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FUSSBALL: Constantin spielt auf Zeit

Entgegen der Ankündigung ist gestern kein neues Angebot von Sion für Marco Schneuwly beim FCL eingetroffen. Derweil hat Sportchef Rolf Fringer einen neuen Stürmer an der Angel.
Daniel Wyrsch
Hat den Schneuwly-Transfer vorerst auf Eis gelegt: Sion-Präsident Christian Constantin. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Hat den Schneuwly-Transfer vorerst auf Eis gelegt: Sion-Präsident Christian Constantin. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Daniel Wyrsch

Luzerns Sportchef Rolf Fringer sagte gestern Abend nach dem Abschlusstraining für den Freundschaftsmatch gegen Dortmund (Dienstag, 19.30, Swissporarena): «Nein, wir haben kein neues Angebot vom FC Sion für Marco Schneuwly bekommen.» Immer noch nervt sich Fringer über das Verhalten von Sion-Präsident Christian Constantin: «Es würde mir Recht geben, wenn nichts mehr kommen würde. Schon vor zwei Monaten hat Constantin unseren Stürmer Dario Lezcano trotz laufendem Vertrag abwerben wollen, damals hatte er nicht einmal ein Angebot gemacht.» Lezcano hat inzwischen beim FCL vorzeitig um ein Jahr bis Sommer 2017 verlängert.

Wie es im Fall von Marco Schneuwly weitergeht, ist nach wie vor offen. Der Mittelstürmer, der am Samstag zum Saisonauftakt gegen Sion in der 92. Minute den 2:2-Schlussstand erzielte, liebäugelt offensichtlich mit einem Wechsel ins Wallis. Auf jeden Fall meinte er nach dem Startspiel auf die Frage, ob er auch künftig für den FC Luzern seine Tore erzielen wird: «Wir werden es sehen.»

Lange Transferperiode

Fringer sagt offen, Constantin habe Schneuwly mit dem angebotenen lukrativen Sechsjahresvertrag den «Kopf verdreht». Doch jetzt scheint der Transfer vorerst auf Eis gelegt zu sein. Aus Sicht des liebend gerne die Gegner provozierenden CC, wie er oft nur mit den Initialen gerufen wird, zur passenden Zeit – nach dem Direktduell mit Luzern. In der Westschweizer Zeitung «Le Matin» sagte Constantin: «Schneuwly interessiert uns immer, aber wir haben keinen Druck, den Transfer abzuschliessen. Wir haben noch bis Ende Sommer Zeit, um an einem runden Tisch zu verhandeln.»

Constantin will damit sagen, dass das Schweizer Transferfenster noch bis zum 30. September geöffnet ist.

Konaté zuerst verkaufen?

Wahrscheinlich spekuliert er damit, seinen Topstürmer Moussa Konaté (22) bis zum 31. August, dem Ende der internationalen Transferperiode, an einen Klub aus einer Topliga (Premier League oder Bundesliga) verkaufen zu können. Zwischen 8 und 10 Millionen Franken könnte der Senegalese einbringen, dann wäre genügend Geld vorhanden, um für Schneuwly oder einen anderen treffsicheren Stürmer eine angemessene Ablösesumme zu bezahlen.

«Die 500 000 Franken für unseren besten Stürmer und Skorer sind einfach lächerlich. Dieses Angebot bietet keine Verhandlungsbasis», wiederholt Fringer. Er ist überzeugt, dass Schneuwly und seine Tore und Assists – allein letzte Saison 17 Treffer und 8 Vorlagen – für den FCL mehr als 2 Millionen wert sind. Fringer: «Ganz egal, ob Schneuwly 30-jährig ist, 2 Millionen genügen uns nicht.» Der FCL-Sportchef kämpft wie ein Löwe um Schneuwly und gegen CC, weil er weiss, dass er und Luzern mit dem Offensivtrio Jakob Jantscher, Lezcano und Schneuwly ein «magisches Dreieck» haben, fast wie einst als Trainer vor 20 Jahren beim VfB Stuttgart mit Balakov, Bobic und Elber.

Karanovic auf der Liste

Ob Schneuwly bleibt oder nicht: Fringer ist schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem dritten Stürmer. Goran Karanovic (27) könnte dieser sein. Er hat sich mehrmals mit dem Aargauer getroffen, doch weil Karanovic immer noch im Vertragsstreit mit seinem letzten Arbeitgeber FC St. Gallen ist und seine derzeitigen Lohnansprüche zu hoch sind, lässt sich auch Fringer Zeit. «Ausserdem haben wir die Philosophie, die Jungen in der Super League zu integrieren. Wäre Karanovic bei uns gewesen, hätte der 19-jährige João Oliveira gegen Sion seinen erfolgreichen Teileinsatz wohl gar nicht haben können», sinniert Fringer.

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