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FUSSBALL: Ein Meister für den FC Luzern

Cedric Ittens Familiengeschichte ist stark mit dem FC Basel verbunden. Trotzdem sieht der 19-Jährige seine Leihe zum FC Luzern vor allem als Chance.
Jonas von Flüe
Cedric Itten blickt in eine viel versprechende Zukunft. «Er wird eine Bereicherung für unser Spiel sein», sagt FCL-Sportkoordinator Remo Gaugler. (Bild Manuela Jans-Koch)

Cedric Itten blickt in eine viel versprechende Zukunft. «Er wird eine Bereicherung für unser Spiel sein», sagt FCL-Sportkoordinator Remo Gaugler. (Bild Manuela Jans-Koch)

Jonas von Flüe

Er ist erst 19 Jahre alt. Und doch hat Cedric Itten schon erlebt, wovon die meisten Spieler des FC Luzern nur träumen können: Er wurde Schweizer Meister. Zwar standen auch Jérôme Thiesson (2006/2007, FC Zürich) und Simon Grether (2013, FC Basel) im Kader eines Meisters, so richtig Teil der Meistermannschaft war aber nur Itten. «Ich habe mir das so oft vorgestellt», sagte Itten, als er Ende Mai auf dem berühmten Balkon oberhalb des Basler Barfüsserplatzes stand, «da oben zu stehen, ist ein unglaubliches Gefühl.»

Ittens Familiengeschichte ist stark mit dem FC Basel verbunden. In Allschwil, vor den Toren Basels aufgewachsen, gab es in der Familie immer nur ein Thema: den FCB. Schon Vater Thomas und Götti Christian Itten haben eine rotblaue Vergangenheit, sie spielten bei den Junioren mit Adrian Knup und Massimo Ceccaroni zusammen. «Durch sie bin ich zum Fussball gekommen», sagt Cedric Itten. Von den Old Boys wechselte er als Knirps in die U 11 des FCB. Schon als kleiner Bub besuchte er die Heimspiele im St.-Jakob-Park. Sein Idol: Marco Streller. «Wir haben ein paar Mal zusammen trainiert, und er hat mir zu meinem ersten FCB-Goal gratuliert. Menschlich und sportlich ist er ein Vorbild», meint Itten, der wie Streller im Sturm spielt.

Mehr Wert auf die Physis

Die kommende Saison bestreitet Itten aber nicht in Basel, sondern in Luzern. Der FCL hat ihn für ein Jahr ausgeliehen. Der 19-Jährige spielt erstmals ausserhalb von Basel – und steht plötzlich auf eigenen Beinen. Bis jetzt hat er noch gemeinsam mit der 16-jährigen Schwester bei seinen Eltern gewohnt, nun macht er sich in Luzern auf die Suche nach einer eigenen Wohnung. «Das Jahr in Luzern wird für mich ein persönlicher Lernprozess. Ich will mich auch abseits des Fussballplatzes weiterentwickeln», sagt Itten.

Der Wechsel zu einem der Rivalen bereitet ihm keine Mühe: «Luzern ist die Nummer 3 der Schweiz. Vieles ist hier ähnlich wie in Basel. Die Unterschiede sind nicht so riesig. Hier wird mehr Wert auf die Physis gelegt, in Basel mehr mit dem Ball gearbeitet.»

Ob rotblau oder blauweiss spiele für seine persönliche Entwicklung keine Rolle. Itten sieht die Leihe nach Luzern positiv. In Basel, da ist er realistisch genug, stünden ihm mit Marc Janko, Andraz Sporar und der Neuverpflichtung Seydou Doumbia mindestens drei Stürmer vor der Nase. «Meine Zukunft in Basel war ungewiss, denn die Konkurrenz im Sturm ist gross», sagt Itten. In Luzern hofft er auf möglichst viele Einsätze auf Super-League-Niveau. Bislang 12 Mal kam er in Basel zum Zug, ein Tor hat er erzielt. «Als Stürmer will ich meinen Teil zum Erfolg des FCL beitragen. Mein Ziel ist es, möglichst viele Goals zu schiessen», sagt er. In Luzern sind seine Einsatzchancen bedeutend grösser.

Körperbetontes Spiel

Beim FC Luzern ist man froh, dass sich Itten für ein Leihgeschäft entschieden hat. Trainer Markus Babbel sagt: «Er hat bereits gezeigt, was er alles kann.» Und Sportkoordinator Remo Gaugler meint: «Ich bin sicher: Cedric wird eine Bereicherung für unser Spiel sein.» Der 1,90 m grosse Stürmer ist für sein körperbetontes Spiel bekannt und auf dem Platz «viel unterwegs», wie Itten selber sagt.

Itten fühlt sich in Luzern wohl, wurde nach eigenen Angaben gut aufgenommen und hat in Nicolas Haas, Joao Oliveira und Remo Arnold Kollegen gefunden, die er bereits aus Nationalmannschaftszusammenzügen kennt. Zudem erhalte er von den Routiniers Claudio Lustenberger und Marco Schneuwly wertvolle Tipps. «Von Marco kann ich noch viel lernen», sagt er.

Leichte Entzündung im Knie

Beim ersten Test gegen Winterthur kam er während 45 Minuten zum Einsatz. Ob er heute gegen Austria Lustenau spielt, ist ungewiss. Denn Itten musste zuletzt mit dem Training aussetzen, weil seine Knie leicht entzündet waren. «Das hat mit dem Wachstum zu tun», erklärt er.

Itten ist zwar bereits Schweizer Meister. Aber als 19-Jähriger befindet er sich halt immer noch in der Entwicklung.

HINWEIS

Samstag, 16.00 (Allmend, Platz 6): Luzern - Austria Lustenau (2. österreichische Liga).

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