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FUSSBALL: Dem FC Aarau droht die Bruchlandung

Der FC Luzern trifft am Sonntag (13.45) im Kellerduell auf das sorgengeplagte Aarau. Nicht nur die sportliche Misere macht den Aargauern momentan zu schaffen.
Kim Jaggy (am Boden) und der FC Aarau befinden sich im freien Fall. Kann der FCL (oben Dario Lezcano) am Sonntag davon profitieren? (Bild: EQ)

Kim Jaggy (am Boden) und der FC Aarau befinden sich im freien Fall. Kann der FCL (oben Dario Lezcano) am Sonntag davon profitieren? (Bild: EQ)

Daniel Wyrsch

Die Zeitung «Nordwestschweiz» hat in der Ausgabe vom letzten Montag Sven Christ (41) zum Sporthauptstoff gemacht kein gutes Zeichen für den ­Aarau-Trainer. Vor allem, wenn im Titel steht: «Noch ist der Trainer kein Thema». Wie immer im Ergebnissport Fussball wird der Übungsleiter in Frage gestellt, wenn er eine schwache Bilanz von drei Punkten aus den letzten neun Spielen aufweist. Der Tiefpunkt war die 0:1-Heimniederlage am Sonntag gegen Aufsteiger Vaduz. Die Aargauer Journalisten kommen im Artikel immerhin zum Fazit: «Es ist richtig, dass Christ eine weitere Chance erhält, um am Turnaround zu werkeln.» Aber die nächsten Aufgaben hätten es in sich. Zuerst am Sonntag in Luzern, danach am 28. Februar beim FC Zürich.

Der Druck auf den Coach wächst, in den nächsten Spielen muss Christ die Wende schaffen, sonst ist er den Job los. Aarau wäre nach Sion, Luzern und GC der vierte von zehn Super-League-Klubs, die nicht mehr denselben Trainer wie zum Saisonstart haben. Kein Zufall, kämpfen diese Vereine gegen den Abstieg.

Niedergang seit Brutalo-Foul

Das sonntägliche Duell zwischen Luzern und Aarau birgt besondere Brisanz: Die Luzerner können nach 13 Runden auf dem letzten Tabellenplatz mit dem ersten Heimsieg das Schlusslicht den Aargauern übergeben falls Sion am Samstag gegen St. Gallen punktet.

Die Erinnerungen beim FCL an die Aargauer sind nur auswärts positiv: Am 29. November gewann er 3:0 im Brügglifeld. Der einzige Match dieser Saison, in dem die Innerschweizer in allen Belangen überzeugten. Es war der zweite und bis dato letzte Vollerfolg in dieser Spielzeit.

Der Niedergang der Aarauer begann zwei Partien vorher bei der 0:1-Heimniederlage gegen den FC Zürich mit dem brutalen Foul von Sandro Wieser (22) an Gilles Yapi (33). Was danach auf den Klub niedergeprasselt ist, hat die Verantwortlichen überfordert. Vier Niederlagen zum Schluss der Vorrunde waren die Folge.

Auch wenn es Christ nicht zugeben will: Die Negativserie nagt an seinen Nerven. Anders ist es nicht zu erklären, dass er den Ex-Luzerner Daniel Gygax (33) in einem Testspiel sofort auswechselte, nachdem dieser bei einem Torerfolg provokativ in seine Richtung gejubelt hatte. Gygax hat wie erwartet in keiner der ersten zwei Rückrundenpartien gespielt. Der frühere Internationale dürfte bei Christ jeglichen Kredit verspielt haben. Öffentlich kritisiert hat der FCA-Coach zuletzt auch Goalie Joël Mall, der einen haltbaren Schuss des Vaduzers Pascal Schürpf über die Linie kullern liess.

Unendliche Geschichte ums Stadion

Immer mehr zeigt sich, dass Christ in der Anfangsphase der Saison von der Arbeit seines erfolgreichen Vorgängers René Weiler (41) profitierte. Der jetzige Trainer von Nürnberg (2. Bundesliga) hatte in einem Interview, als Aarau mit 14 Punkten aus elf Spielen noch unerwartet gut dastand, erstaunlich selbstbewusst erklärt, dass die damaligen Aarauer Resultate absehbar waren. Weiler: «Mit dem Wind zu segeln, den andere entfachen, ist immer einfacher.»

Ist es nur der Wind Weilers, der nicht mehr bläst, oder drückt die unsägliche, unendliche Geschichte ums neue Stadion derart auf die Moral? Dreimal hat das Stimmvolk Ja gesagt zum neuen Stadion Torfeld-Süd. Doch immer noch verzögern die Einsprachen eines einzigen Anwohners den Baubeginn. Obwohl der Regierungsrat die letzte Beschwerde vollumfänglich abgewiesen hat, rechnen in Aarau alle damit, dass der Mann bis Ende Februar die Einsprache an das kantonale Verwaltungsgericht weiterzieht. Wird er auch dort abgewiesen, bleibt ihm der Gang vors Bundesgericht. Statt 2017 dürfte das Stadion erst 2019 stehen. Heisst für Aarau: Weiter in der Bruchbude Brügglifeld kicken und jährlich 800 000 Franken weniger für die erste Mannschaft zur Verfügung haben. Unter diesen Bedingungen zeigt der Weg des FCA in Richtung Challenge League.

Captain Burki fehlt gesperrt

Zu allem Ungemach ist Captain Sandro Burki (29) nach seiner gelb-roten Karte gegen Vaduz in Luzern gesperrt. Auch Wieser muss für das Brutalo-Foul an Yapi noch ein Spiel zuschauen.

Wieser hätte gute Erinnerungen an die Swissporarena gehabt. Mit dem Freistosstor zum 2:1-Sieg schoss er im Herbst Luzern mit Babbel aus dem Cup.

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