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FUSSBALL: Costas Genialität liegt in der Einfachheit

Ricardo Costa (35) hat beim FC Luzern sofort mit Topleistungen überzeugt. Der Portugiese könnte den FCL nachhaltig verbessern. Costas Fussball ist inspiriert von zwei weltberühmten Landsleuten.
Daniel Wyrsch
Zuversichtlich und stolz: Ricardo Costa im Dress des FC Luzern. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Zuversichtlich und stolz: Ricardo Costa im Dress des FC Luzern. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Daniel Wyrsch

Ricardo Costa ist glücklich, seine Familie ist ihm kürzlich aus Granada nach Luzern gefolgt. «Wir haben bereits eine Wohnung gefunden», freut sich der prominente Neuzugang des FC Luzern. Am Freitagabend gönnte er sich mit Ehefrau Paula Alexandra Paiva dos Santos Costa und den Söhnen Gabriel (9) sowie Tomas (4) eine Vorführung im Circus Knie. Das Zelt steht nur knapp 200 Meter von der Swissporarena entfernt, wo dem 22-fachen Nationalspieler aus Portugal am Donnerstag ein Heimdebüt nach Mass gelungen ist. Costa war im Hinspiel der Europa-League-Qualifikation gegen US Sassuolo Calcio (1:1) mit seinem einfachen, fehlerfreien Fussball die herausragende Figur beim FCL. Heute (16 Uhr, SRF 2) steht die zweite Saisonpartie in der Super League zu Hause gegen GC auf dem Programm.

Costa mag es, zweimal pro Woche zu spielen. 30 Partien bestritt er für Valencia, Wolfsburg und Porto in der Champions League, 18-mal trat er in der Europa League an. An seiner letzten Wirkungsstätte in Granada war es eine Utopie, europäisch zu spielen. Auf Platz 16 beendete der andalusische Klub die Saison in Spaniens Primera Division. Costa war froh um das attraktive Angebot aus der Schweiz. Der Lohn in Schweizer Franken ist selbst für einen Spieler seiner Klasse lukrativ, die Stadt und die Region sind attraktiv. «Für mich zählt, dass wir viele Spiele gewinnen können. Ich spiele, um zu siegen.» Statt mit Granada erneut gegen den Abstieg zu kämpfen, spielt er mit dem FCL um den Einzug in die Europa League.

Gaugler überzeugt die Investoren

Luzern-Sportchef Remo Gaugler bezeichnet Costa als «Glücksfall». Den Tipp, den drahtigen Profi aus der Portwein-Hauptstadt Vila Nova de Gaia in die Innerschweiz zu holen, hat ihm Ivan Rakitic (28) gegeben. Der Ex-Basler hat sich mit dem FC Barcelona und zuvor mit dem FC Sevilla in Direktduellen ein Bild von Costas Qualitäten machen können. Gaugler gelang es anschliessend, die Investoren zu überzeugen, einen Extrabatzen für die Ablöse und den Lohn über zwei Jahre (plus Option) für die Verstärkung bereitzustellen.

Für Costa ist Mourinho ein Vorbild

Ricardo Costa ist inspiriert von zwei weltberühmten Landsleuten. Zum einen von José Mourinho (53), unter dem er zehn Spiele für Porto bestritt und 2004 die Champions League gewann. «Wir müssen wie die grossen Teams zusammenhalten, dann haben wir Erfolg. Das war schon mit Mourinho in Porto nicht anders», betonte Costa gegenüber unserer Zeitung nach dem Sieg in Lugano. Er ist ein Anhänger des früheren Chelsea- und neuen Manchester-United-Trainers: «Ich weiss alles über Mourinho. Wenn es auf der Welt einen Trainer gibt, der Manchester United helfen kann, dann ist er es.»

Über Weltfussballer Cristiano Ronaldo (31), mit dem er an den letzten drei WM-Endrunden spielte, sagt Costa: «Mit ihm verbindet mich ein freundschaftliches Verhältnis. Cristiano ist einer dieser Spieler, die sich nicht verstecken. Er ist eine Maschine, er streckt seine Brust heraus und wird noch gefährlicher.» Das gefällt Costa. Er ist sicher, dass Ronaldo nach seiner Verletzung im gewonnenen EM-Final in voller Stärke zu Real Madrid zurückkehren wird.

Beim FC Luzern wird zwar nie ein Ronaldo mitkicken, aber Markus Babbel ist sehr froh, hat er Costa in der Mannschaft. «Er ist ein sehr offener, kommunikativer Typ mit einer hoch professionellen Einstellung», ist der Trainer voll des Lobes über den Portugiesen. Costas Ruhe und die Kompromisslosigkeit in den Zweikämpfen schätzt er sehr, «aber auch, wenn er diesen einfachen, schnellen Fussball spielt». Babbel hofft, dass die anderen das bei Costa abschauen, denn für ihn ist klar: «Die Genialität liegt oft in der Einfachheit.»

Bestritt 22 Partien für Portugals Nationalteam: Ricardo Costa (links) bei der WM 2014 in Brasilien gegen Clint Dempsey (USA). (Bild: Getty/Adam Pretty)

Bestritt 22 Partien für Portugals Nationalteam: Ricardo Costa (links) bei der WM 2014 in Brasilien gegen Clint Dempsey (USA). (Bild: Getty/Adam Pretty)

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