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FUSSBALL: Die grosse FCL-Aufholjagd

Der FC Luzern spielt nicht zum ersten Mal eine hervorragende halbe Saison. Dem FCL gelingt diesmal aber eine sehr erfolgreiche Rückrunde: ein Novum.

Daniel Wyrsch

Berg-und-Tal-Fahrten während einer Saison haben beim FC Luzern Tradition. Auf jeden Fall seit dem Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse im Jahr 2006. Bereits in der dritten Saison in der Super Leage war für die Rückrunde eine klare Steigerung notwendig. Der damalige Trainer Rolf Fringer hatte das Team mit 2 Punkten aus 12 Spielen übernommen, der FCL war in der Rückrunde das fünftbeste Team und blieb via Barrage oben.

Nur, in der laufenden Saison war die Lage nach der Hinrunde ähnlich prekär wie damals; aus 18 Spielen hatte Luzern mit 13 Punkten nur einen Zähler mehr als in der Saison 2008/09. Doch die Rückrunde ist mit bisher 31 Punkten aus 16 Spielen grandios verlaufen nur Basel (33) ist erfolgreicher gewesen.

Vier Halbsaison-Topplatzierungen

In den letzten fünf Jahren erreichte der FCL vier Topplatzierungen: drei in der Vorrunde, eine in der Rückrunde (siehe Grafik). Angefangen in der Saison 2010/11, als der heutige Sportchef Fringer die Mannschaft direkt nach der Europa-League-Qualifikation zum Wintermeister-Titel führte. Doch früh schon kamen Spekulationen auf, wonach der erfolgreiche Trainer vor dem Einzug in die Swissporarena durch Murat Yakin ersetzt werden sollte. Damit war das gute Klima in der Equipe von Captain Hakan Yakin zerstört, Fringer musste in der Rückrunde gehen und wurde interimistisch durch Christian Brand ersetzt. In der Tabelle der zweiten Saisonhälfte belegte der FCL nur noch Rang 7, in der Endabrechnung verpasste man die Europacup-Teilnahme auf Platz 6 stehend.

Unter Murat Yakin waren die Luzerner in der Hinrunde (2.) erfolgreich und in der Rückrunde (4.) konnte ein Einbruch verhindert werden. Mit Schlussrang 2 und dem Cupfinal ist die Saison 2011/12 nach dem Meisterjahr 1989 die zweitbeste der Vereinsgeschichte.

Die Spielzeit 2012/13 war ein grosser Rückschritt, der FCL verschliss mit Yakin und Ryszard Komornicki zwei Trainer, der Ligaerhalt (8.) wurde erst unter Carlos Bernegger gesichert.

Völlig gegensätzlich verlief die Saison 2013/14: Von Platz 2 nach der Vorrunde stürzte Berneggers Team in der Rückrundentabelle auf Rang 8 ab trotzdem reichte es gesamthaft für den 4. Schlussrang und das europäische Ticket.

Babbel fordert Erfolgshunger

Seit dem 13. Oktober 2014 ist Markus Babbel Trainer des FCL, nachdem Bernegger in der laufenden Saison nicht auf den Erfolgsweg zurückfand, mit nur 5 Punkten aus 11 Spielen gehen musste. Babbel, der mit Luzern in 23 Partien 39 Zähler gewann, sagt über den schnell veränderten Fokus vom Abstiegskampf zum Kampf um die Europacup-Plätze: «Die Mannschaft hat etwas Heraus­ragendes geschafft, nun sind wir von einem Extrem ins andere gekommen.»

Für den Ex-Bayern-Profi war die klar verbesserte Physis der Spieler entscheidend, um in die Erfolgsspur zu kommen. In der Zehnerliga, in der ausser Basel und Thun alle Vereine Mühe haben, konstant zu sein, spielt die Einstellung eine grosse Rolle. Babbel erzählt von seinen überraschenden ersten Erkenntnissen in Luzern: «Nach einem gewonnenen Spiel hatte man sofort das Gefühl, wir hätten die Champions League gewonnen. Nach einer Niederlage hatte ich aber nie den Eindruck, dass eine Welt zusammenbrechen würde.»

Statt Genügsamkeit fordert Babbel «Gier nach Erfolg», damit ihm und dem FCL eine baldige Talfahrt erspart bleibt.

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