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Celestini leitet das FCL-Training, Frei ist frei – und äussert sich zu den Spekulationen

Aufregende Tage beim FC Luzern. Sportchef Remo Meyer spricht von einer sehr prekären Lage und entzieht Trainer Fabio Celestini die Rückendeckung. Inzwischen haben sich Alex Frei und der FC Wil getrennt: Ein Kandidat für die Celestini-Nachfolge wäre also frei.

Daniel Wyrsch Jetzt kommentieren
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Fabio Celestini leitet das Training des FC Luzern auch wenige Tage nach der bitteren 0:1-Heimniederlage gegen Sion.

Fabio Celestini leitet das Training des FC Luzern auch wenige Tage nach der bitteren 0:1-Heimniederlage gegen Sion.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 13. Juli 2021)

Courant normal am Dienstagvormittag beim FC Luzern: Fabio Celestini trainiert die Mannschaft in der ersten Übungseinheit der Länderspielpause. Zweieinhalb Tage nach der schmerzhaften 0:1-Heimniederlage gegen Sion deutet von aussen nichts auf die Krise bei den Innerschweizern hin. Die nicht in Nationalteams abgestellten Spieler arbeiten mit der Trainercrew. Der angezählte Coach des Tabellenvorletzten führt ausserdem Einzelgespräche mit Profis; unter anderem tauscht sich Celestini mehrere Minuten mit Mittelfeldmann Jordy Wehrmann aus.

Während des FCL-Trainings wird bekannt, dass Alex Frei und der FC Wil per sofort getrennte Wege gehen. «Unterschiedliche Vorstellungen zur strukturellen und sportlichen Ausrichtung führten zu diesem gemeinsamen Entscheid», schreibt der Challenge-League-Klub. Der 42-jährige Baselbieter wäre also frei.

Alex Frei vor sieben Jahren als Sportchef des FC Luzern.

Alex Frei vor sieben Jahren als Sportchef des FC Luzern.

Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 6. Dezember 2014)

Sind alle guten Dinge drei?

Es heisst: Aller guten Dinge sind drei. Wird Alex Frei der neue Trainer des FCL? Nachdem er schon Spieler und Sportchef der Luzerner war. Er ist befreundet mit Sportchef Remo Meyer, einem seiner drei Söhne ist er Götti. Frei und Meyer spielten einst zusammen beim FCL. Zudem wurde Frei zusammen mit Luzern-Präsident Stefan Wolf 2001 mit Servette Cupsieger.

Doch der Rekordtorschütze der Schweizer Nationalmannschaft (42 Tore) wird auch bei Ex-Verein Servette und seinem Heimatverein FC Basel als neuer Coach gehandelt. In Genf hat Alain Geiger die letzten fünf Spiele verloren, beim FCB sitzt Patrick Rahmen nach dem Cup-Aus gegen Etoile Carouge (Promotion League) und der Heimniederlage gegen St. Gallen nicht mehr sicher auf dem Trainerstuhl.

Alex Frei bejubelt als 20-jähriger Stürmer ein Tor für den FC Luzern.

Alex Frei bejubelt als 20-jähriger Stürmer ein Tor für den FC Luzern.

Bild: Beat Blättler (Luzern, 5. Dezember 1999)

Verbindungen zu Senderos und den Degens sind ebenfalls gut

Gute Verbindungen zu Servette geniesst Frei in der Person von Philippe Senderos. Mit dem Sportchef der Genfer spielte er früher in der Nati. Beim FCB steht der ehemalige Torschützenkönig dem Besitzer David Degen nahe, mit dessen Zwillingsbruder Philipp spielte er früher gemeinsam bei Borussia Dortmund.

Alex Frei zu den Spekulationen um seine Person beim FCL, bei Servette und dem FCB angesprochen, antwortet kategorisch:

«Oje, oje, nein, ich habe nichts. Sie wissen, es ist mein Los, dass immer geredet wird.»

Frei ist frei. Er wartet jetzt einfach mal ab.

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