FUSSBALL: «Beim FCL weniger Grüppli als bei YB»

François Affolter (22) ist erleichtert, für das Startspiel gegen GC wieder fit zu sein. Er konzentriert sich schon auf das Spiel in 10 Tagen – und glaubt an Luzerns Chance auf Platz 1.

Daniel Wyrsch, Marbella
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Durfte seinem Körper eine Ruhepause gönnen: FCL-Neuzuzug François Affolter (Zweiter von rechts). (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Durfte seinem Körper eine Ruhepause gönnen: FCL-Neuzuzug François Affolter (Zweiter von rechts). (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

François Affolter geht gefasst um mit seiner Fussverletzung, die ihn zu einer Woche Pause zwingt. Der neue FCL-Innenverteidiger ist erleichtert, dass es sich lediglich um eine Sehnenentzündung handelt. In Absprache mit Trainer Carlos Bernegger (44) hat er entschieden, bis zum heutigen Ende des Trainingslagers in Marbella bei der Mannschaft zu bleiben und sein Rehabilitationsprogramm zu absolvieren. Gestern Vormittag schaute er sich das Training im Stadion an. «Damit ich die taktischen Übungen verinnerlichen kann.»

Daniel Gygax, Lorenzo Bucchi und weiter beim Warten am Flughafen. (Bild: Martin Meienberger)
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FCL-Captain Michel Renggli und Torhüter Dave Zibung beim Einchecken. (Bild: Martin Meienberger)
Daniel Gygax und Daniel Frank am Flughafen. (Bild: Martin Meienberger)
Die ganze FCL-Truppe am Check-In-Schalter. (Bild: Martin Meienberger)
FCL-Präsident Ruedi Stäger im Flieger zurück nach Zürich. (Bild: Martin Meienberger)
Adrian Winter beim Spielen auf der Playstation. (Bild: Martin Meienberger)
Oliver Bozanic auf der Terrasse seines Hotelzimmers. (Bild: Martin Meienberger)
FCL-Staff und Medienschaffende auf der Tribüne. (Bild: Martin Meienberger)
Der letzte Trainingstag in Marbella: Daniel Gygax (vorne links) und Michel Renggli. (Bild: Martin Meienberger)
Konditionstrainer Christian Schmidt (links) im Gespräch mit dem verletzten François Affolter. (Bild: Martin Meienberger)
Am Nachmittag des letzten Tages ist Freistoss-Training angesagt, hier Assistenztrainer Thomas Wyss mit den «Metallmännern». (Bild: Martin Meienberger)
Torhüter Lorenzo Bucchi umarmt Jerome Thiesson, links, und Adrian Winter. (Bild: Martin Meienberg)
Tomislav Puljic, Jahmir Hyka, Adrian Winter, Claudio Lustenberger, Alain Wiss und Florian Stahel beim Laufen. (Bild: Martin Meienberg)
Während des Morgen-Trainings informiert Teamarzt Sascha Käsermann, rechts, die Medienvertreter über den Zustand des verletzten François Jacques Affolter. (Bild: Martin Meienberg)
Jahmir Hyka bezwingt Torhüter Lorenzo Bucchi. (Bild: Martin Meienberg)
Krafttraining im morgendlichen Training: Oliver Bozanic, Xavier Hochstrasser, Florian Stahel, Daniel Gygax. (vlnr) (Bild: Martin Meienberg)
Mit diesem Bus geht es jeweils vom Hotel zum Trainingsgelände und wieder zurück. (Bild: Martin Meienberger)
Präsident Rudolf Stäger (links) und Chefscout Remo Gaugler unterhalten sich während dem Testspiel auf der Tribüne. (Bild: Martin Meienberger)
18. Januar: Testspiel gegen Steaua Bukarest. Jerome Thiesson (rechts) kann Andrei Prepelita nicht an der Schussabgabe hindern. (Bild: Martin Meienberger)
18. Januar: Die Zuschauer auf der Tribüne in Marbella. Die Haupttribüne. (Bild: Martin Meienberger)
18.Januar: Sarr Sally (rechts) versucht an Iasmin Latovlevici vorbei zu kommen. (Bild: Martin Meienberger)
