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FUSSBALL: Ein Punkt im Wallis ist immer gut

Der FC Luzern spielt in Sion ein 1:1-Unentschieden. Für das einzige Tor der Luzerner ist erneut Pascal Schürpf zuständig. Dabei hatte er die gesamte Wintervorbereitung verletzt verpasst.
Raphael Gutzwiller, Sion
Pascal Schürpf, der aktuelle Goalgetter des FC Luzern, markiert an Sion-Goalie Kevin Fickentscher vorbei das 1:1. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Sion, 4. März 2018))

Pascal Schürpf, der aktuelle Goalgetter des FC Luzern, markiert an Sion-Goalie Kevin Fickentscher vorbei das 1:1. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Sion, 4. März 2018))

Raphael Gutzwiller, Sion

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

Und dann stand Pascal Schürpf wieder richtig. Der Pass des neuen FCL-Spielmachers Valeriane Gvilia kam genau in seinen Lauf. Plötzlich stand Schürpf alleine vor Sion-Torhüter Kevin Fickentscher. Im Stile eines Goalgetters lupfte er den Ball zum 1:1-Ausgleich ins Walliser Tor. Es sollte das letzte Tor des Spiels gewesen sein, und zur Punkteteilung in diesem für beide Teams eminent wichtigen Spiel führen. Erneut ist Schürpf der einzige FCL-Torschütze: In der Vorwoche gegen den FC Thun (2:1) hatte er einen Doppelpack «geschnürt».

Dennoch zeigte sich der Mann der Stunde beim FC Luzern nach Spielende nicht ganz glücklich. «Klar freue ich mich, dass es wieder mit einem Tor geklappt hat. Aber ich hatte noch zwei weitere Torchancen. Das nervt mich, weil wir hier vielleicht sogar drei Punkte hätten mitnehmen können.»

«Freue mich, auf dem Platz zu stehen»

Tatsächlich wäre für die aufsässigen Luzerner in der zweiten Halbzeit sogar noch mehr möglich gewesen. Doch ein ums andere Mal scheiterten die FCL-Spieler an einem glänzend reagierenden Fickentscher. Zum Ende benötigte der FCL aber auch Glück, als zuerst Torhüter Jonas Omlin mehrfach retten musste und später Schiedsrichter Jancevski nicht auf Penalty entschied (siehe Box). Trainer Gerardo Seoane hielt am Ende fest, ein Punkt im Wallis sei immer gut.

Den Punkt hatte man denn auch dem Torschützen Pascal Schürpf zu verdanken. Es erstaunt auf den ersten Blick, dass der Basler ausgerechnet jetzt in der besten Form ist, seit er vor rund einem Jahr zum FC Luzern wechselte. Wegen einer Muskelverletzung hatte der 28-Jährige nämlich die Vorbereitung auf die Rückrunde komplett verpasst. Doch vielleicht ist es gerade die überstandene Verletzung, die Schürpf befreit aufspielen lässt. «Ich freue mich im Moment einfach, wieder auf dem Platz stehen und spielen zu können», sagt er. Trainer Seoane gab Schürpf erneut das Vertrauen, obwohl der australische Nationalstürmer Tomi Juric nach abgesessener Gelbsperre wieder ins Team zurückkehrte. Schürpf rückte deshalb vom Mittelsturm auf die linke Aussenbahn.

Die FCL-Devise bleibt: «Spiel für Spiel nehmen»

Auch der Luzerner Trainer Seoane hatte nach dem Spiel lobende Worte für seinen neuen Goalgetter übrig: «Pascal zeichnet sich durch grosse Torgefahr aus. Er lebt von seiner Mentalität und ist im Kopf bereit. Darum ist er im richtigen Moment am richtigen Ort.»

Der FC Luzern bleibt durch das Unentschieden in Sion auch im fünften Spiel unter dem neuen Cheftrainer Gerardo Seoane ungeschlagen. Der Punkt beim Tabellenletzten Sion ist sehr wichtig im Kampf um den Ligaerhalt, wie ein Blick auf die Tabelle zeigt. Der FCL bleibt weiterhin zehn Punkte vor dem Abstiegsplatz. Doch die Tabelle ist den Spielern des FC Luzern im Moment egal, sagen sie nach dem Spiel unisono. «Spiel für Spiel nehmen», lautet die Devise, die Seoane vorlebt. Deshalb sagt Torschütze Schürpf auf die Frage, ob man noch im Abstiegskampf sei, auch: «Wichtig ist, dass wir alle an einem Strang ziehen und so weitere Punkte holen.»

Ganz getreu dem Motto «Spiel für Spiel nehmen», ist der Basler Pascal Schürpf mit seinen Gedanken kaum nach Abpfiff in Sion schon beim nächsten Gegner. Der FC Basel ist nächsten Sonntag (16.00) in der Innerschweiz zu Gast. «Ich bin mir sicher, dass wir den Schwung aus den letzten Spielen auch gegen den FCB mitnehmen können.»

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