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FUSSBALL: Ein doppeltes Wiedersehen

Francisco Rodriguez ist seit einem Jahr beim FC Luzern. Der filigrane Spieler erhält viel Vertrauen. Heute (16 Uhr, SRF zwei) spielt er mit dem FCL zu Hause gegen Ex-Verein FC Zürich und gegen seinen Bruder.
Daniel Wyrsch
Stark am Ball: Francisco Rodriguez (links) zuletzt in Sion. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Sion, 20. August 2017))

Stark am Ball: Francisco Rodriguez (links) zuletzt in Sion. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Sion, 20. August 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Francisco Rodriguez (21) freut sich auf ein spannendes Spiel gegen den Tabellenersten FC Zürich. Er sagt offen, was sich die Luzerner vorgenommen haben: «Unser Ziel muss ein Heimsieg sein.»

Für den Offensivmann Rodriguez ist die Partie in doppelter Hinsicht von Bedeutung. Er ist beim FCZ fussballerisch grossgeworden. Persönlich ist für ihn noch wichtiger, dass sein Bruder Roberto Rodriguez (27) für den FCZ spielen wird. Wenn Francisco über ihn spricht, dann ist der Zusammenhalt unter den Brüdern aus Schwamendingen spürbar. «Robi ist der älteste Bruder, seine Karriere ist lange schwieriger verlaufen als jene von Ricardo und mir.» Der FCL-Profi ist stolz, dass Roberto für Zürichs Stadtklub eine erfolgreiche Saison in der Challenge League spielte und nun auch in der Super League positiv gestartet ist. «Ich bin froh, dass Robi bei einem guten Klub wie dem FCZ zu einem Führungsspieler gereift ist.»

Duell der Brüder mit der Nummer 68

Auf dem Rasen der Swisspor-Arena werden die Brüder je mit der Rückennummer 68 einlaufen. «Das ist eine Hommage an unsere vor zwei Jahren viel zu früh verstorbene Mutter, sie hatte den Jahrgang 1968», erzählt Francisco Rodriguez. Dabei hatten die drei Söhne von Marcela, zu denen bekanntlich auch Nationalspieler Ricardo (25) zählt, bis vor zwölf Monaten alle mit der Nummer 34 gespielt. Die war beim FCL besetzt, «da hatte ich mich dazu entschieden, die 68 zu nehmen. Jetzt spielen wir drei Brüder alle mit dieser Zahl auf dem Rücken.» Ricardo seit diesem Sommer beim Weltverein AC Milan. Auch dessen Werdegang mache ihn froh, sagt «Cico», wie sie den Jüngsten der Familie seit jeher nennen.

Doch der wohl filigranste Spieler des aktuellen Luzerner Kaders gibt dann trotz aller Bruderliebe zu verstehen: «Während der 90 Minuten auf dem Platz ist mein Bruder Robi ein Gegner wie alle anderen beim FCZ.»

Francisco Rodriguez sagt über die Mannschaft von Trainer Uli Forte: «Das ist der Leader, der vom Aufstieg euphorisiert ist. Eine etwas ältere Mannschaft, deren Spieler fast alle über Super-League-Erfahrung besitzen.»

Zurück im Team ist Stürmer Raphael Dwamena (21). Sein 15-Millionen-Franken-Transfer in die Premier League zu Brighton ist am Freitag geplatzt, weil die Engländer nach den medizinischen Tests die Offerte zurückzogen. Ob er bereits heute wieder für Zürich anritt, ist fraglich.

Rodriguez hat in 29 Ligapartien für Luzern 7 Tore erzielt und 3 Assists gegeben. «Er geniesst bei uns viel Vertrauen, hat er doch grosses Potenzial», sagt FCL-Trainer Markus Babbel. «Cico» sei offensiv auf mehreren Positionen einsetzbar. Und: «Wenn er gut drauf ist, kann er Spiele entscheiden.»

Rodriguez wusste von den Qualitäten des neuen Teams

Francisco Rodriguez hat in den Startrunden einen positiven Eindruck hinterlassen. Er hält viel von seinem Arbeitgeber: «Ich wusste von Anfang an, dass der FCL eine gute Station für mich ist.» Er setze alles daran, mit Luzern etwas zu erreichen.»

Überzeugt ist er auch vom Team: «Nach dem Umbruch wurde viel Negatives berichtet.» Er habe stets gewusst, «dass unsere Mannschaft besser ist».

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