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FUSSBALL: Erinnerung an goldenen Herbst

Der FC Luzern kann am Samstag mit einem Sieg in Basel wie vor drei Jahren «Wintermeister» werden. Der damalige Trainer Rolf Fringer warnt vor zu viel Euphorie.
Jonas von Flüe / Neue Lz
2010: Luzerns Trainer Rolf Fringer (links) und sein Assistent Petar Aleksandrov feiern auf dem Gersag viele Siege. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

2010: Luzerns Trainer Rolf Fringer (links) und sein Assistent Petar Aleksandrov feiern auf dem Gersag viele Siege. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

«Der FC Luzern steigt ab.» Über diese Aussage dürfte in diesen Tagen im Umfeld des FC Luzern häufig gelacht werden. Sie stammt vom 62-fachen Internationalen Kubilay Türkyilmaz, der vor der Saison im «Blick» prophezeite, dass der FCL am Saisonende auf dem letzten Platz stehen würde. Bekanntlich sieht die Realität ganz anders aus. Mit einem Auswärtssieg am Samstag (19.45 Uhr) in Basel können die Luzerner den FCB überholen und die Vorrunde als Leader beenden.

Bernegger bleibt auf dem Boden

Doch statt Euphorie herrscht im Lager des FC Luzern Zurückhaltung. Das Wort «Wintermeister» will keiner in den Mund nehmen. «Trotz dieser guten Ausgangslage dürfen wir nicht euphorisch werden», sagt Trainer Carlos Bernegger. «Wir dürfen nicht denken, dass es immer so gut läuft. Wir müssen auf dem Boden bleiben», fährt er fort.

Captain Michel Renggli (33) ist erfahren genug, um die momentane Tabellenlage richtig einzuschätzen. «Wir waren ja schon mal Wintermeister, sind dann aber noch ziemlich abgestürzt», erinnert er sich. Vor drei Jahren stand der FCL am Ende der Vorrunde auf Platz 1. Mit 33 Punkten auf dem Konto, einen Zähler vor Basel und zwei vor dem FC Zürich. In der Rückrunde folgte zuerst die Entlassung von Trainer Rolf Fringer (56), dann der Absturz auf Rang 6. «Der Wintermeistertitel wäre schön für die Leute und eine tolle Leistung. Er muss allerdings mit Vorsicht genossen werden», weiss auch Rolf Fringer. Denn die Mannschaften an der Tabellenspitze seien dicht beieinander.

Fringer blickt gerne auf den Herbst im Jahr 2010 zurück, als seine Mannschaft für Furore sorgte. «Wir erzielten unheimlich viele Tore, unsere Spiele waren spektakulär. Zusammen mit den Fans entwickelte sich im Gersag eine Dynamik. Wir haben alle gerne dort gespielt. Und bis zur Winterpause haben alle am selben Strick gezogen – danach leider nicht mehr», erklärt er sich die damalige Erfolgsserie – und den Absturz in der Rückrunde. Ähnlich wie heute seien die Erwartungen gering gewesen, sodass ohne Druck gearbeitet werden konnte.

Fringer sieht weitere Parallelen: «Der FC Luzern kann die Vorrunde nur als Leader abschliessen, wenn es keine Überfliegermannschaft gibt. Der Favorit muss also stagnieren, so wie es der FC Basel momentan tut.» Wenn der FCB nicht überraschend Punkte liegen gelassen hätte, stünde der FCL nicht vor der Chance, «Wintermeister» zu werden. Dazu trägt natürlich die Doppelbelastung von Meisterschaft und Champions League viel bei. Schon 2010 spielte der FCB in der Champions League, schwächelte aber in der Meisterschaft.

Weichenstellung im Frühling

Eine Prognose für das samstägliche Spiel gibt Fringer keine ab. Er ist jedoch überzeugt, dass es für den FCL von Vorteil ist, dass Basel drei Tage nach dem gestrigen Spiel auf Schalke wieder einen Ernstkampf bestreiten muss. «Der FCB hat ein happiges Programm, die Spieler werden am Samstag Mühe haben, an ihre Grenzen zu gehen», sagt Fringer. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Weichen um den Meistertitel sowieso erst in der Rückrunde gestellt werden. Vor einem Jahr führte GC die Rangliste vor Basel an, Meister wurde bekanntlich dennoch der FCB. «Wenn alles normal läuft, wird Basel auch im nächsten Frühjahr davonziehen», sagt Fringer. Dennoch rät er den Luzernern, dass sie den momentanen Erfolg geniessen und auf die starke Vorrunde stolz sein sollen.

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