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FUSSBALL: Der Rechtsfuss hinten links

Silvan Sidler (19) hat beim 1:0-Sieg gegen Basel den verletzten Captain Claudio Lustenberger fehlerfrei ersetzt. Dennoch könne er von Lustenberger noch einiges lernen, sagt er.
Raphael Gutzwiller
FCL-Jungprofi Silvan Sidler bejubelt am Sonntag den 1:0-Sieg über Basel. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus)

FCL-Jungprofi Silvan Sidler bejubelt am Sonntag den 1:0-Sieg über Basel. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus)

Raphael Gutzwiller

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

Es war ein grosser Sieg des FC Luzern am Sonntag gegen den Schweizer Meister FC Basel. Der FCL gewann verdient mit 1:0. Mittendrin im Luzerner Jubel: der 19-jährige Silvan Sidler. Wer ihm zuschaute, kriegte nicht den Eindruck, dass es erst sein zweiter Auftritt in der Super League war. Ohne gross aufzufallen, machte er seine Arbeit defensiv sicher. Dann und wann schaltete er sich mit Flügelläufen über die linke Seite ins Offensivspiel ein.

«Es war für mich kein Druck, hier gegen den FCB zu spielen. Ich habe mich einfach gefreut», meinte Sidler später, ehe er in Profifussballer-Manier nicht vergass, seine Mitspieler zu loben, die es ihm einfach gemacht hätten. Seinen Blick richtete er wieder nach vorne: «Auf diesem Erfolg dürfen wir uns nicht ausruhen.»

Verletzung zum unpassendsten Zeitpunkt

Sidler durfte zum ersten Mal überhaupt ran, seit der neue Trainer Gerardo Seoane im Winter das Zepter übernommen hat. Dabei hatte der junge Aussenverteidiger eine überzeugende Vorbereitung absolviert. Seoane lobte Sidler mehrmals öffentlich. Als Belohnung hätte der junge Aussenverteidiger zum ersten Spiel des Jahres gegen Lausanne-Sport von Beginn an spielen dürfen. Er verletzte sich aber ausgerechnet im Abschlusstraining, Simon Grether rückte für Sidler in die Startformation. «Das war natürlich sehr bitter. Ich wusste aber, dass ich Geduld haben muss. Irgendwann würde ich meine Chance wieder bekommen.»

Und die Chance kam: am Sonntag im Heimspiel gegen den FC Basel. Captain Claudio Lustenberger (31), der heute wieder ins Mannschaftstraining einsteigen soll, musste angeschlagen passen. Sidler rückte als Linksverteidiger nach. Der Wechsel könnte sinnbildlich gewesen sein. ­Sidler gilt in FCL-Kreisen als logischer Nachfolger für Lustenberger, der zwar seinen Vertrag bis im Sommer 2019 verlängert hat, aber nicht mehr ewig den Stammplatz hinten links für sich beanspruchen kann. «Klar will ich ­einen Stammplatz», stellt Sidler bereits Ansprüche. Der Konkurrenzkampf mit Lustenberger sei da. Aber: «Unser Verhältnis ist sehr gut. Ich weiss, dass ich von Claudio noch einiges lernen kann.» Was schaut er sich bei Lustenberger ab? «Am Ball muss ich noch ruhiger bleiben. Claudio kann mir mit seiner Erfahrung gute Tipps geben.»

Sidler ist Rechtsfüsser, spielte in seinen zwei Super-League-Einsätzen aber jeweils als Linksverteidiger. «Das hat sich bisher so ergeben. Aber ich kann natürlich auch rechts spielen.» In seinem zweiten Ernstkampf für den FC Luzern, beim Cup-Viertelfinal in Basel (1:2), spielte Sidler im rechten Mittelfeld, wobei man mit einer Dreierabwehr agierte.

Sidler ist das prominenteste Beispiel, das den «Zuger Weg» absolvierte. Von Steinhausen wechselte der gebürtige Zürcher ins Team Zugerland. Dort durchlief er alle Stationen bis zur U15, danach kam er in die U16 des FC Luzern. «Es war für mich die ideale Lösung», sagt er heute.

Brisant ist sein Werdegang in diesen Tagen, weil das Team Zugerland neu mit GC zusammenarbeiten will (Ausgabe vom 9. März). «Das finde ich sehr schade. Zug gehört für mich zur Innerschweiz. Und der Weg nach Luzern ist für Zuger viel näher als der Weg nach Niederhasli, wo der GC-Campus ist.» Der FCL-Youngster hat schon eine eigene klare Meinung.

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