FUSSBALL: Eine bittere Enttäuschung am 114. Geburtstag

Kein Freudentag für den FC Luzern am 114. Geburtstag: Nach der 0:1-Niederlage nimmt das Team von Trainer Markus Babbel einen Platz im langgezogenen Mittelfeld ein.

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Luzerns Marco Schneuwly (links) im Duell mit seinem Ex-Kollegen Alain Wiss. (Bild: Philipp Schmidli)

Luzerns Marco Schneuwly (links) im Duell mit seinem Ex-Kollegen Alain Wiss. (Bild: Philipp Schmidli)

Eine Standardsituation in der 54. Minute stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Tréand, der am Vortag Vater geworden war, zirkelte einen Freistoss aus 25 Metern ins Netz. Unhaltbar schien der Schuss nicht. Doch es wäre gar einfach, die Schuld an der Niederlage dem Goalie David Zibung in die Schuhe zu schieben. Denn in erster Linie verpassten es seine Vorderleute, für klare Verhältnisse zu sorgen.

Luzern war zumindest bis zum Gegentreffer die klar bessere Mannschaft. Mit viel Engagement und Laufarbeit suchten die Gastgeber fast pausenlos den Torerfolg. Allerdings waren die klaren Torchancen eher selten, weil es oft im entscheidenden Moment an der nötigen Präzision fehlte. Die beste Chance vergaben die Luzerner in der 21. Minute, als Innenverteidiger Tomislav Puljic mit seinem Kopfball nur die Latte traf.

Frust bei Luzerns Claudio Lustenberger, Remo Freuler und Jakob Jantscher (von links) nach dem Spiel. (Bild: Philipp Schmidli)
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Luzerns Jakob Jantscher (rechts) gegen St. Gallens Mario Mutsch (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Marco Schneuwly (links) und Dario Lezcano nach einer verpassten Chance. (Bild: Philipp Schmidli)
Kopfballduell zwischen Luzerns Marco Schneuwly (rechts) und dem ehemaligen Teamkollegen Alain Wiss (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Clemens Fandrich (rechts) gegen St. Gallens Dejan Janjatovic (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Marco Schneuwly (links) gegen St. Gallens Alain Wiss (Bild: Philipp Schmidli)
Luzern-Trainer Markus Babbel gibt Anweisungen an seine Spieler. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Dario Lezcano hadert nach einer verpassten Chance. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Tomislav Puljic am Boden nach einer verpassten Chance. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Dario Lezcano (rechts) gegen St. Gallens Roy Gelmi. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Jakob Jantscher (rechts) gegen den St. Galler Mario Mutsch. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Luzerns Tomislav Puljic (rechts) gegen St. Gallens Everton. (Bild: Photopress / Alexander Wagner)
Luzerns Marco Schneuwly (rechts) gegen St. Gallens Everton. (Bild: Photopress / Alexander Wagner)
St. Gallens Marco Aratore stolpert im Luzerner Strafraum, Luzerns Claudio Lustenberger schaut zu spät. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Luzerns Remo Freuler am Ball vor dem St. Galler Everton Luiz. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
FCL-Spieler Dario Lezcano (rechts) vor dem St. Galler Roy Gelmi am Ball. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Luzerns Dario Lezcano (rechts) gegen St. Gallens Mario Mutsch. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Luzerns Dario Lezcano am Ball. (Bild: Photopress / Alexander Wagner)
Luzern Remo Freuler (rechts) gegen den St. Galler Dejan Janjatovic (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Die Luzerner Clemens Fandrich (links) und Claudio Lustenberger (rechts) nehmen den St. Galler Geoffrey Treand in die Bresche. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Luzerns Marco Schneuwly gegen St. Gallens Roy Gelmi. (Bild: Photopress / Alexander Wagner)
Luzerns Remo Freuler in einer Strafraumszene. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)

Frust bei Luzerns Claudio Lustenberger, Remo Freuler und Jakob Jantscher (von links) nach dem Spiel. (Bild: Philipp Schmidli)

St. Gallen beschränkte sich lange Zeit darauf, den Gegentreffer zu verhindern. Dass die Ostschweizer in dieser Saison erst vier Tore, dasjenige von Tréand mitgezählt, erzielt haben, überraschte keinen der 9802 Zuschauer in der Swissporarena. Erst als Luzern mit viel Risiko den Ausgleich suchte und sich die Räume für die St. Galler Konter öffneten, zeigte sich der Sturm der Gäste. Dejan Janjatovic traf in der 84. Minute nur die Latte, Dzengis Cavusevic, Albert Bunjaku und Marco Aratore vergaben weitere Möglichkeiten in der Schlussphase.

Der Gegentreffer hatte den Elan der Luzerner deutlich gebremst. Trotzdem tauchten sie vereinzelt vor dem erneut starken St. Galler Keeper Daniel Lopar auf. Nach einer guten Stunde schloss Lezcano eine schöne Kombination mit einem Schuss übers Tor ab. Und in der 82. Minute rettete Lopar gegen Marco Schneuwly. Mindestens ein Unentschieden hätten die Gastgeber für ihren Aufwand verdient gehabt. Nun stehen sie nach fünf Runden nur mit fünf Punkten da und daheim warten sie auch nach dem dritten Auftritt noch auf den ersten Erfolg.

HINWEIS: FC Luzern - FC St. Gallen: So lief das Spiel »

Luzern - St. Gallen 0:1 (0:0)

9802 Zuschauer. - SR Hänni. - Tor: 53. Tréand 0:1.

Luzern:Zibung; Thiesson, Affolter, Puljic, Lustenberger; Fandrich (70. Hyka), Kryeziu (81. Cirjak), Freuler, Jantscher; Schneuwly, Lezcano.

St. Gallen: Lopar; Mutsch (51. Angha), Wiss, Gelmi, Facchinetti; Tréand (67. Lang), Everton, Janjatovic, Aratore; Mathys, Bunjaku (81. Cavusevic).

Bemerkungen: Luzern ohne Aliti, Oliveira, Rogulj, Sarr und Schachten (alle verletzt). St. Gallen ohne Lässer, Russo und Tafer (alle verletzt). 21. Kopfball von Puljic an die Latte. 84. Lattenschuss von Janjatovic. Verwarnungen: 39. Fandrich (Foul). 43. Janjatovic (Unsportlichkeit). 52. Puljic. 62. Kryeziu. 84. Facchinetti. 90. Schneuwly. 92. Affolter (alle Foul).

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si/rem