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FUSSBALL: Die Achterbahnfahrt von Claudio Lustenberger

Verteidiger Claudio Lustenberger (29) spürt wie kein anderer die Stimmung im FCL-Team. Schliesslich ist er der Captain – und spielt die zehnte FCL-Saison.
FCL-Captain Claudio Lustenberger (rechts), hier am letzten Sonntag im Duell mit Thuns Gonzalo Zarate, hat wieder zu seiner Bestform gefunden. (Bild: Freshfocus/Martin Meienberger)

FCL-Captain Claudio Lustenberger (rechts), hier am letzten Sonntag im Duell mit Thuns Gonzalo Zarate, hat wieder zu seiner Bestform gefunden. (Bild: Freshfocus/Martin Meienberger)

Daniel Wyrsch

Claudio Lustenberger gehört nicht zu den Schauspielern unter den Profis. Wenn ihn etwas bedrückt, dann ist dies dem 29-jährigen Krienser anzusehen. Sein Gesichtsausdruck und die Körperhaltung sprechen eine deutliche Sprache. Natürlich ist das auch im positiven Fall so. So geschehen am letzten Freitag – obwohl der FCL zwei Tage zuvor das Heimspiel gegen YB unglücklich 2:3 verloren hatte.

Positive Energie ausgesendet

Lustenberger ist ein Stimmungsbarometer, er strahlte vor der Begegnung mit Thun Zuversicht aus. Das war positive Energie, die er in der Swissporarena aussendete – speziell gegenüber seinen Mitspielern, die er mit einem Klaps auf den Kopf herzlich begrüsste.

Eigentlich konnte am Sonntag im FCL-Stadion nichts schieflaufen. Luzern gewann problemlos. Zum 3:0-Sieg steuerte Lustenberger seinen Beitrag bei: den Assist zum ersten, den einleitenden Pass zum dritten Tor und dazu 90 Minuten lang viel Engagement. Der Linksverteidiger ist nicht nur zurück, sondern hat wieder zu seiner Bestform gefunden. Dabei ist die Saison für den Vater einer kleinen Tochter (4 Monate) bislang eine Achterbahnfahrt gewesen. Beim Start im Sommer hatte Lustenberger Mühe mit der Hitze, später im Herbst verlor er gegen Ende der Vorrunde seinen Platz an den deutschen Zuzug Sebastian Schachten (31, ex St. Pauli).

«Im Winter musste ich mich in der Vorbereitung aufdrängen. Das ist mir gelungen», erzählt Lustenberger. Doch bereits im zweiten Rückrundenmatch zu Hause gegen Zürich (1:2) erlitt er einen Muskelfaserriss. So musste er zuschauen, wie der FCL nach zwei Startniederlagen drei weitere Partien verlor und im Halbfinal gegen Lugano (1:2) den Einzug in den Cupfinal verpasste. «Der Cup ärgert uns alle immer noch, das wäre eine Riesenchance gewesen.»

Die fünf verlorenen Ligaspiele in Serie kann das FCL-Urgestein in seiner zehnten Saison besser abhaken. «Jede Mannschaft hat einmal ein Tief. Ich bin froh, haben wir da rausgefunden.»

Babbel hat immer mit ihm geredet

Lustenberger sagt: «Mit dem souveränen Auftritt gegen Thun sind wir weiter im Rennen um Platz 4. Wir tun alles, damit wir bis zum Schluss um die Teilnahme an der Europa League spielen.» Der Captain ist dankbar, dass er stets das Vertrauen des Trainers spüren durfte. «Ich konnte mich auch mit Markus Babbel austauschen, als ich nicht spielte.» Dazu seien die Trainingsleistungen und sein Beitrag für die gute Stimmung in der Mannschaft honoriert worden. Ein Kompliment macht Lustenberger Babbel und der Klubleitung für die Winterzuzüge Michael Frey, Markus Neumayr und Christian Schneuwly: «Sie haben Qualität und sind gute Typen, die bestens in unser Team passen.»

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