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FUSSBALL: «Endlich 1:0 oder 2:0 führen»

FCL-Spielmacher Markus Neumayr (30) steht für schönen Fussball. Heute (16 Uhr) zu Hause gegen St. Gallen zählen aber für den Deutschen nur drei Punkte.
Daniel Wyrsch
Will die «Maschinerie wieder zum Laufen bringen»: Markus Neumayr.Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 20. Juni 2016)

Will die «Maschinerie wieder zum Laufen bringen»: Markus Neumayr.Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 20. Juni 2016)

Markus Neumayr, Sie schauen sich stets die ganzen Spiele zu Hause nochmals am TV an. Ihnen dürfte bezüglich Abwehrverhalten nach dem 0:3 in Basel aufgefallen sein, dass Sie bei den ersten beiden Gegentoren involviert waren. Sehen Sie das auch so?

Wir sind alle bei den Gegentoren irgendwo involviert. Klar, beim ersten, beim zweiten und auch beim dritten Tor der Basler war ich beteiligt. Es ist immer eine Verkettung von Fehlern, aber es ist sicher so, dass Delgado beim 0:1 in meinem Rücken weglief und zum Abschluss kam. Beim 0:2 versuchte ich Delgado an der Mittellinie zu foulen, doch der stellte seinen Körper dazwischen.

Gegen St. Gallen verlangt Trainer Markus Babbel jetzt eine 100-prozentige Solidarität. Das heisst: Alle müssen die Abwehr unterstützen und das eigene Tor verteidigen. Ist diese Botschaft definitiv bei Spielmacher Markus Neumayr angekommen?

Das war schon immer so. Ich bin immer einer, der versucht, das Maximum herauszuholen, ob wir im Ballbesitz sind oder den Ball zurückerobern wollen. Das zeigt auch meine Laufleistung in Basel, wo ich auf 12 Kilometer gekommen bin. Dieser Wert zeigt, dass ich die Wege nach hinten gehe. Nur war die Aufgabe gegen Basel im zentralen Mittelfeld zu zweit mit Christian Schneuwly gegen Serey Die, Taulant Xhaka und Delgado nicht einfach. Alle drei auszuschalten, war nicht zu 100 Prozent möglich.

Das letzte Spiel gegen St. Gallen ging 0:3 verloren und war der Beginn einer Negativserie von sechs Partien mit nur einem Punktgewinn. Ist die Pleite von St. Gallen also der Schnitt gewesen zwischen dem starken Saisonstart und dem bis dato anhaltenden Tief?

Im Nachhinein kann man das so sehen. Wenn man die Spiele genau analysiert, dann sind sicher sehr gute Leistungen darunter gewesen. Zum Beispiel die Partie gegen GC, als wir mit zehn Mann besser waren, oder gegen Sion, als wir ebenfalls hätten gewinnen müssen, statt in der letzten Sekunde das 2:2 hinzunehmen.

Ärgern Sie solche Punkteverluste besonders?

Das sind schon Dinge, die mich als Spieler wurmen und die einen länger begleiten als ein klares 0:3 in St. Gallen, weil an diesem Tag jeder unter seinem Leistungsvermögen spielte.

Diskussionen um die versprochenen Punkteprämien für den erfolgreichen Start hatten aber just vor jener schwachen Leistung in St. Gallen stattgefunden. Führte das womöglich zum Einbruch des FCL?

Natürlich wird ein solches Thema in den Medien plattgetreten. Ich denke, darüber wurde schon genug gesprochen, da müssen wir nicht weiter darüber diskutieren. Das hat uns damals nicht unbedingt geholfen, und deshalb möchte ich das Thema ruhen lassen, weil die Sache abgeschlossen ist.

Ist der Absturz von Platz 2 auf 7 also die Folge einer Resultatkrise und entspricht nicht den erbrachten Leistungen?

Ich sehe das genau so! Und trotzdem ist es im Fussball so, dass die Leistungen und die Ergebnisse stimmen müssen. In der Tabelle bekommst du schon das, was du im Endeffekt auf dem Platz gezeigt hast. Wenn wir St. Gallen besiegten und dabei spielerisch nicht überzeugten, würde ich das in Kauf nehmen.

Die Leichtigkeit des Toreschiessens ist zuletzt ebenfalls verloren gegangen. Was können Sie als Spielmacher unternehmen, damit der FCL wieder öfter trifft?

Abgesehen vom Match in Basel hatten wir immer genug Torchancen. Zuvor gegen GC hatten wir so viele Möglichkeiten wie noch nie, schon gegen Sion und Lausanne besassen wir Chancen. Ich glaube, wir müssen endlich 1:0 oder 2:0 in Führung gehen, damit die ganze Maschinerie wieder anfängt zu laufen. Rückständen mussten wir zuletzt zu oft hinterherlaufen.

Interview: Daniel Wyrschdaniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Bild: Grafik Oliver Marx

Bild: Grafik Oliver Marx

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