FUSSBALL: Die Erleichterung ist greifbar

Endlich! Nach sechs Niederlagen in Folge siegt Luzern erstmals 2016. Dem FCL gelingt das Siegtor in der 81. Minute durch einen Kopfball Christian Schneuwlys.

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Michael Frey (ganz links) jubelt mit seinen Teamkollegen über seinen Treffer zum 1:0 gegen Lugano. (Bild: Keystone)

Michael Frey (ganz links) jubelt mit seinen Teamkollegen über seinen Treffer zum 1:0 gegen Lugano. (Bild: Keystone)

Luzerns Goalie David Zibung (links) bleibt das Nachsehen im Zweikampf gegen um den Ball gegen Luganos Mattia Bottani. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
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Doch Luzerns Sally Sarr (links) rettet auf der Linie. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Luzerns Francois Affolter, (links) geht zu Boden im Duell gegen Luganos Antonini Culina. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Luzerns Coach Markus Babbel. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)

Luzerns Goalie David Zibung (links) bleibt das Nachsehen im Zweikampf gegen um den Ball gegen Luganos Mattia Bottani. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)

daniel wyrsch

Erneut stand alles auf Messers Schneide: Aufsteiger Lugano erzielte in der 76. Minute mit einem abgefälschten Schuss von Jonathan Sabbatini das 1:1. Nur Sekunden zuvor hatte Marco Schneuwly das sichere 2:0 vergeben. Es sah schon wieder nach einer FCL-Enttäuschung aus. Doch dann kam die 81. Minute, und der eingewechselte Hekuran Kryeziu schlug eine präzise Flanke zur Mitte. Dort köpfelte Christian Schneuwly unhaltbar für Luganos Goalie Mirko Salvi zum 2:1-Siegtor ein.

Balsam für Babbel und Stäger

Eine knappe Viertelstunde später hielt FCL-Trainer Markus Babbel nach dem Schlusspfiff die Arme jubelnd in die Höhe. Die Erleichterung war greifbar. Ebenso bei Präsident Ruedi Stäger. Er lief auf den Rasen, umarmte alle Luzerner. Natürlich besonders innig Babbel. Nach fünf Niederlagen hintereinander in der Liga und dem Aus im Cup-Halbfinal gegen Lugano sind die drei Punkte von gestern Balsam auf die Wunden. Und sie bringen dem FCL einen beruhigenden Abstand von acht Zählern auf das Tabellenende mit Lugano und Vaduz. Lugano-Verteidiger Frédéric Veseli entschuldigte sich schon fast für die bescheidene Leistung der Tessiner: «Es war für uns schwierig, elf Tage nach dem grossartigen Sieg im Cup wieder hier in Luzern zu spielen. Der Gegner war viel besser auf uns eingestellt.» Tatsächlich hatten die Luzerner anders als im Cup-Halbfinal sofort mutig offensiv verteidigt. Die Stürmer Michael Frey und Marco Schneuwly attackierten vorne Luganos Abwehrspieler beim Spielaufbau. Mit Erfolg. Markus Neumayr kam bereits in der 3. Minute zu einer ersten Chance. Sein Schuss aus 12 Metern landetet aber auf der Tribüne. 180 Sekunden später drückte Marco Schneuwly sofort ab: Sein Ball flog knapper über die Latte. Schon der nächste Angriff war dann erfolgreich: Jahmir Hyka flankte, Frey köpfelte unhaltbar zum 1:0 (7.) ein. Der erste Treffer der 21-jährigen Lille-Leihgabe war zugleich das erste Führungstor der Innerschweizer in dieser Rückrunde – notabene im siebten Pflichtmatch.

Der FCL wollte zwei Minuten später nachdoppeln: Einen Steilpass von Christian Schneuwly erlief Frey, sein Querpass vors Tor konnte jedoch Matias Malvino vor dem lauernden Marco Schneuwly klären.

Dass die Luzerner nach wie vor sehr anfällig in der Defensive sind, zeigte die nächste Szene (10.): Gegen den Lobball von Sabbatini wehrte sich Innenverteidiger François Affolter ungenügend, Mattia Bottani kam dadurch zum Schuss. Goalie David Zibung und Sally Sarr war es zu verdanken, dass es nicht plötzlich 1:1 stand. FCL-Innenverteidiger Sarr bugsierte den Ball schliesslich von der eigenen Torlinie weg.

Babbel bedankt sich bei den Fans

Das Luzerner Publikum erwachte in der Schussphase, feierte das Siegerteam. Babbel freute sich: «Grosses Kompliment nicht nur an meine Mannschaft, sondern an jeden FCL-Fan. Es ist nicht selbstverständlich, ein Team nach sechs Niederlagen in Folge so zu pushen.» Der glückliche Coach bedankte sich herzlich. Babbel: «Wenn man gewinnt, ist es ein befreiendes Gefühl. Toll, auf welche Art und Weise sich die Spieler befreiten.»

Doch der Deutsche dachte auch schon ans nächste Spiel: «Nächsten Samstag in Thun müssen wir wieder so agieren.»

Hinweis

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