FUSSBALL: Cup-Aus gegen Aarau: FCL im freien Fall

Der FC Luzern kommt nicht aus der Krise. Im Cup-Achtelfinal verlieren die Luzerner gegen den FC Aarau mit 2:1. Das einzige Tor für den FCL schoss Jakob Jantscher bereits in der 10. Minute.

Sara Häusermann
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Riesige Enttäuschung bei Marco Schneuwly nach dem Cup-Out gegen Aarau. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Riesige Enttäuschung bei Marco Schneuwly nach dem Cup-Out gegen Aarau. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Das Leistungstief beim FC Luzern hält an - auch im Cup. Bereits im Achtelfinal gegen den FC Aarau ist für den FCL Endstation. Dabei hatte dieser Cup-Abend für die Luzerner ganz gut begonnen. Jakob Jantscher konnte den FCL bereits in der 10. Minute in Führung schiessen. In der Folge verpassten es die Luzerner aber das zweite Tor zu schiessen.

Schnellstart der FCL-Offensive

Nach einer ausgeglichenen Startphase bewies der FC Luzern, dass er auch in der Vorwärtsbewegung schnell sein kann. Das Tor von Jakob Jantscher in der 10. Minute war ein Angriff aus dem Bilderbuch. Adrian Winter bewies im schnellen Angriff Übersicht und legt den Ball nach rechts auf Schneuwly. Dieser spielt das Leder flach und scharf zur Mitte. Dort schlittert Adi Winter am Ball vorbei, doch am weiten Pfosten lauert Jantscher. Er trifft perfekt und das Leder landet hinter FCA-Keeper Pelloni in der weiten Ecke.

Luzerns Jakob Jantscher (links) erzielt das 1:0 gegen Aaraus Igor Nganga. (Bild: Philipp Schmidli)
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Luzerns Jakob Jantscher bejubelt sein Tor zum 1:o. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Jakob Jantscher (links) bejubelt mit Oliver Bozanic (Mitte) und Marco Schneuwly (rechts) das 1:0. (Bild: Philipp Schmidli)
Aaraus Dusan Djuric (links) erzielt das 1:1 gegen Luzerns David Zibung. (Bild: Philipp Schmidli)
Aaraus Dusan Djuric (links) erzielt das 1:1 gegen Luzerns David Zibung. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns David Zibung kassiert das 1:2 durch Aaraus Sandro Wieser (nicht im Bild). (Bild: Philipp Schmidli)
Die FCL-Spieler verlassen nach dem Cup-Out enttäuscht den Platz. (Bild: Philipp Schmidli)
Enttäuschung bei Luzerns Francois Affolter, Oliver Bozanic und David Zibung (von links). (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Oliver Bozanic, Jakob Jantscher und Claudio Lustenberger (von links) verlassen das Spielfeld. (Bild: Philipp Schmidli)
Fans sprechen nach dem Spiel mit Claudio Lustenberger. (Bild: Philipp Schmidli)
Pyros im FCL Fansektor. (Bild: Philipp Schmidli)
Enttäuschung bei Luzerns Marco Schneuwly. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns David Zibung (R) tröstet Marco Schneuwly. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Sportchef Alex Frei. (Bild: Philipp Schmidli)
Betroffene Gesichter auf der FCL-Bank. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Trainer Markus Babbel. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Dario Lezcano (rechts) im Kopfballduell mit Aaraus Ulisse Pelloni. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Francois Affolter (rechts) im Zweikampf mit Aaraus Stephan Andrist. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Adrian Winter nach einer vergebenen Chance. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Claudio Lustenberger (links) gegen Aaraus Sandro Burki. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Marco Schneuwly ärgert sich nach einer vergebenen Torchance. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Marco Schneuwly (Mitte) gegen Aaraus Juan Pablo Garat. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Dario Lezcano (links) gegen Aaraus Juan Pablo Garat. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Jerome Thiesson (links) gegen Aaraus Dusan Djuric (Mitte) und Kim Jaggy. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Remo Freuler (links) gegen Aaraus Sandro Wieser. (Bild: Philipp Schmidli)
Aaraus Kim Jaggy (vorne) gegen Luzerns Adrian Winter, Oliver Bozanic (rechts) schaut zu. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Dario Lezcano (links) gegen Aaraus Juan Pablo Garat. (Bild: Philipp Schmidli)
Sportchef Alex Frei, Chefscout Remo Gaugler und Trainer Markus Babbel (von links). (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Trainer Markus Babbel. (Bild: Philipp Schmidli)
Gute Laune vor dem Spiel bei Sportchef Alex Frei, Chefscout Remo Gaugler und Trainer Markus Babbel (von links). (Bild: Philipp Schmidli)

Luzerns Jakob Jantscher (links) erzielt das 1:0 gegen Aaraus Igor Nganga. (Bild: Philipp Schmidli)

Nur sieben Minuten später hätte es schliesslich bereits 2-0 für den FCL stehen können - vielleicht sogar müssen. Diesmal spielt Winter den Ball flach in den gegnerischen Strafraum. Dort kommt Schneuwly völlig frei zum Abschluss, hämmert die Kugel aber direkt an Pellonis Brust. Auch vom Abpraller kann keiner profitieren. Das hätte der zweite FCL-Treffer sein müssen.

