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FUSSBALL: Ehemaliger FCL-Präsident setzt sich für die Frauen ein

Die Frauen des FC Luzern wissen noch nicht, wo in Zukunft ihr Zuhause sein wird. Gut möglich, dass auch dank der Mithilfe von Mike Hauser alles beim Alten bleibt.
René Barmettler
Setzt sich für die Frauen ein: der ehemalige FCL-Präsident Mike Hauser. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Juni 2013))

Setzt sich für die Frauen ein: der ehemalige FCL-Präsident Mike Hauser. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Juni 2013))

Die FC Luzern-Innerschweiz AG lehnte es im vergangenen Herbst ab, den Frauenfussball in die Spitzensport-Abteilung aufzunehmen (wir berichteten). Unter anderem wurde dies folgendermassen begründet: «Neben dem finanziellen Aspekt ist das Platzproblem auf der Allmend der Hauptgrund.» Der Hintergrund: Der FCL hat sich beim Schweizerischen Fussballverband beworben, einen der rund sechs ausgeschriebenen nationalen Leistungsstützpunkte Junioren führen zu dürfen. Zu den Bedingungen gehört unter anderem, dass sämtliche Trainingsinfrastrukturen im Umkreis von einem Kilometer zu liegen haben. Erhält der FCL den Zuschlag, bliebe aus Sicht der AG nichts anderes übrig, als aus Platzgründen den Frauen ihre «Heimat» wegzunehmen. Deshalb käme Emmen als neues Zuhause für die vier Frauenteams (NLA, U19, U17, U15) in Frage.

Nun zeichnet sich eine Lösung ab, die der AG nicht gefallen dürfte. Es könnte sein, dass praktisch alles beim Alten bleibt. Am kommenden Donnerstag findet die Generalversammlung des Vereins FCL Breitensport statt. Unter diesem Dach sind auch die Sektionen Boccia und Volleyball zu finden. Die Versammlung wird darüber befinden, ob der Frauen-Spitzenfussball weiterhin dabeibleiben darf. Der Innerschweizerische Fussballverband (IFV) hat aus diesem Grund drei Botschafter, die für den Verbleib der FCL-Frauen einstehen, gewinnen können. Es sind dies Mike Hauser (ehemaliger FCL-Präsident), Kudi Müller (Ex-Spitzenfussballer) und Carlos Lima (Ex-Spitzenhandballer).

Es gibt noch Bedenken innerhalb des Vereins FCL

Hauser, Mitbesitzer des Luzerner Hotels Schweizerhof, wurde 2013 im FC Luzern durch einen hauptamtlichen Präsidenten (Ruedi Stäger) ersetzt. Nun setzt er sich für eine Sache ein, die der AG nicht gefallen dürfte. «Ich bin der Ansicht, dass das beste Frauenteam beim grössten Klub der Region angesiedelt sein soll», begründet Hauser sein Engagement. «Mir geht es ums Prinzip: Der Frauenfussball hat seine Daseinsberechtigung.» Allerdings hat sich im Verein Opposition gebildet. Dafür hat Hauser auch Verständnis. «Es gibt einen Respekt vor Risiken. Aber wir hoffen, dass wir die Bedenken aus dem Weg räumen können.» Es sind dies finanzielle Gründe, die zu Sorgen Anlass geben. «Ein Budget von 700 000 Franken, wie es ursprünglich angedacht war, ist sicher utopisch», so Hauser. Realistisch dürfte höchstens ein Drittel davon sein. «Zum Glück gibt es das Gefäss ‹Verein›, da sind die Frauen gut aufgehoben», ist Hauser überzeugt.

Morgen Samstag (17.00) findet auf der Allmend das letzte NLA-Frauen-Saisonspiel Luzern – Zürich statt. Gut möglich, dass es nicht das letzte an dieser Stätte sein wird.

René Barmettler

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch

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