FUSSBALL: Befreiungsschlag: Der FCL besiegt Aarau

In einem völlig verrückten Spiel schlägt der FC Luzern Aarau mit 3:2. Dies dank zwei Penaltys in den letzten 10 Minuten der Partie.

Sara Häusermann
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Jahmir Hyka (links) feiert mit Mahmoud Kahraba (2. von rechts) das 1:1 durch Adrian Winter. (Bild: Keystone)

Jahmir Hyka (links) feiert mit Mahmoud Kahraba (2. von rechts) das 1:1 durch Adrian Winter. (Bild: Keystone)

Der FC Luzern gegen den FC Aarau! Ein völlig verrücktes Spiel. Völlig verrückt. In Extremis gewinnen die Blau-Weissen schliesslich mit 3:2. Doch danach hatte es lange nicht ausgesehen. Erneut geriet der FCL früh in Rückstand. Erneut nach dem die Blau-Weissen das Spiel eigentlich kontrolliert hatten. Und erneut, man glaubt es kaum, war der Ursprung des FCA-Tores eine Standart-Situation. Lüscher bringt den Eckball zur Mitte. Dort kommt Renggli mindestens drei Schritte zu spät und Ionita köpft ein zum 1-0 für Aarau.

FCL von der Rolle - Winter nicht

In der Folge war der "Pfupf", wie es so schön heisst, beim FCL draussen. Sie schienen völlig von der Rolle zu sein. Geschockt von einem erneuten früher Gegentor. In der 20. Minute wird es noch bitterer für die Luzerner. Thiesson muss verletzte raus. Einer mehr auf der langen Verletzungs-Liste des FCL. Auch das noch. Als hätten die FCL-Akteure gedacht "Jetzt erst recht" klappte die nächste Aktion in der Offensive plötzlich wie am Schnürchen. Bozanic spielt einen herrlichen, steilen Pass links raus auf Mikari. Dieser erläuft sich den Ball und bringt das Leder perfekt zur Mitte. Dort nimmt Winter den Ball direkt und schiesst ein zum Ausgleich.

Luzerns Jérôme Thiesson scheidet verletzt aus. (Bild: Philipp Schmidli)
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Pyros während des Spiels. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Yassin Mikari (oben) gegen Aaraus Igor Nganga. (Bild: Philipp Schmidli)
Bild: Philipp Schmidli
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Bild: Keystone
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Luzerns Jérôme Thiesson scheidet verletzt aus. (Bild: Philipp Schmidli)

Nach dem Ausgleichstreffer wurde das Ganze zu einem richtig spannenden Spiel. Beide Mannschaften spielten nun munter nach vorne und kamen zu ihren Möglichkeiten. Bei Aarau war es Radice und beim FCL Stahel und Puljic. Der FC Luzern wirkte nun befreit - war endlich im Spiel angekommen. So konnte man auch die zweiten 45 Minuten in Angriff nehmen.

Aus "spannend" wird "verrückt"

Nach der Pause suchten beide Teams wieder ihre Chancen. Zuerst hatte Rangelov eine gute Möglichkeit, die erst im letzten Moment von Jaggy zunichte gemacht wurde. Aarau seinerseits konnte sich minuten-lang im FCL-Strafraum festsetzen. Der FC Aarau entschied diese hoch-spannende Phase des Spiels aber für sich. Die Luzerner standen so hoch, dass schliesslich der FCA-Akteure allein in Richtung Zibung loszogen. Es war nur noch Sarr da, der sich aber im Sprint eine Verletzung zuzog und deshalb nichts mehr ausrichten konnte. Lüscher legte den Ball ganz locker rüber auf Gonzalez, der nur noch einzuschieben brauchte. Erneute Führung für den FCA.

Was aber dann geschah, in den letzten 10 Minuten des Spiels, war schlicht verrückt! Der FCL rannte an, und rannte an. Schliesslich war der Ursprung wieder auf der linken Seite bei Mikari. Dieser wollte den Ball zur Mitte spielen - Bulvitis stoppt das Leder mit der Hand. Penalty. Rangelov schiesst souverän ein zum erneuten Ausgleich. Nur 10 Minuten später zeigt der Unparteiische erneut auf den Elfmeterpunkt. Hyka wurde im Strafraum von den Beinen geholt - vom EX-Luzerner Stephan Andrist. Wieder Penalty. Diesmal setzt Kahraba sich den Ball. Und schiesst ein zum 3-2. Wer hätte das gedacht! Es sah zuerst so gar nicht nach Befreiungsschlag aus. Doch der FC Luzern holt sich an diesem Samstagabend die ersten drei Punkte der Rückrunde - in Extremis.