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FUSSBALL: Costa braucht beim FCL Zeit

Nach dem 1:2 bei YB fordert Markus Babbel, dass der FCL «als Team» verteidigt. In Schutz nimmt der Trainer Abwehrchef Ricardo Costa und Goalie David Zibung.
Daniel Wyrsch
FCL-Verteidiger Ricardo Costa (35, rechts) rennt YB-Stürmer Miralem Sulejmani hinterher. (Bild: Keystone/Anthony Anex)

FCL-Verteidiger Ricardo Costa (35, rechts) rennt YB-Stürmer Miralem Sulejmani hinterher. (Bild: Keystone/Anthony Anex)

Der starke Saisonstart des FC Luzern ist nach den zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen in St. Gallen (0:3) und bei den Young Boys (1:2) relativiert worden. Bei Markus Babbel war gestern nach dem Training der Ärger nicht verflogen. Dass seine Equipe am Samstag ohne Punkt aus Bern heimfahren musste, stösst dem FCL-Coach sauer auf. «Die Niederlage wäre vermeidbar gewesen, wir waren nicht das schlechtere Team.»

Babbel fällt seit seiner Ankunft in Luzern vor 23 Monaten auf, dass der Mannschaft die letzte Überzeugung fehlt. Bei der Nachbesprechung der Partie erklärte er am Sonntag dem Team: «Es ist wie beim Hochsprung, wir haben schon bewiesen, dass wir über eine gewisse Höhe kommen. Aber wenn es darauf ankommt, überspringen wir die Latte nicht.» Er findet, das Problem liege im mentalen Bereich. Nun müssten sich auch die Spieler Gedanken machen, woran es liegen könnte. «Klar macht es viel mehr Spass, oben mitzuspielen, als wieder im Durchschnitt zu versinken.»

Das Mittelfeld praktizierte ein ordentliches Aufbauspiel. «Wir hatten viele gute Passagen, Ball und Gegner laufen gelassen. Aber dann im letzten Drittel spielten wir die Pässe nicht mehr sauber. Mit präzisen letzten Zuspielen hätten wir genügend Chancen bekommen.»

«Zweikämpfe leichtfertig verloren»

Babbel lobt trotzdem das Talent der Luzerner, obwohl die Young Boys deutlich mehr gefährliche Aktionen hatten. «Spielerisch haben wir mehr Qualität als YB, aber was die Berner extrem gut können, ist das Umschaltspiel.» Natürlich hat Babbel in diesem Bereich ­Defizite in der Luzerner Defensive festgestellt: «Wir hätten die YB-Gegen­stösse besser unterbinden können.» Aufgefallen ist dem Ex-Abwehrrecken von Bayern und Liverpool: «Wir sehen oft die Gefahr nicht. Das hat nichts mit der Viererkette zu tun, dieses Verhalten fängt vorne an, wo wir leichtfertig die Zweikämpfe verlieren. Die Spieler glauben, hinten würden es andere richten.» Die Folge sei eine Kettenreaktion. Babbel fordert: «Wir müssen als Mannschaft wieder konsequenter verteidigen.»

Nichtsdestotrotz: Von Neuzugang Ricardo Costa (35) hätte Luzern wegen dessen immenser internationaler Erfahrung bisher mehr erwarten dürfen, er sollte die Abwehr besser organisieren. Bei den drei Liga-Niederlagen gegen St. Gallen, YB sowie Basel (2:3) konnte der ehemalige portugiesische Nationalspieler und langjährige Valencia-Verteidiger bei den entscheidenden Gegentoren auch nicht eingreifen. Im Europa-League-Rückspiel in Italien gegen Sassuolo (0:3) wurde Costa wegen eines Notbremse­fouls des Feldes verwiesen. Nur im Heimspiel gegen Sassuolo (1:1) lieferte er ein Klassespiel ab. Wie fällt Babbels Bilanz nach zehn Pflichtspielen von Costa aus? «Er ist ein wichtiger Mann für uns, weil er hochprofessionell ist und sich immer wieder einbringt.» Zudem liege es nicht an einzelnen Spielern, «denn wenn es an Einzelnen liegen würde, könnte ich handeln». Er verlangt, dass man Costa genügend Zeit zur Integration gibt. Bei früheren Klubs sei dieser nicht derart viele Fehler gewohnt gewesen.

In Schutz nimmt Babbel auch Goalie David Zibung, der mit einem Abschlag auf YB-Mittelfeldmann Leonardo Bertone das 0:2 eingeleitet hatte. Er verlange von Zibung, dass er mit den Abschlägen etwas riskiere. Bis zu 90 Prozent seiner weiten Zuspiele würden ankommen.

Hinweis

Radio SRF 3, heute, 20.03 Uhr: Hintergrund- Sendung «Focus» mit FCL-Trainer Markus Babbel.

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