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FUSSBALL: Endlich wieder ein FCL-Sieg

Dem FC Luzern gelingt nach neun Partien ohne Vollerfolg im Heimspiel gegen den FC St. Gallen ein 3:0. Die Mannschaft hat dem enormen Druck standgehalten.
Daniel Wyrsch
Luzerns Stürmer Shkelqim Demhasaj (Mitte) trifft via Penalty-Nachschuss zum 2:0. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 5. November 2017))

Luzerns Stürmer Shkelqim Demhasaj (Mitte) trifft via Penalty-Nachschuss zum 2:0. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 5. November 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Die Erleichterung bei den Spielern des FC Luzern war nach dem 3:0 greifbar. Im Anschluss an den solidarischen, engagierten Auftritt lagen sie sich in den Armen, konnten zusammen mit den Fans nach fast drei Monaten Unterbruch wieder einen Sieg feiern. Dazu haben die Luzerner gegen den FC St. Gallen sogar etwas für die bislang mangelhafte Torbilanz getan – und beim dritten Saisonsieg erstmals mehr als zwei Tore geschossen.

Trotzdem stand bei den Feierlichkeiten Torhüter Jonas Omlin im Mittelpunkt. Den Namen des beliebten Obwaldners skandierten die Anhänger immer wieder. Eine Zuschauerin hatte sogar ein Transparent gemacht, bat den 23-Jährigen um dessen Handschuhe. Diese überbrachte er ihr – gemeinsam mit seinem Vorgänger David Zibung.

Nicht zufällig bekam Omlin gestern am meisten Applaus. Seit Wochen schon spielt er als Einziger in der Mannschaft auf einem konstant guten Niveau, gegen St. Gallen setzte er noch einen drauf, hielt zuerst einen Freistoss von Danijel Aleksic (8.) reflexstark und war auch später bei guten Torchancen der Ostschweizer stets zur Stelle. St.-Gallen-Coach Giorgio Contini stellte zu Recht fest: «Omlin hatte einen sehr guten Tag. Er hat massgeblichen Anteil daran, dass wir den 1:1-Ausgleich in der ersten Halbzeit nicht erzielen konnten.»

Contini ärgerte sich, dass seine Mannschaft die Gelegenheiten nicht nutzen konnte. Allerdings war auf der Gegenseite eine FCL-Mannschaft am Werk, die ein ganz anderes Gesicht zeigte als noch vor einer Woche beim schwachen Auftritt in Lugano, wo die verdiente 0:1-Niederlage das Abrutschen ans Tabellenende bedeutet hatte.

Hervorragender Start hat Luzern in die Karten gespielt

Die Innerschweizer gingen vor knapp 9500 Zuschauern sehr beherzt in diese Partie, die wegen der eindeutigen Vorgaben der Vereinsleitung als Schicksalsspiel für Trainer Markus Babbel angekündigt worden war. Schon in der 2. Minute befreite sich das Team erstmals ein Stück weit vom enormen Druck, der auf ihm lastete. Eine Flanke von Christian Schneuwly wehrten die St. Galler ungenügend ab, Francisco Rodriguez schoss den Ball präzise zum 1:0 ein.

Christian Schneuwly traf danach die Lattenoberkante (10.), ehe die Gäste nach der Auftaktviertelstunde das Spieldiktat übernahmen.

Doch zum Start der zweiten Halbzeit dominierte wieder der FCL. Karim Haggui foulte Tomi Juric im Strafraum, der Australier blieb mit dem Penalty aber an St.-Gallen-Keeper Daniel Lopar hängen. Doch im Nachschuss erzielte Shkelqim Demhasaj das 2:0 (51.). Drei Minuten später schoss Juric dann doch noch sein fünftes Saisontor mittels eines Weitschusses zum 3:0. Als Silvan Hefti gegen Schneuwly ein Notbremsefoul beging und deswegen in der 56. Minute mit Rot vom Platz musste, war die Partie gelaufen – und Luzern die rote Laterne nach einer Woche bereits wieder los.

Der am meisten Gefeierte blieb nach der Befreiung für das Team und Babbel realistisch. Omlin warnte: «Das ist ein unglaublich wichtiger Sieg, aber in zwei Wochen geht es in Lausanne weiter. Dann müssen wir wieder so parat sein!»

Luzern – St. Gallen 3:0 (1:0)

9470 Zuschauer. – SR Klossner.

Tore: 2. Rodriguez 1:0. 51. Demhasaj 2:0. 54. Juric 3:0.

Luzern: Omlin; Grether, Alves, Ziegler, Sidler (73. Ugrinic); Rodriguez (84. Kutesa), Custodio (15. Kryeziu), Schulz, Schneuwly; Demhasaj, Juric.

St. Gallen: Lopar; Lüchinger, Haggui, Hefti, Gönitzer; Wiss; Aleksic, Kukuruzovic (46. Ben Khalifa), Tschernegg, Aratore (66. Musavu-King); Buess (82. Taipi).

Bemerkungen: Luzern ohne Lustenberger, Schwegler, Follonier, Arnold und Schindelholz (alle verletzt), St. Gallen ohne Toko, Wittwer und Adonis Ajeti (beide verletzt). 10. Schuss von Schneuwly streift Latte. 56. rote Karte gegen Hefti (Notbremse). 51. Lopar pariert Foulpenalty von Juric (Demhasaj verwertet Abpraller). Verwarnungen: 38. Rodriguez (Foul). 45. Sidler (Foul). 68. Tschernegg (Foul). 88. Ben Khalifa (Foul).

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