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FUSSBALL: Erster Matchball für den FCL

Der FC Luzern will in den letzten zwei Runden Platz 3 verteidigen, Ziel ist die Europa League. Heute (16.00) tritt er bei seinem unbeliebtesten Gegner FC St. Gallen an.
Daniel Wyrsch
So sieht Luzerner Penaltyjubel aus: Markus Neumayr (links) nach dem 1:0 gegen Vaduz im April; Jakob Jantscher (rechts) nach dem 1:0 im Mai gegen die Grasshoppers. (Bild: Keystone/Urs Flüeler/Dominik Wunderli)

So sieht Luzerner Penaltyjubel aus: Markus Neumayr (links) nach dem 1:0 gegen Vaduz im April; Jakob Jantscher (rechts) nach dem 1:0 im Mai gegen die Grasshoppers. (Bild: Keystone/Urs Flüeler/Dominik Wunderli)

daniel wyrsch

Im letzten Spiel in der St. Galler AFG-Arena, die ab der neuen Saison Kybunpark heissen wird, trifft der FC Luzern auf seinen unangenehmsten Gegner der Saison. Der FC St. Gallen hat alle drei Meisterschaftsduelle gegen den FCL 1:0 gewonnen. Nur im Cup-Achtelfinal setzte sich Luzern in St. Gallen 3:2 durch.

Seither sind sieben Monate vergangen. St. Gallen hat sich erst am letzten Montag mit dem 3:0-Heimsieg gegen Zürich den Ligaerhalt gesichert. Der FCL erholte sich von fünf Niederlagen zum Rückrundenstart und dem Cup-Aus im Halbfinal gegen Lugano und steht zwei Runden vor dem Saisonende auf Platz 3.

Ausgangslage

Luzern hat zwei Matchbälle, um sich wie 2010, 2012 und 2014 einen Platz in der Europa-League-Qualifikation zu sichern: heute (16.00) in St. Gallen und am nächsten Mittwoch (20.30) zu Hause gegen den Direktrivalen Sion. FCL-Trainer Markus Babbel stellt klar: «Wir haben das grosse Ziel Europa League. Die sensationelle Ausgangslage wollen wir uns nicht mehr nehmen lassen.»

Falls Luzern in St. Gallen siegt und zumindest einer der Verfolger GC (gegen Thun) und Sion (gegen Zürich) verliert, hat der FCL schon eine Runde vor Schluss Platz 4, der als letzte Rangierung für die Europa-League-Qualifikation berechtigt, auf sicher. Sion würde dann auch ein Unentschieden gegen den FCZ nicht reichen, Luzern am Ende mit einem Sieg im Direktspiel einzuholen.

Aufstellung

Da Mittelfeldspieler Markus Neumayr und Linksverteidiger Claudio Lustenberger wieder fit sind, verfügt der FCL über mehr Alternativen. Babbel findet, er habe dank der Rückkehr der Routiniers nun eine «schöne Qual der Wahl». Weil sein Team in den letzten drei Partien gegen Vaduz, GC und Basel drei Siege mit dem Gesamtskore von 9:1 Toren feierte, ist der Coach allerdings unschlüssig, ob er die erfolgreiche Mannschaft personell verändern will. Das ungeschriebene Gesetz lautet bekanntlich: «Never change a winning team!»

Hochform

Von den Luzernern kann man sagen, dass sie in einer glänzenden Form sind. Aus den letzten elf Partien holten sie 24 Punkte. Nur zwei Zähler fehlen, dann hat man die gute Vorrundenbilanz (26 Punkte) egalisiert. Babbel findet, dass seine Spieler beim 4:0-Heimsieg gegen Meister Basel gezeigt hätten, «dass sie den Spirit ausnützen wollen». Obwohl beim FCB mehrere Stammkräfte fehlten, glaubt der FCL-Coach: «Selbst Basels 1a-Ausgabe hätte mit uns Mühe gehabt.»

Penaltyserie

Bei aller Freude über die Serie von drei Siegen hintereinander darf nicht vergessen werden, dass die Innerschweizer unter anderem auch von Penaltyentscheiden profitierten. Gegen Vaduz (2:1) und Basel (4:0) erhielten sie je einen Elfmeter zugesprochen, gegen GC (3:0) waren es sogar deren zwei. Umstritten waren zumindest die Strafraumszenen gegen GC. Alle vier FCL-Penaltys vollstreckte Jakob Jantscher mit einer bemerkenswerten Kaltschnäuzigkeit, Schärfe und Präzision.

Penaltyschütze

Sollte Neumayr heute wie erwartet zum Comeback kommen und käme es erneut zu einem Elfmeter zu Gunsten von Luzern, würde dann Jantscher oder Neumayr den Penalty schiessen? Babbel: «Ich habe das Gefühl, dass sich dann Markus Neumayr durchsetzen würde.» Neumayr verwertete vor der Entzündung des Schleimbeutels alle seine drei Elfer.

FC St. Gallen

«St. Gallen hat uns in dieser Saison extrem weh getan», stellt Babbel fest. Nach drei 0:1-Pleiten soll das vierte Duell gegen die Ostschweizer gewonnen werden. «Dazu benötigen wir gegen zähe St. Galler Zweikampfhärte und Konsequenz im Abschluss», so Babbel.

Qualifikationsvorteil

Falls der FCL Platz 3 verteidigt, müsste er erst in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League am 28. Juli und am 4. August einsteigen. Der Viertplatzierte der Super League muss bereits am 14. und am 21. Juli zur 2. Quali-Runde antreten. Um an der lukrativen Gruppenphase (2,5 Millionen Franken Startgage) teilzunehmen, ist die letzte Hürde das Playoff von 18. und 25. August. Übrigens: Der FCL schied 2010 (Utrecht/Ho), 2012 (Genk/Be) und 2014 (St. Johnstone/Scho) sofort aus. Jahmir Hyka meint: «Das letzte Aus gegen die Schotten war unnötig, so etwas dürfte uns dieses Mal nicht mehr passieren.»

So sieht Luzerner Penaltyjubel aus: Markus Neumayr nach dem 1:0 gegen Vaduz im April. (Bild: Keystone)

So sieht Luzerner Penaltyjubel aus: Markus Neumayr nach dem 1:0 gegen Vaduz im April. (Bild: Keystone)

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