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FUSSBALL: «Das ist ein Kompliment für den FCL»

Für Rolf Fringer (58) ist Luzerns Saisonstart (heute,17.45) gegen Sion eine Amtspremiere. Der Sportchef lobt Jantscher, spricht über Schneuwly, das Saisonziel und die deutschen Zuzüge.
Strahlt vor dem Heimspiel gegen Sion Zuversicht aus: FCL-Sportchef Rolf Fringer. (Bild: Manuela Jans)

Strahlt vor dem Heimspiel gegen Sion Zuversicht aus: FCL-Sportchef Rolf Fringer. (Bild: Manuela Jans)

Interview Daniel Wyrsch

Rolf Fringer, Dario Lezcano hat den Vertrag um ein Jahr bis Sommer 2017 verlängert. Bei anderen Schlüsselspielern wie Marco Schneuwly und Jakob Jantscher bleibt es offen, ob sie nach dem 31. August und dem Ende der Transferperiode noch in Luzern sind. Wie gehen Sie kurz vor dem Heimspiel gegen Sion damit um?

Rolf Fringer: Wir gehen mit allen unseren Spielern in die neue Saison, es macht jetzt keinen Sinn, darüber zu spekulieren, was noch passieren könnte. In Absprache mit dem Trainer bin ich im Vorfeld des Startspiels gegen Sion vor die Mannschaft getreten. Ich habe unseren Profis erklärt, was es bedeutet, einen Vertrag zu unterschreiben. Entscheidend ist jetzt, dass jeder fokussiert ist auf seine eigene Leistung. Es gibt ein gutes Beispiel, wie es nicht sein darf: Basel hat den Cupfinal nicht zuletzt verloren, weil die FCB-Spieler Frei, Schär und Elneny in der Woche davor durch Transfergespräche abgelenkt waren und weil Strellers Abschied gefeiert worden war. In dieser Konstellation kann man nicht mehr umschalten.

Es scheint, dass Sion-Präsident Christian Constantin Marco Schneuwly mit einem Sechsjahresvertrag den Kopf verdreht hat. Jetzt hat Constantin erklärt, die Gespräche mit Luzern seien wegen des Spiels beim FCL bis Montag ausgesetzt. Wie auch immer: Nervt Sie das Vorgehen Constantins?

Fringer: Sportlich sauber ist das nicht. Man macht einem Spieler, der einen Zweijahresvertrag hat, wenige Tage vor dem Spiel gegen dessen Klub kein Angebot. Constantin weiss, dass die 500 000 Franken, die er uns für den besten Skorer bietet, keine Verhandlungsbasis sind. Mit Marco Schneuwly bin ich übrigens zweimal zusammengesessen, um mit ihm über seine Situation zu sprechen. Wir wollen, dass er bleibt.

Wer weiss, vielleicht erkennt er, was er beim FCL hat. Jakob Jantscher hat YB abgesagt, obwohl die Berner bereit gewesen wären, für ihn die festgeschriebene Ablöse von 1,7 Millionen Franken an den FCL zu überweisen. Ist Jantschers Entscheid ein Kompliment für die FCL-Führung?

Fringer: Es ist ein Kompliment an den ganzen FC Luzern mit seinen Fans und die Herzlichkeit und Menschlichkeit, die der Verein ausstrahlt. Natürlich ist es auch eine Anerkennung für die Trainer und deren Spielweise, Jakob hat sich hier entfalten können. Für mich ist es auch ein Kompliment an die Region, es bedeutet viel, hier glücklich und zufrieden zu leben. Dass Jakob einen viel besser dotierten Vertrag ausschlug, spricht für seine Treue und den Willen, möglichst lange beim FCL zu bleiben.

Die Rahmenbedingungen sind in Luzern von der Ruhe und Stimmung her weitaus besser geworden, seit Sie Sportchef sind.

Fringer: Wir sind auf einem sehr guten Weg, haben eine Annäherung zwischen Verwaltungsrat und Geschäftsleitung gefunden, eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen Präsident, Trainer und mir. Der Staff lebt der Mannschaft Teamwork und Leistungsbereitschaft vor. Wir holten neue Spieler, und die, die nicht oft spielten, gaben wir ab. So haben wir eine positive Dynamik kreiert.

Mit Nico Brandenburger, Clemens Fandrich und Sebastian Schachten haben Sie deutsche Profis verpflichtet, welche die deutschen Trainer Markus Babbel und Roland Vrabec wollten.

Fringer: Es ist so, dass unsere Trainer Spieler holen wollten, die sie kennen. Und dass sie den deutschen Markt besser kennen, liegt auf der Hand. Darum haben wir geschaut, diese Wünsche im Rahmen unserer Möglichkeiten erfüllen zu können. Brandenburger und Fandrich sind hoffnungsvolle, Schachten ein erfahrener Spieler.

Es ist ein neuer Weg in der Schweiz, denn ausser dem Ex-Basler Markus Steinhöfer und aktuell Vaduz-Spielmacher Markus Neumayr hat es in den letzten Jahren kaum mehr Deutsche in der Super League gegeben. Kommen Profis aus der 1. Bundesliga für Luzern überhaupt in Frage?

Fringer: Spieler aus der höchsten deutschen Liga können wir uns beim FC Luzern gar nicht leisten, weil sich diese ganz andere Lohnsummen gewohnt sind. Die 2. Bundesliga und die Super League dagegen haben finanziell und wirtschaftlich ähnliche Voraussetzungen.

Der FCL dürfte in etwa gleich stark einzuschätzen sein wie im Vorjahr, als es dank einer überragenden Rückrunde am Schluss zu Platz 5 reichte. Was ist in dieser Saison Ihr Ziel?

Fringer: Klar ist, dass wir versuchen, in der vorderen Tabellenhälfte mitzuspielen. Aber es ist eine Zehnerliga, nur kleine Probleme bedeuten Abstiegskampf. Wenn es wirklich gut funktioniert, kämpfen wir um die Europa-League-Plätze. Das Wichtigste ist, unsere Qualitäten auf den Platz zu bringen und den Zuschauern Freude zu bereiten.

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