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FUSSBALL: Der Kopfball ins späte Glück

Luzern gelingt in Vaduz ein Steigerungslauf zum 2:1-Sieg. Für unterschiedliche Emotionen sorgen Torhüter David Zibung und Goalgetter Marco Schneuwly.
Daniel Wyrsch, Vaduz
Vaduz-Goalie Peter Jehle (links) und Levent Gülen scheinen das bevorstehende Ungemach zu erahnen: FCL-Matchwinner Marco Schneuwly entscheidet mit diesem Kopfball in der 86. Minute die Partie. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

Vaduz-Goalie Peter Jehle (links) und Levent Gülen scheinen das bevorstehende Ungemach zu erahnen: FCL-Matchwinner Marco Schneuwly entscheidet mit diesem Kopfball in der 86. Minute die Partie. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

Daniel Wyrsch, Vaduz

Marco Schneuwly genoss sichtlich den Lauf weg von den TV-Kameras rüber zu den FCL-Fans hinter dem Tor. Dort, wo er kurz vor Schluss zum 2:1-Siegtreffer (86.) eingeköpfelt hatte, liess er sich vom blau-weissen Anhang feiern. «Marco Schneuwly!», skandierte die 400-köpfige Schar. «Es ist immer schön, wenn die Fans meinen Namen rufen, dann habe ich etwas richtig gemacht», meinte Schneuwly zufrieden. Als Stürmer werde er an den Toren und Assists gemessen, ergänzte er. Mit nunmehr 13 Ligatoren und 4 Assists kommt er vier Runden vor Schluss der starken Vorsaison (17 Treffer, 8 Vorlagen) ziemlich nahe.

Penalty und rote Karte gegen Vaduz

Schneuwly war im Auswärtsspiel bei den abstiegsgefährdeten Vaduzern die entscheidende Figur. In der 61. Minute spielte er mit einem Doppelpass Jahmir Hyka im Strafraum frei, wo der quirlige Albaner von Nick von Niederhäusern penaltyreif gefoult wurde. Schiedsrichter Pascal Erlachner pfiff Elfmeter und zeigte von Niederhäusern die rote Karte. Fast traumatisch für den Vaduzer Verteidiger: Bereits beim letzten Aufeinandertreffen mit Luzern am 2. April bei der 1:5-Niederlage der Liechtensteiner in der Swissporarena hatte er zwei Penaltys verschuldet und musste nach einer Viertelstunde mit gelb-roter Karte vom Platz. Diesmal war es ein Not­bremse­foul an Hyka. Der direkte Platzverweis war reglementarisch korrekt.

Der zwei Minuten zuvor eingewechselte Jakob Jantscher schnappte sich den Ball für den Schuss vom Elfmeterpunkt, da der nominelle FCL-Penaltyschütze Markus Neumayr mit einer Schleimbeutelentzündung an seiner früheren Wirkungsstätte zum Zuschauen gezwungen war. Jantscher bewies Nervenstärke und verwertete den Strafstoss souverän zum 1:1-Ausgleich.

Nun waren die Luzerner definitiv in diesem für sie lange Zeit mühsamen Match angekommen. Taktisches Geschick bewies auch Co-Trainer Patrick Rahmen, der den erneut gesperrten Chefcoach Markus Babbel an der Seitenlinie vertrat. In Überzahl wechselte Rahmen für die letzten 20 Minuten mit dem agilen João Oliveira einen Offensivmann anstelle von Aussenverteidiger Claudio Lustenberger ein. Der Captain zeigte seinen Unmut, aber Luzern brachte die Vorwärtsstrategie zu dem im Kampf um die Europa-League-Plätze nötigen Erfolg. Jérôme Thiessons langer Ball kam via Christian Schneuwly und Oliveira zu Nicolas Haas, der gefühlvoll auf «Matchwinner» Marco Schneuwly flankte. In seiner bekannten Manier überwand dieser Vaduz-Goalie Peter Jehle. «Wir hätten mit unseren Chancen schon vor der 86. Minute alles klar machen müssen», fand Schneuwly in seiner Freude über den Sieg einen Grund zur Kritik.

Zibungs Aussetzer

Das war längst nicht der einzige Negativpunkt gestern beim FCL. Die Leistung in der ersten Halbzeit war wie eine Woche zuvor in Lugano (1:1) ungenügend. Der Tiefpunkt kam in der 35. Minute: Goalie David Zibung hatte befreien wollen, schlug den Ball aber in die Füsse von Dejan Janjatovic, der aus über 40 Metern zum 1:0 einlobte.

Hinweis

Mehr zur Super League lesen Sie auf Seite 24.

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