Aarau führt noch vor der Pause

Statt 2-0 stand es nur zwei Minuten später aber plötzlich 1-1 unentschieden. Die Innenverteidigung befand sich in einem kurzen Tiefschlaf. Nganga schlägt einen hohen Ball in den FCL-Strafraum. Der Ball fliegt so hoch und weit, dass er beinahe Schnee darauf hat, als er sich wieder senkt. Thiesson und Zibung bestaunten wohl beide zusammen diesen hohen, bis zu diesem Moment ungefährlichen Ball. Djuric entschied sich, nicht auch zuzuschauen sondern liess Thiesson mit zwei Schritten neben sich und köpfte an Zibung vorbei zum 1-1. Dieser Treffer kam zwar aus dem Nichts, doch sowohl Zibung als auch Thiesson machten dabei gar keine gute Figur.

Der FC Luzern wirkte nach dem Ausgleich sofort verunsichert und brauchte sicher 15 Minuten um wieder ins Spiel zu finden. Jantscher und Sarr kamen schliesslich je zu einer guten Chance. Doch plötzlich fehlte es wieder ein wenig an der letzten Konsequenz im Abschluss. Und so kam es, dass die Aarauer noch vor der Pause ein zweites Mal jubelten. Wieser traf per Freistoss aus gut 25 Metern. Ein schönes Tor, bei welchem Zibung wohl nicht viel machen konnte.

45 Minuten Kampf - aber kein Tor

Der FC Luzern hatte sich in der Pause wohl einiges vorgenommen. So sah es zu Beginn der zweiten Halbzeit aus. Die Luzerner versuchten gleich wieder Druck zu machen. Sich ins Spiel reinzubeissen. Besonders Jantscher kämpfte wie ein Löwe. Schliesslich kann er sich dadurch gegen den FCA-Verteidiger behaupten und zur Mitte auf Schneuwly legen. Dieser wartet aber etwas zu lange und bringt das Leder deshalb nicht im Tor unter. Die Aarauer Verteidigung konnte in letzter Sekunde noch eingreifen.

Die letzten 30 Minuten des Spiels waren Einbahn-Fussball: Der FCL rannte an, und Aarau verteidigte was das Zeug hält. Es entwickelte sich ein richtiger Cup-Fight, bei welchem auch Schiedsrichter Bieri nicht immer frei von Kritik blieb. Mehrmals wurden seine Entscheidungen mit einem gellenden Pfeifkonzert der Luzerner Fans quittiert.

Der FC Luzern lancierte Angriff um Angriff. Lezcano setzte fünf Minuten vor Spielende noch einen Kopfball an die Latte. Auch heute konnte sich der FCL zwar einige Chancen erspielen, doch zu nutzen vermochte sie keiner. So stand es nach 90 Minuten immer noch 2-1 für den FC Aarau, der sich mit diesem Sieg für den Cup-Viertelfinal qualifiziert. Für den FC Luzern ist der Cup vorbei. Die Luzerner kommen somit nicht aus der Krise.

Luzern - Aarau 1:2 (1:2)

6145 Zuschauer. - SR Bieri. - Tore: 10. Jantscher (Schneuwly) 1:0. 19. Djuric (Nganga) 1:1. 40. Wieser (Freistoss) 1:2.

Luzern: Zibung; Thiesson, Sarr, Affolter, Lustenberger; Bozanic, Freuler (79. Hyka); Winter (65. Mobulu), Lezcano, Jantscher; Marco Schneuwly.

Aarau: Pelloni; Nganga, Jäckle, Garat, Jaggy; Andrist, Burki, Wieser (90. Thaler), Djuric (70. Radice); Lüscher; Mudrinski (79. Mlinar).

Bemerkungen: Luzern ohne Rogulj, Lamas und Bento (alle verletzt), Aarau ohne Mall (krank) sowie Gauracs und Senger (beide verletzt). 85. Kopfball von Lezcano an die Latte. Verwarnungen: 33. Lezcano (Reklamieren). 43. Garat (Unsportlichkeit). 52. Schneuwly (Reklamieren). 76. Lustenberger (Foul). 78. Wieser (Unsportlichkeit).