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FUSSBALL: «Das macht Bernegger so speziell»

FCL-Assistenztrainer Thomas Wyss (47) sagt, wie Chefcoach Bernegger das Team an die Spitze geführt hat – und wie ernst der FCL am Mittwoch (19.45) Lausanne im Cup-Viertelfinal nimmt.
Interview Daniel Wyrsch
Erfolgreich: Luzerns Assistenztrainer Thomas Wyss (links) neben seinem Chef Carlos Bernegger. (Bild: Freshfocus/Andy Müller)

Erfolgreich: Luzerns Assistenztrainer Thomas Wyss (links) neben seinem Chef Carlos Bernegger. (Bild: Freshfocus/Andy Müller)

Thomas Wyss, Sie waren einst ein begnadeter Fussballprofi, im Sommer sind Sie zum FC Luzern zurückgekehrt. Es ist für Sie eine sehr erfreuliche Rückkehr.

Thomas Wyss: Grundsätzlich sagte ich im Sommer Ja zum FCL, weil ich Alex Frei und Carlos Bernegger mithelfen will, eine konstant gute Mannschaft aufzubauen. Ich versuche meinen Job im Hintergrund zu machen. Mit Carlos, Goalietrainer Daniel Böbner, Konditionstrainer Christian Schmidt und mit mir bilden wir im Trainerstaff ein Quartett, das harmoniert. Das geben wir der Mannschaft weiter. Es ist ein gutes Gefühl, wie wir mit Cheftrainer Carlos Bernegger und Sportchef Alex Frei zusammenarbeiten.

Es heisst, zwischen Bernegger und Frei können hin und wieder die Funken sprühen.

Wyss: Sie sind beide Alphatiere, sie können die gemeinsamen Diskussionen hart führen, aber sie sind beide intelligente Menschen, die ihre Bereiche genau abgesteckt haben.

Ist der Eindruck richtig, dass Sie es schätzen, ein wichtiger Mitarbeiter dieser sportlichen Führung unter Frei und Bernegger zu sein?

Wyss: Es macht Spass, besonders natürlich jetzt, wenn es so rund läuft. Alex Frei ist ein positiv «vergifteter» Sportchef, ich habe mit ihm einst Fussball gespielt, er ist für mich die Lichtgestalt des Schweizer Fussballs. Carlos hatte ich auch schon länger gekannt, aber der persönliche Kontakt war damals nicht gross gewesen. Ich habe ihn nun beim FCL menschlich extrem schätzen gelernt, es imponiert mir, wie er die Mannschaft führt.

Was macht seinen Führungsstil aus?

Wyss: Carlos Bernegger will mit seinem präzisen Handeln etwas bewirken, das nachhaltig positiv für die Mannschaft und die einzelnen Spieler ist. Es geht ihm nicht nur darum, Punkte zu holen. Bei der Arbeit ist er sehr hart und fordernd, kann hie und da laut werden, er ist aber zugleich auch sehr menschlich und hat sanfte Züge, das macht ihn so speziell.

Wann zeigt sich diese Seite?

Wyss: Er kann einen Spieler zur Seite nehmen und sich sehr persönlich mit ihm unterhalten. Auch für mich, der oft die Gelegenheit hat, mit Carlos zu reden, sind die mit Tiefgang geführten Gespräche mit ihm bereichernd fürs Leben.

Bernegger scheint mehr als ein Trainer zu sein, erklärt dies seinen beachtlichen Erfolg – er hat die Mannschaft in die Spitze der Tabelle geführt –, den er beim FCL bisher erreicht hat?

Wyss: Selbstverständlich wird auch er an den Resultaten gemessen. Er will eine gewisse Art und Weise im Auftreten der Mannschaft auf den Platz bringen. Das heisst, er will nicht nur eine gute Organisation, wie es die meisten Trainer wollen, er will auch offensiven Fussball kreieren.

Luzern, bisher bekannt für ein eher kämpferisches Spiel, soll künftig gepflegten Fussball zelebrieren?

Wyss: Wir sind sicher noch lange nicht dort, wo der Trainer die Mannschaft haben will. Aber es ist schön, dass wir Vertrauen tanken konnten und jetzt sehen, dass es möglich ist.

Beim FCL wechseln Höhen und Tiefen relativ schnell. Gehören diese Zeiten bald der Vergangenheit an?

Wyss: Ich hoffe, dass wir mit dem sportlichen Erfolg auch den anderen Abteilungen helfen können, damit der FCL weiterwachsen und sich als konstant gut geführter Verein etablieren kann. Es braucht an allen Stellen Menschen mit Leidenschaft. Zentral ist die Liebe zum Sport, diese sollte immer an erster Stelle stehen. Zum Wachsen braucht es Zeit. Die sportlichen Erfolge schaffen die Ruhe, um den Klub zu stabilisieren.

Was erwarten Sie von den letzten zwei Liga-Spielen der Vorrunde gegen Aarau zu Hause und in Basel ...

Wyss: ... die Meisterschaft steht bis und mit Mittwochabend nicht in unserem Fokus. Die Spieler durften den Sieg bei GC geniessen, aber ab sofort zählt nur das Ziel, im Cup zu überwintern.

Lausanne, der Tabellenletzte der Super League, hat nichts zu verlieren.

Wyss: Das macht die Aufgabe so delikat. Lausanne ist besser, als es die Tabelle darstellt. Wir müssen unseren Schwung mitnehmen, bereit sein, weiter an unsere Grenzen zu gehen. Hoffentlich mit breiter Unterstützung unserer Fans.

Hinweis

Mehr zur Super League auf Seite 12.

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