Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

FUSSBALL: Bernegger einigt sich mit FCL

Positive News vom FC Luzern gibt es derzeit nicht nur vom Spielfeld, sondern auch daneben: Ex-Trainer Carlos Bernegger und der Klub haben den Lohnstreit beendet.
Daniel Wyrsch
Carlos Bernegger akzeptiert die mit dem FC Luzern ausgehandelten Lohnkürzungen. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Carlos Bernegger akzeptiert die mit dem FC Luzern ausgehandelten Lohnkürzungen. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Daniel Wyrsch

Carlos Bernegger (47) und Luzerns geschäftsführender Präsident Ruedi Stäger (59) trafen sich am 30. März im Hotel Hermitage zu einem langen Gespräch. Die angenehme Atmosphäre im Viersternehaus mit atemberaubendem Blick über den Vierwaldstättersee in Richtung Stadt Luzern dürfte dazu beigetragen haben, dass die beiden Parteien eine einvernehmliche Lösung in dem seit einem halben Jahr schwelenden Lohnstreit gefunden haben.

Der Anwalt informiert

Das Ergebnis des Treffens hat Tobias Treyer, Berneggers Anwalt von Lexpartners MCS in Basel, im Auftrag des früheren FCL-Trainers am Wochenende unserer Zeitung kommuniziert. Der Jurist gibt bekannt: «In den Lohnstreitigkeiten zwischen Carlos Bernegger und dem FC Luzern haben sich die Parteien Ende März 2016 einvernehmlich und damit aussergerichtlich geeinigt. Hinsichtlich des Inhalts dieser Vereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart.»

Gleich tönt es vom Zentralschweizer Super-League-Klub, für welchen dessen Medienchef Max Fischer Stellung bezieht: «Der FCL und Carlos Bernegger haben sich gütlich geeinigt. Zum Inhalt der Abmachung haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.»

FCL spart ungefähr 50 000 Franken

Wie unsere Zeitung erfahren hat, konnte der FCL in diesem Lohnstreit mit dem Ex-Coach geschätzte 50 000 Franken einsparen. Zur Erinnerung: Präsident Stäger und der damalige Sportchef Alex Frei hatten im Sommer 2014 den Vertrag mit Bernegger vorzeitig um ein Jahr bis Ende Juni 2016 verlängert. Gleichzeitig mit der Freistellung des Trainers am 6. Oktober 2014 gaben die FCL-Verantwortlichen endlich dessen Kontraktverlängerung bekannt.

Seit November 2015 kürzt Luzern den Lohn Berneggers um rund 10 000 Franken, das ist ungefähr die Hälfte von dessen Monatssalär von geschätzten 20 000 Franken. Begründet wurde die Massnahme damit, dass der freigestellte Trainer ein Jobangebot des Challenge-League-Klubs FC Chiasso Ende Oktober 2015 nicht angenommen hatte. Arbeitsrechtlich scheint der FCL damit nicht falsch gelegen zu haben.

Faire Lösung gefunden

Rechtsanwalt Treyer erklärt auf jeden Fall, dass sein Mandant gemeinsam mit dem FCL-Präsidenten nochmals die Argumente abgewogen habe. Und: «Es war der ausdrückliche Wunsch von Carlos Bernegger, eine faire und für beide Seiten sinnvolle Lösung zu finden. Zumal Carlos Bernegger auch erkannt hat, dass er bei einem vollständigen Festhalten an seinen Lohnforderungen in erster Linie für die Luzerner Steuerverwaltung streiten würde.»

Versöhnlicher Abschluss

Wie Treyer ausführt, möchte Bernegger abschliessend noch einmal festhalten, «dass er dem FC Luzern sehr dankbar ist für die eingeräumte Chance, diesen bedeutenden Super-League-Verein trainieren zu dürfen. Er wird mit dem Klub und der Stadt Luzern immer verbunden bleiben und wünscht dem FCL viel Erfolg für die Zukunft.»

Wohin der Weg von Bernegger führt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.