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FUSSBALL: Der FC Luzern beschleunigt den Umbau

François Affolter bringt Bewegung ins Kader des FC Luzern. Verliert Florian Stahel oder Tomislav Puljic den Platz in der Innenverteidigung? Oder sind bald beide weg?
Daniel Wyrsch
Sehr begrenzte Zukunft beim FC Luzern für die Innenverteidiger Florian Stahel (links) und Tomislav Puljic. (Bild Philipp Schmidli)

Sehr begrenzte Zukunft beim FC Luzern für die Innenverteidiger Florian Stahel (links) und Tomislav Puljic. (Bild Philipp Schmidli)

Eine über Erwarten erfolgreiche Vorrunde des FC Luzern ist gerade erst zu Ende gegangen. Schon tauchen die ersten Fragezeichen für die am 1./2. Februar 2014 beginnende Rückrunde auf. Kontrovers wird unter der Anhängerschaft die Verpflichtung von François Affolter (22) diskutiert. Doch Alex Frei meint: «Wir von der sportlichen Leitung und vom Trainerstab sind von seinen fussballerischen Fähigkeiten überzeugt. Er wird den Konkurrenzkampf im Abwehrbereich beleben und uns über Jahre hinaus weiterhelfen.» Der FCL-Sportchef hat den früheren Mitspieler in der Nationalmannschaft über viereinhalb Jahre bis Juni 2018 unter Vertrag genommen. Weil der Bieler in den letzten eineinhalb Saisons nur fünf Partien mit Werder Bremen in der Regionalliga und sechs Matches mit YB in der Super League gespielt hat, scheint Luzern ein Risiko einzugehen. Ein bewusstes? Frei: «Wir geben François die Nestwärme, die ihm zuletzt gefehlt hat.»

Affolter mit viel Talent gesegnet

Augenfällig war, dass Affolter nach einem steilen Laufbahnstart bei YB in jungen Jahren einen Karriereknick erlitten hat. In Bern gab es für ihn in dieser Saison kein Vorbeikommen an Dusan Veskovac und dem bei Ottmar Hitzfeld im Nationalteam gesetzten Steve von Bergen. «YB-Trainer Uli Forte setzt auf zweikampfstarke Innenverteidiger», begründet Affolter. Er gilt trotz aller Stagnation weiterhin als «hoch veranlagtes Talent», wie ihn der «Weser Kurier» bei seiner Ankunft in Bremen vor zwei Jahren beschrieben hatte. Affolter hat die fussballerische Fähigkeit für den spielauslösenden ersten Pass. Frei weiss, dass der Neuling «Spielpraxis benötigt, dann wird er zu alter Stärke und Sicherheit zurückfinden».

Doch wie geht es beim FCL in der Innenverteidigung weiter? Florian Stahel (28) wird zum Rückrundenauftakt zu Hause gegen GC wegen der gelb-roten Karte im letzten Spiel in Basel (1:1) gesperrt sein. Deshalb ist anzunehmen, dass Tomislav Puljic (30) an der Seite von Affolter gegen GC spielen wird. Allerdings ist neben dem Neuen durchaus auch ein anderer zentraler Abwehrmann vorstellbar. Die Verträge von Stahel und Puljic laufen im Sommer aus. Die Signale von Sportchef Frei sind für die beiden alles andere als positiv. Er will mit ihnen erst nach dem Trainingslager in Marbella (13. bis 22. Januar) reden. Das kann im Umkehrschluss auch heissen, dass sich die Spieler mit ihren Beratern nach einem neuen Verein umsehen können. Es scheint, dass Frei keine Mühe hätte, wenn einige Profis schon in der Winterpause den FCL vorzeitig verlassen würden. «Ich habe auf jeder Position mehrere Leute im Hinterkopf, die ich holen könnte.»

Frei verändert, wenn möglich

Der umtriebige Sportchef spricht von «Feinjustierungen, die wir machen wollen, wenn es unsere Möglichkeiten erlauben». Er macht die Veränderungen, die er in den nächsten Monaten vornehmen will, kleiner, als sie wirklich sind. Denn eigentlich steht dem aktuell zweitplatzierten FC Luzern nichts weniger bevor als ein Umbruch der ersten Mannschaft. Natürlich wird davon längst nicht nur die Abwehr betroffen sein.

Übrigens: Der vierte Innenverteidiger im aktuellen Kader neben Affolter, Stahel und Puljic, Ferid Matri (19), gilt weiterhin als Perspektivenspieler. Frei: «Er setzt sich jeden Tag 100-prozentig ein, dass es eine Freude ist. Damit er zum Stammspieler reifen kann, geben wir ihm noch zwei bis drei Jahre Zeit.»

Vorzeitige Trennung von Holz?

Der andere 19-Jährige, den Frei im letzten Sommer zum FCL holte, ist Kevin Holz. Das Stürmer-«Schnäppchen» aus Dortmunds Jugend hat sich nach einer starken Vorbereitung kein einziges Mal für ein Aufgebot in der Super League aufdrängen können. Trainer Carlos Bernegger fand Mitte der Vorrunde, dass sich Holz fern von zu Hause kaum hatte integrieren können. Frei sagt jetzt: «Wir werden Kevins Situation analysieren und uns mit seinem Berater austauschen.» Die Variante vorzeitige Auflösung des bis 2016 dauernden Vertrages wäre für aufmerksame Beobachter keine Überraschung.

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