Costanzo) 1:0. 45. Sadiku (Penalty, Foul Ciccone an Chermiti) 1:1. 48. Muntwiler (Freistoss Neumayr) 2:1. 71. Etoundi (Gavranovic) 2:2.
Vaduz: Jehle; Von Niederhäusern (85. Cecchini), Stahel, Grippo, Aliji; Ciccone (74. Hasler), Muntwiler, Kukuruzovic; Messaoud (87. Caballero), Costanzo, Neumayr.
Zürich: Brecher; Djimsiti, Nef, Kukeli (71. Sarr), Koch; Cabral; Christian Schneuwly, Buff, Chiumiento, Chermiti (63. Etoundi); Sadiku (63. Gavranovic).
Bemerkungen:Vaduz ohne Burgmeier, Kaufmann, Kuzmanovic, Schürpf, Sutter und Untersee (alle verletzt). Zürich ohne Alesevic, Kecojevic, Schönbächler, Yapi (alle verletzt) und Chikhaoui (nicht im Aufgebot). 62. Pfostenschuss Sadiku. 71. Kukeli verletzt ausgeschieden. 92. Gelb-Rot gegen Cabral (Foul). – Verwarnungen: 13. Christian Schneuwly (Reklamieren). 31. Cabral. 42. Sadiku. 44. Ciccone. 56. Muntwiler. 75. Neumayr. 78. Chiumiento (alle Foul).

Sion - St. Gallen 1:0 (0:0)
9000 Zuschauer. – SR Pache.
Tor: 61. Salatic (Handspenalty/Assifuah) 1:0.
Sion: Vanins; Zverotic, Lacroix, Ziegler, Pa Modou; Kouassi, Salatic; Carlitos, Zeman (61. Follonier); Konaté, Assifuah (76. Cichero).
St. Gallen: Lopar; Mutsch, Wiss, Gelmi, Facchinetti; Tréand (23. Tafer), Everton, Janjatovic (65. Mathys), Aratore; Aleksic, Bunjaku (70. Cavusevic).
Bemerkungen: Sion ohne Ndoye, Fernandes (verletzt), St. Gallen ohne Lang (nicht spielberechtigt), Thrier, Lässer, Russo (alle verletzt). 74. Rot gegen Kouassi (Foul). 88. Tafer schiesst Foulpenalty gegen die Latte. Verwarnungen: 33. Aratore (Foul), 34. Mutsch (Reklamieren), 56. Bunjaku, 66. Salatic, 78. Cavusevic (alle Foul), 87. Konaté (Reklamieren) und Ziegler (Foul), 89. Everton (Foul).

Lugano - Thun 2:3 (1:1)
4732 Zuschauer. – SR San.
Tore:7. Bottani (Foulpenalty) 1:0. 40. Rapp (Buess) 1:1. 57. Rojas 1:2. 64. Buess (Rapp) 1:3. 95. Rossini (Foulpenalty/Padalino) 2:3.
Lugano: Russo; Veseli, Djuric, Urbano, Markaj; Piccinocchi (68. Milosavljevic), Rey, Pusic (63. Sabbatini); Lombardi (79. Padalino), Rossini, Bottani.
Thun: Faivre; Schirinzi, Reinmann, Sulmoni, Wittwer; Hediger, Zino (69. Lauper); Ferreira, Rojas (81. Bürki), Rapp (66. Frontino); Buess.
Bemerkungen: Lugano ohne Josipovic (gesperrt), Culina, Datkovic, Susnjar (alle nicht spielberechtigt), Donis (verletzt), Thun ohne Wieser (nicht spielberechtigt), Siegfried, Peyretti, Glarner, Sutter (alle verletzt). 84. Pfostenschuss von Padalino. Verwarnungen: 7. Zino (Foul), 13. Djuric, 18. Rey, 45. Urbano, 55. Hediger, 86. Reinmann, 88. Ferreira (alle Foul).

Challenge League
Chiasso - Schaffhausen 3:0 (0:0)
500 Zuschauer. – SR Tschudi. – Tore: 49. Ciarrocchi 1:0. 74. Cortelezzi 2:0. 80. Diarra 3:0.
Rangliste: 1. Chiasso 2/4. 2. Wil 2/4. 3. Lausanne-Sport 1/3. 4. Schaffhausen 2/3. 5. Le Mont 2/2. 5. Wohlen 2/2. 7. Aarau 2/2. 8. Biel 1/0. 9. Neuchâtel Xamax 1/0. 9. Winterthur 1/0.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.