18. Januar: Dario Lezcano Farina (rechts) gegen Mihai Pintilii. (Bild: Martin Meienberger)
18. Januar: Francois Affolter sitzt verletzt am Boden und wird vom Medical Team untersucht. (Bild: Martin Meienberger)
17. Januar: Die Mannschaft beim Troschuss-Training. Yassin Mikari (Mitte) beim Schuss aufs Tor. (Bild: Martin Meienberg)
Trainingsübung unter der Aufsicht von Konditionstrainer Christian Schmidt (links). Auch auf dem Bild: Oliver Bozanic (2. von links), Ferid Matri (3. von links) und Yassin Makari (rechts). (Bild: Martin Meienberg)
Trainer Carlos Bernegger spricht zu seiner Mannschaft. (Bild: Martin Meienberg)
Jahmir Hyka (rechts) versucht Adrian Winter am Schuss zu hindern. (Bild: Martin Meienberg)
Impressionen aus Marbella: Am Rande der Altstadt. (Bild: Martin Meienberger)
Der FCL genoss einen freien Tag. Impressionen aus Marbella: Sicht auf eine Aussichtsplattform am Mittelmeer. (Bild: Martin Meienberger)
Xavier Hochstrasser (links) vom FC Luzern kämpft gegen Mariusz Stepinski vom FC Nürnberg um den Ball. (Bild: Martin Meienberger)
Prominenter Gast beim Testspiel: GC-Trainer Michael Skibbe. (Bild: Martin Meienberger)
Trainer Carlos Bernegger ist mit der Entscheidung des Schiedsrichter-Assistenten nicht einverstanden. Es wird auf Spanisch ausdiskutiert. (Bild: Martin Meienberger)
Der Luzerner Alain Wiss (hinten) foult Emanuel Pogatetz vom 1. FC Nürnberg, da er ihm beim Zweikampf auf den Knöchel steht. (Bild: Martin Meienberger)
Tomislav Pulijc (links) vom FC Luzern grätscht den Nürnberger Markus Feulner um. (Bild: Martin Meienberger)
Dario Lezcano (Mitte) schiesst den FC Luzern in Führung. (Bild: Martin Meienberger)
Der Nürnberger Torhüter Patrick Radovsky ist beim Schuss von Lezcano zum 1:0 machtlos. (Bild: Martin Meienberger)
Die Mannschaft verlässt das Gran Hotel Guadalpin in Banus / Marbella. (Bild: Martin Meienberger)
Treffen dreier Super League Trainer (vlnr): Michael Skibbe (GC), Carlos Bernegger (FCL) und Murat Yakin (FCB). (Bild: Martin Meienberger)
Krafttraining: Mahmoud Kahraba an den Hanteln. (Bild: Martin Meienberger)
Kondi-Trainer Christian Schmidt erklärt der Mannschaft den Ablauf. (Bild: Martin Meienberger)
Torhüter Gabriel Wüthrich an einem Fitnessgerät. (Bild: Martin Meienberger)
Im Kraftkeller: Francois Affolter trainiert unter der Aufsicht von Konditionstrainer Christian Schmidt. (Bild: Martin Meienberger)
Morgentraining am zweiten Tag in Marbella: Sarr Sally, Alain Wiss, Tomislav Puljic und Dimitar Rangelov (von links) beim Lauf für den Laktattest. (Bild: Martin Meienberger)
Der Medical Staff und Konditionstrainer Christian Schmidt (am Boden kniend nehmen Haxhi Neziraj Blut für den Laktattest. (Bild: Martin Meienberger)
Kulisse des Stadions von UD San Pedro, in welchem der FCL im Trainingslager trainiert. (Bild: Martin Meienberger)
Die erste Trainingseinheit am Tag 1: Cheftrainer Carlos Bernegger feuert Hekuran Kryeziu an. (Bild: Martin Meienberger)
Die Spieler Oliver Bozanic, Dario Lezcano und Michel Renggli (von links) auf dem Flug von Zürich nach Malaga. (Bild: Martin Meienberger)
Torhüter Gabriel Wüthrich (links) und Xavier Hochstrasser geniessen den Flug. (Bild: Martin Meienberger)
Jérôme Thiesson wartet auf dem Flughafen von Malaga auf sein Gepäck. (Bild: Martin Meienberger)
Alain Wiss lädt sein Gepäck auf der Allmend in den Mannschaftscar. (Bild: Martin Meienberger)
Frühmorgens bringt der FCL-Mannschaftscar die Spieler an den Flughafen Zürich. (Bild: Martin Meienberger)

