FUSSBALL: Die fünf neuen FCL-Gesichter

Das Super-League-Team des FC Luzern trainiert seit gestern wieder. Neu dabei ist ein Quintett – und Sportchef Alex Frei kündigt eine Überraschung an.

Turi Bucher
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Das sind die Neuen beim FCL (von links): Marco Schneuwly, Claudio Holenstein, Kaja Rogulj, Ridge Mobulu und Jonas Omlin. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Das sind die Neuen beim FCL (von links): Marco Schneuwly, Claudio Holenstein, Kaja Rogulj, Ridge Mobulu und Jonas Omlin. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Das neue Rasenfeld hinter der Swissporarena und seitlich des Luzerner Leichtathletikstadions hat WM-Final-Qualität. Kein brauner Fleck ist auszumachen, nichts ausser Grün, als die FCL-Spieler am Donnerstagvormittag ihre Runden laufen. Die Stimmung ist locker, selbst beim Rundendrehen in der Hitze wird gelacht. Immerhin, FCL-Trainer Carlos Bernegger findet, dass sich ein Fotograf von der Presseagentur seinen schwitzenden Spielern allzu sehr genähert hat, und weist ihn sozusagen in die Schranken.

Ein Rückschlag für die Planung

Im Auftakttraining nicht dabei sind Oliver Bozanic, der mit der australischen Nationalmannschaft in Brasilien an der WM weilt, Fidan Aliti, der noch mit einer albanischen Auswahl unterwegs ist, sowie der Tunesien-Schweizer Yassin Mikari. Sportchef Alex Frei rechnet zu «99 Prozent damit, dass Mikari nicht mehr zum FCL zurückkehrt». Für Frei eine Enttäuschung, ein Ärger? «Sein Abgang ist sicher ein Rückschlag für meine Planung. Aber ich bin nicht einer, der einem Spieler nachtrauert, ich will nach vorne schauen.»

Für Frei, der übrigens glaubt, dass Spanien erneut den Weltmeister-Titel holt, heisst «nach vorne schauen» auch, dass die neu engagierten FCL-Spieler die Aufgabe haben, das Team zu stärken, ihre Mannschaftskollegen besser zu machen. Die neuen Köpfe an diesem Donnerstagmorgen sind:

  • Marco Schneuwly (29), Offensivspieler vom FC Thun.
  • Ridge Mobulu (25), Stürmer vom FCLe Mont.
  • Claudio Holenstein (23), Offensivmann vom FC Wil.
  • Kaja Rogulj (28), kroatischer Innenverteidiger von Austria Wien.
  • Jonas Omlin (20), Torhüter vom SC Kriens.

Damit sind die Transferaktivitäten beim FC Luzern aber noch nicht abgeschlossen, wie Frei erklärt. «Zwei, drei Spieler werden noch dazustossen. Im Sinne der Teambildung je schneller, umso besser.» Frei lässt sich aber weder ein Zeitfenster noch Namen oder Herkunft der zukünftigen FCL-Spieler entlocken. Immerhin verrät er: «Es geht mir darum, die Qualität im FCL-Mittelfeld zu stärken, und es kann durchaus sein, dass unter den Transfers noch eine Überraschung sein wird.» Weil FCL-Sportdirektor Frei im Zusammenhang mit dem Zeitfenster aber Einreiseformalitäten und Arbeitsbewilligungen erwähnt, kann davon ausgegangen werden, dass auch noch ein ausländischer Spieler zum FCL stossen wird.

Ambitionierte Europa-League-Pläne

Besonderes Augenmerk richtet man beim FC Luzern offenbar auch auf die Europa-League-Auftritte. Eine Offerte an die Grasshoppers, welche in Betracht gezogen hatten, ein europäisches Spiel in der Swissporarena auszutragen (weil der Zürcher Letzigrund im August wegen der Leichtathletik-EM besetzt ist), wurde nach reiflicher Überlegung vom FCL höflich zurückgezogen. Dies, weil der FCL selber den Anspruch hat, seinen Fans womöglich ein Spiel der 3. Qualirunde zu bieten und sich deshalb das Heimrecht nicht verscherzen wollte.

«Europacup-Spiele sind gut für den Entwicklungsprozess der FCL-Spieler», sagt Frei, «und wer weiss, mit etwas Losglück können wir sogar eine tolle Europa-League-Kampagne hinlegen.» Die ambitionierten Europa-Pläne sind durchaus legitim. Der FCL ist direkt für die 2. Runde qualifiziert, und in dieser wird einem in der Regel ein Gegner zugelost, der sportlich «auf Augenhöhe» ist. Die Auslosung findet am 23. Juni in Nyon statt.

Zugeknöpfter zeigt sich Frei, was die Super-League-Prognose betrifft. Ein Rang in der ersten Tabellenhälfte soll es dann schon sein, oder? Freis Antwort: «Logisch wollen wir nicht Achter oder Neunter werden.»

FCL-Testspiele

Samstag, 21. Juni (16.00 in Malters): Luzern - Winterthur.

Samstag, 28. Juni (16.00 in Buttisholz). Luzern - Schaffhausen.

Mittwoch, 2. Juli (19.00 in Nebikon): Luzern - Wil.

Samstag, 5. Juli: Testgegner und Spielort sind noch nicht fixiert.

Samstag, 12. Juli (16.00 in Sempach): Luzern - Biel.