FUSSBALL: Der FC Luzern setzt seine Siegesserie fort

Dem FC Luzern gelingt auswärts gegen den FC Zürich der dritte Sieg in Folge. Nach einer mässigen ersten Halbzeit schossen Wiss und Winter die Luzerner schliesslich zum 2:1-Sieg.

Sara Häusermann
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Der Zuercher Loris Benito, links, gegen den Luzerner Adrian Winter, rechts, beim Fussball Meisterschaftsspiel der Super League FC Zuerich gegen den FC Luzern am Samstag, 26. April 2014, in Zuerich. (Bild: Keystone / Walter Bieri)

Der Zuercher Loris Benito, links, gegen den Luzerner Adrian Winter, rechts, beim Fussball Meisterschaftsspiel der Super League FC Zuerich gegen den FC Luzern am Samstag, 26. April 2014, in Zuerich. (Bild: Keystone / Walter Bieri)

Der FC Luzern hatte vor der Partie gegen den FC Zürich viel Moral getankt. Sowohl gegen St. Gallen zu Hause als auch gegen den FC Aarau auswärts gingen die Luzerner als Sieger vom Platz. Und auch die Statistik sprach für den FCL: In den letzten elf Partien gegen den die Luzerner konnten die Zürcher nur gerade einmal gewinnen. Doch der FCZ war nicht zu unterschätzen. Der frischgebackene Cupsieger hatte mit dem Titelgewinn ebenfalls viel Selbstvertrauen getankt.

Ein langes Abtasten gab es zu Beginn des Spiels nicht. Beide Mannschaften wollten gleich Zug nach vorne machen. Beim FCL liefen diese Angriffsauslösungen oft über die rechte Seite von Sally Sarr und Adi Winter. Gute Torchancen entstanden daraus in den ersten Minuten jedoch keine. Und so waren es plötzlich die Zürcher, die als erste jubelten. Die FCL-Abwehr befand sich bei einem Doppelpassspiel von Chiumiento und Sadiku im kollektiven Tiefschlaf. Das ging dann definitiv zu einfach - Sadiku schoss ein zum 1:0 für den FCZ. Und schon rannte der FCL wieder einem Rückstand hinterher.

Der Zuercher Loris Benito, links, gegen den Luzerner Adrian Winter, rechts, beim Fussball Meisterschaftsspiel der Super League FC Zuerich gegen den FC Luzern am Samstag, 26. April 2014, in Zuerich. (Bild: Keystone / Walter Bieri)

Der Zuercher Loris Benito, links, gegen den Luzerner Adrian Winter, rechts, beim Fussball Meisterschaftsspiel der Super League FC Zuerich gegen den FC Luzern am Samstag, 26. April 2014, in Zuerich. (Bild: Keystone / Walter Bieri)

Passive erste Halbzeit des FCL

Der FC Zürich hatte nun definitiv Lunte gerochen. Beim FCL passte nicht mehr viel zusammen und die Zürcher erarbeiteten sich Chance um Chance. Zuerst tauchte Etoundi nach einem katastrophalen Fehler von Thiesson alleine vor Zibung auf. Der FCL-Keeper bleibt Sieger in diesem Duell. Dann versucht sich erneut Sadiku. Sein Schuss geht nur knapp am weiten Pfosten vorbei. Schliesslich probierte es auch noch Schönbächler. Sein Abschluss landete am Pfosten und den Nachschuss von Pedro Henrique konnte Zibung klären.

Einziger Lichtblick aus Luzerner Sicht während den ersten 45 Minuten war der wirblige Jahmir Hyka. Immer wieder kreierte er über seine linke Seite gute Chancen. So auch in der 29. Minute: Hyka schickt Lustenberger über links in die Tiefe, dieser legt flach in den Strafraum - und dort vergibt Lezcano kläglich. Das hätte der Ausgleich sein können. In der 37. Minute ist es erneut Hyka, der einen guten hohen Ball in den FCZ-Strafraum spielt. Dort kommt Stahel mit dem Kopf an den Ball, Da Costa hält.

FCL immer besser - FCZ immer müder

Nach der Halbzeitpause fand der FC Luzern gleich ganz gut ins Spiel. Ein Volleyschuss von Hyka stellte Da Costa zwar noch vor keine grösseren Probleme. Doch in der 53. Minuten musste er den Ball hinter sich aus seinem Tor holen. Der FC Luzern hatte aus einer mehr oder weniger harmlosen Situation den Ausgleich erzielt. Nach einem kleinen Chaos im Zürcher Strafraum fällt das Leder plötzlich Alain Wiss vor die Füsse. Dieser lässt sich diese Chance nicht entgehen und schiebt ein zum 1:1.

Die Luzerner nun hellwach - und die Zürcher wirkten immer müder. So dauerte es nur eine gute Viertelstunde bis schon wieder die Luzerner jubelten. Die Vorlage kam von Hyka - von wem sonst. Sein Pass segelte durch den gesamten FCZ-Strafraum, alle verpassten. Ganz weit hinten tauchte dann aber plötzlich noch Adi Winter auf und hämmerte die Kugel rein zur FCL-Führung.

Bei diesem Resultat blieb es. Chermiti erzielte zwar noch beinahe den Ausgleichstreffer per Kopf. Doch Zibung hielt sicher. Jahmir Hyka kam ebenfalls noch zu einer guten Chance. Nach einer guten Einzelleistung schiesst er das Leder an den Pfosten. Der FC Luzern brachte das knappe Resultat schliesslich über die Zeit und holte sich damit den dritten Sieg in Serie.

FC Zürich - FC Luzern 1:2 (1:0)

Letzigrund. - 8'336 Zuschauer. - Schiedsrichter Sascha Amhof.

FC Luzern: Zibung; Sarr, Stahel, Puljic, Lustenberger; Wiss (91. Affolter); Winter, Freuler, Thiesson, Hyka (94. Aliti); Lezcano (90. Neziraj).

FC Zürich: Da Costa; Mariani, Djimsiti, Benito, Kecojevic; Schönbächler (60. P. Koch), Pedro, Kukuruzovic (65. Kajevic), Chiumiento; Etuondi (79. Chermiti), Sadiku.

Tore: 12. 1:0 Sadiku, 53. 1:1 Wiss (Lezcano), 68. 1:2 Winter (Hyka).

Verwarnungen:61. Kecojevic (Foul), 72. Mariani (Foul), 83. P. Koch (Foul), 88. Chiumiento (Unsportlichkeit), 91. Neziraj (Unsportlichkeit).

Bemerkungen:Nicht dabei beim FCL: Rangelov (gesperrt), Bento, Hochstrsser, Matri, Mikari, Renggli und Sliskovic (alle verletzt), nicht dabei beim FCZ: Gavranovic (gesperrt), Brunner, Buff, Kukeli, Nef, Rikan (alle verletzt), Chikhaoui, Molloth und Teixeira (alle nicht im Aufgebot).

Torschütze Adrian Winter (rechts) bejubelt zusammen mit Dario Lezcano seinen Führungstreffer für den FC Luzern. (Bild: Keystone / Walter Bieri)

Torschütze Adrian Winter (rechts) bejubelt zusammen mit Dario Lezcano seinen Führungstreffer für den FC Luzern. (Bild: Keystone / Walter Bieri)