FUSSBALL: Der FC Luzern jubelt auch in Aarau

Der FC Luzern ist definitiv auf die Siegesstrasse zurückgekehrt. Im Stadion Brügglifeld bezwingen die Blau-Weissen den FC Aarau mit 2:1. Dank den Toren von Lezcano und Rangelov.

Sara Häusermann
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Die Luzerner Spieler Sava Bento, Adrian Winter, Lorenzo Bucchi, Claudio Lustenberger und Jahmir Hyka lassen sich von den FCL-Fans im Brügglifeld feiern. (Bild: Keystone)

Die Luzerner Spieler Sava Bento, Adrian Winter, Lorenzo Bucchi, Claudio Lustenberger und Jahmir Hyka lassen sich von den FCL-Fans im Brügglifeld feiern. (Bild: Keystone)

Die Vorzeichen für das Spiel gegen den FC Aarau waren für den FCL nicht nur positiv. Zwar hatte man mit dem Sieg gegen St. Gallen wieder Moral und Selbstvertrauen getankt, doch fielen einmal mehr wichtige Akteure von Berneggers Team aus. Ausserdem ging man das letzte Mal im Brügglifeld so richtig unter - gleich drei Treffer nach Standards musste David Zibung im vergangenen August hinnehmen. Und auch diesmal lieg das Spiel so gar nicht nach dem Geschmack des FC Luzern. Die Aarauer gingen schon nach 12 Minuten durch ein Tor von Senger in Führung. Ein Schlag mitten in die Magengrube für die Blau-Weissen. Wieder hatten sie gegen den FCA ein frühes Tor kassiert.

Grosser Jubel bei allen FCL-Spielern. (Bild: Keystone)
8 Bilder
Alain Wiss (rechts) vom FCL versucht Artur Ionita den Ball abzuluchsen. (Bild: Keystone)
Luzerns Dimitar Rangelov (links) im Kopfballduell gegen Aaraus Nauris Bulvitis. (Bild: Keystone)
Dimitar Rangelov (rechts) wird von Aaraus Sandro Burki zu Fall gebracht. (Bild: Keystone)
Adrian Winter freut sich über den Sieg seines FCLs. (Bild: Keystone)
Tomislav Puljic vom FCL (rechts) kämpft gegen Aaraus Daniel Gygax um den Ball. (Bild: Keystone)
Luzerns Trainer Carlos Bernegger gibt die Marschrichtung an. (Bild: Keystone)
Aaraus Trainer René Weiler mit unzufriedenem Blick. (Bild: Keystone)

Grosser Jubel bei allen FCL-Spielern. (Bild: Keystone)

Lezcanos wichtiger Treffer vor der Pause

Die Luzerner mussten ein paar Mal leer schlucken, um dies zu verdauen. Doch nach und nach fanden sie besser ins Spiel. Der Match wurde ausgeglichener - und die Zweikämpfe härter geführt. Vor allem Xavier Hochstrasser auf seiner rechten Seite zog den Zorn der Aarau-Fans auf sich, nach dem er mehrmals hart an der Grenze agierte. Kurz vor der Pause wurde es bei den FCA-Fans dann aber ruhig. Sehr ruhig. Dafür jubelte Lezcano  - und mit ihm zusammen der mitgereiste Luzerner Anhang. Der Ausgleichstreffer zum 1:1 - ein Meisterstück. Rangelov spielt eine gute Flanke zur Mitte auf Winter. Dieser beweist gute Übersicht und legt die Kugel zurück auf Alain Wiss. Auch dieser spielt den Ball, völlig uneigennützig, auf den besser positionierten Lezcano. Der FCL-Stürmer hält voll drauf und hämmert das Leder flach in die Maschen hinter FCA-Keeper Unnerstall. Der Ausgleich. Und das kurz vor dem Pausenpfiff. Wichtig für die Luzerner.

Mit viel Kampf zur Führung

Nach der Pause wirkt der FC Luzern dann viel wacher als noch zu Beginn des Spiels. Lustenberger versucht es gleich mit einer Flanke, wo Winter den Kopfball nur knapp verpasst. Auch der wirblige Jahmir Hyka, der einmal mehr ein geniales Spiel zeigte, brachte die Aarauer Mittelfeldspieler immer wieder zur Verzweiflung. Lezcano kam in der 54. Minute nochmals zu einer Top-Chance. Der Ball landete aber im Aussennetz. Nur wenige Minuten später wurde dann Burki nach einem taktischen Foul mit gelb-rot vorzeitig unter die Dusche geschickt.  Der FCL wirkte in der Folge aber nicht wirklich überlegen.

In der 74. Minute konnte der FC Luzern dann endlich erneut jubeln. Lezcano war am Urpsrung eines schönen Luzerner Angriffs. Mit viel Übersicht spielt der den Ball nach rechts aussen auf Stahel, der schliesslich eine scharfe Flanke in den FCA-Strafraum tritt. Dort steht Rangelov goldrichtig und köpft ein zur FCL-Führung.

Das lange Zittern bis zum Schlusspiff

Nur kurze Zeit später hatten die Luzerner dann gar noch die Möglichkeit zum 3:1. Hyka spielte einen guten hohen Ball von links auf den weiten Pfosten. Dort stand erneut Rangelov - doch diesmal köpfte er das Leder knapp neben das Tor. Inzwischen standen beim FC Aarau die beiden ehemaligen FCL-Spieler Andrist und Gygax auf dem Platz - und diese brachten noch einmal richtig Schwung in das Team aus Aarau. Daniel Gygax hämmerte kurz vor Schluss das Leder sogar noch an die Lattenunterkante. Viel Glück für den FC Luzern bei dieser Aktion. Vier Minuten gab der Schiedsrichter Schärer noch ober drauf. Lange Minuten für die Blau-Weissen. Doch schliesslich brachten sie die knappe Führung über die Zeit und nehmen die nicht unverdienten drei Punkte zurück nach Hause.

FC Aarau - FC Luzern 1:2 (1:1)

Brügglifeld. - 5'368 Zuschauer. - Schiedsrichter Sandro Schärer.

FC Luzern: Zibung; Hochstrasser (55. Affolter), Stahel, Puljic, Lustenberger; Wiss (64. Renggli); Rangelov, Bozanic, Hyka, Winter; Lezcano (86. Bento).

FC Aarau: Unnerstall; Nganga, Jäckle (77. Andrist), Bulvitis, Jaggy; Gonzalez (77. Gygax), Burki, Ionita, Radice (88. Garat); Lüscher, Senger.

Tore:11. 1:0 Senger, 44. 1:1 Lezcano, 72. 1:2 Rangelov (Stahel).

Ostersuchspiel Nest Nummer 7 (Bild: PD)

Ostersuchspiel Nest Nummer 7 (Bild: PD)

Verwarnungen: 24. Wiss (Foul), 31. Hochstrasser (Foul), 41. Ionita (Foul), 51. Bürki (Foul), 58. Lustenberger (Foul), 92. Rangelov (Foul).

Ausschluss:57. Burki (Foul / Ampelkarte).

Bemerkungen: FCL ohne Freuler, Sarr, Thiesson (alle gesperrt), Mikari, Matri, Sliskovic (alle verletzt) und Wüthrich (nicht im Aufgebot).