FUSSBALL: Dem FCL misslingt der Rückrundenstart

Der FC Luzern verliert zum Start der Rückrunde gegen GC gleich mit 3:1. Renggli schoss den einzigen FCL-Treffer - und musste kurz vor Schluss mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz.

Sara Häusermann
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FCL-Verteidiger Tomislav Puljic kann trotz Handspiel das 1:0 für GC durch Shkelzen Gashi nicht verhindern. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

FCL-Verteidiger Tomislav Puljic kann trotz Handspiel das 1:0 für GC durch Shkelzen Gashi nicht verhindern. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

Vor dem Spiel gegen die Grasshoppers war man beim FC Luzern topmotiviert. Nach einer guten Vorbereitung glaubten in Luzern viele daran, dass der FCL an die guten Leistungen der Vorrunde anknöpfen kann. Doch bereits die ersten Minuten des Spiels brachten die grosse Ernüchterung. Der FCL vermochte nicht zu überzeugen. Einzig der Schuss von Gygax in der 3. Minute war eine Art Lichtblick.

Luzerns ehemaliger Präsident Mike Hauser (mitte) wird von Rudolf Stäger (rechts) und Dimitar Rangelov verabschiedet. (Bild: Philipp Schmidli)
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Luzerns Sally Sarr (links) verlässt enttäuscht das Spielfeld neben GCs Anatole Ngamukol. (Bild: Philipp Schmidli)
Enttäuschte FCL-Spieler ziehen vom Platz: Adrian Winter, Alain Wiss und Jahmir Hyka (von links). (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Tomislav Puljic (rechts) gegen GCs Anatole Ngamukol. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Jahmir Hyka (links) gegen GCs Amir Abrashi (mitte) und Nassim Ben Khalifa. (Bild: Philipp Schmidli)
Wurde in der 65. Minute ausgewechselt: Daniel Gygax (links) gegen Veroljub Salatic. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Michel Renggli (rechts) gegen GCs Caio. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Trainer Carlos Bernegger. (Bild: Philipp Schmidli)
David Zibung lässt den Ball abprallen, der dan durch Shkelzen Gash zur 1:0-Führung für GC verwertet wird. (Bild: Keystone)
Tomislav Puljic kann das 1:0 für GC durch Shkelzen Gashi auch durch ein Handspiel nicht verhindern. (Bild: Keystone)
Adrian Winter, links, setzt sich für einmal gegen Michael Dingsdag durch. (Bild: Keystone)
Gefährlich hohes Bein von Michael Dingsdag gegen Adrian Winter. (Bild: Keystone)
Veroljub Salatic feiert den dritten Treffer von GC. (Bild: Keystone)
Veroljub Salatic feiert den dritten Treffer von GC. (Bild: Keystone)
Jahmir Hyka, links, und Jerome Thiesson nehmen  Amir Abrashi  in die Zange. (Bild: Keystone)
Jerome Thiesson, links, und Nassem Ben Khalifa. (Bild: Keystone)
Anatole Ngamukol von GC, vorne, gegen Tomislav Puljic. (Bild: Keystone)
Tomislav Puljic. (Bild: Keystone)
Kurz vor Spielschluss zeigt der chiri FCL-Capitain Michel Renggli die gelb-rote Karte. (Bild: Keystone)
Michel Renggli verlässt enttäuscht das Spielfeld. Trainer Carlos Bernegger scheint ratlos. (Bild: Keystone)

Luzerns ehemaliger Präsident Mike Hauser (mitte) wird von Rudolf Stäger (rechts) und Dimitar Rangelov verabschiedet. (Bild: Philipp Schmidli)

GCs Doppelschlag

In der 10. Minute nahm dann das Unheil seinen Lauf. Zuerst war es ein Freistoss von Caio, der Zibung aus unerklärlichen Gründen nicht kontrollieren konnte. Gashi nahm das Geschenk dankend an und schoss GC mit dem Absatz in Führung. Nur drei Minuten später wieder eine Standartsituation. Der FCL im kollektiven Tiefschlaf. Pavlovic bringt den Ball vom Corner zur Mitte, wo Lang alleine da steht und zum 2:0 einköpft. In der Wiederholung zeigte sich allerdings, dass er zuvor Sally Sarr weggestossen hatte. Doch hadern konnte mit dem Resultat niemand. Es stand 2:0 für GC – und dies völlig verdient.

Der FC Luzern war geschockt und unfähig zu irgendeiner Reaktion. Die Luzerner mussten sich bei ihrem Keeper bedanken, dass GC mit "nur" zwei Toren führte. Zibung musste noch gegen Caio und Gashi eingreifen, die eigentlich die beiden nächsten GC-Treffer auf dem Fuss hatten.

Zu späte Reaktion

Auch nach der Pause gelang dem FC Luzern nicht wirklich viel. GC stand hinten und vor allem im Mittelfeld gut und liess so kaum Chancen der Blau-Weissen zu. Einzig ein Schuss von Mikari, der für Bozanic eingewechselt wurde, brachte Bürki etwas in Bedrängnis. Mikari hält volley drauf und der Ball schrammt nur Zentimeter am GC-Kasten vorbei.

GC baute schliesslich die führung sogar noch aus. Gashi mit einer wunderbaren Vorlage per Kopf auf Salatic. Dieser lässt Renggli und Wiss stehen und schiebt routiniert ein zum 3:0. Nur drei Minuten später, in der 78. Minute, war er dann aber plötzlich da – der erste FCL-Treffer. Michel Renggli tritt einen Freistoss aus grosser Distanz, Der Ball fliegt an Freund und Feind vorbei, und landet schliesslich in den Maschen hinter Bürki. 3:1. Und der FCL kämpfte nun plötzlich. Der Wille und die Einsatzbereitschaft waren zurück. Doch leider kam diese Reaktion einiges zu spät. Das Resultat blieb unverändert und dem FC Luzern ist damit der Start in die Rückrunde deutlich misslungen.

Zürich (Si) Luzern - Grasshoppers 1:3 (0:2)

Swissporarena. – 10'591 Zuschauer. – SR Studer. – Tore:9. Gashi (Freistoss Caio) 0:1. 13. Michael Lang (Corner Pavlovic) 0:2. 74. Salatic (Gashi) 0:3. 77. Renggli (Freistoss) 1:3.

Luzern: Zibung; Sarr, Wiss, Puljic, Lustenberger; Renggli; Winter, Bozanic (61. Mikari), Thiesson, Hyka; Gygax (65. Kahraba).

Grasshoppers:Bürki; Michael Lang, Dingsdag, Grichting, Pavlovic; Abrashi, Salatic; Gashi (84. Bauer), Ben Khalifa (91. Feltscher), Caio (93. Sead Hajrovic); Ngamukol.

Bemerkungen:Luzern ohne Affolter, Bento, Lezcano, Rangelov (alle verletzt) und Stahel, Grasshoppers ohne Toko (beide gesperrt). 92. Gelb-rote Karte gegen Renggli (Foul). Verwarnungen: 23. Gashi (Hands). 24. Wiss. 43. Grichting. 50. Dingsdag. 52. Renggli (alle wegen Fouls).