Daniel Gygax, Lorenzo Bucchi und weiter beim Warten am Flughafen. (Bild: Martin Meienberger)

Froh um Erholung für den Körper

Der Bieler macht den Eindruck, froh zu sein, seinem Körper momentan mehr Pausen gönnen zu können. «Wir hatten bei YB in der Vorbereitung im Sommer auch sehr hart trainiert. Die Pflege und Erholung sind dann besonders wichtig.» Bei Affolter war das Handicap dazugekommen, dass er bereits am ersten Tag im Camp leichte Schmerzen im rechten Fuss verspürte. Nach einer ansprechenden Leistung im ersten Testspiel gegen Nürnberg machte er zu Beginn der zweiten Begegnung gegen Steaua Bukarest einen Sprint. «Sofort sind die Schmerzen richtig hochgekommen, und ich konnte nicht mehr laufen.»

Diese Sehnen im Fuss stellen übrigens keine verletzungsanfällige Stelle von Affolter dar. Die Adduktoren und Muskeln sind da in jüngerer Vergangenheit sensiblere Bereiche gewesen. Jedenfalls hat ihm Teamarzt Sascha Käsermann sofort signalisiert, sich wegen des Fusses nicht allzu grosse Sorgen machen zu müssen. Die nächste Woche kann Affolter nutzen, um sich im Mannschaftstraining für die Anfangsformation gegen die Grasshoppers (Sonntag, 2. Februar, 13.45) zum Rückrundenstart aufzudrängen. Bernegger deutet offensichtlich an, dass Affolter dann zu seinem Ligaeinstand beim FCL kommt. «Erfreulicherweise steht François schnell genug wieder zur Verfügung», sagt der Trainer.

Vorfreude auf den Start gegen GC

Affolter sagt, er freue sich auf diesen Match. Alle Spieler seien gedanklich schon bei dieser ersten Partie. «Ich kenne viele GC-Spieler aus der U-21-Nationalmannschaft. Es wird etwas Besonderes, auf diese Kollegen zu treffen. Umso mehr es beim Rückrundenstart um viel geht.» Die Auftaktphase sei immer richtungsweisend.

Als neues Mitglied des Tabellenzweiten glaubt er an die Luzerner Chancen auf Platz 1. «Natürlich hat Basel das beste Kader und die grössten Finanzen. Aber die Basler haben erst 33 Punkte, mit YB hatten wir einst 48 Punkte in der Winterpause und wurden noch abgefangen. Deshalb haben die vier Spitzenteams FCB, YB, GC und wir, alle ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitzureden.»

In den drei Wochen, die Affolter nun beim FCL ist, hat er einen guten ersten Eindruck gewonnen. «Mitspieler und Staff bilden eine Art grosse Familie.» Es herrsche eine gute Stimmung unter den Trainern und Spielern. Das Wichtigste im Fussball ist seiner Meinung, «eine Einheit zu bilden. Schafft man das, kann das eine sehr grosse Stärke sein».

Einen grossen Unterschied zu seinem langjährigen Arbeitgeber in Bern habe er beim FCL nicht festgestellt. «Ausser, dass die Gruppen der Alten, Jungen und Welschen in der Mannschaft weniger existieren als bei YB, dort hat man diese Separierung stärker gespürt.»

Stolz auf die bisherige Karriere

Die durch seine Verpflichtung geweckten Erwartungen scheinen dem Abwehrspieler wenig auszumachen. «Ich bin stolz auf das bisher Erreichte in meiner Laufbahn. Mit 17 Jahren konnte ich schon Super League spielen, ich habe in der Bundesliga und in der Nationalmannschaft gespielt. Diese Erfahrungen will ich den jungen Mitspielern weitergeben und ihnen helfen.»

Sicherheit und Vertrauen geben ihm die Verpflichtung durch den FCL-Sportchef. «Alex Frei kennt meine Qualitäten. Ich habe einen Vertrag bis 2018 erhalten. Das zeigt, Luzern setzt auf mich.»

Affolter schätzt dieses Gefühl enorm. Nicht immer in seiner Profizeit sei es so gewesen. So war er vor zwei Jahren an Werder Bremen nur ausgeliehen. «Meine Position war dadurch viel schlechter.»

Nach 24 Monaten mit wenigen Einsätzen erhält Affolter beim FCL die grosse Chance, wieder einer der besten Innenverteidiger des Landes zu werden.