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FUSSBALL: Familie bangt um Friedel Rausch

FCL-Meistertrainer Friedel Rausch liegt heute, an seinem 75. Geburtstag, in einem Luzerner Spital. Sohn Ingo (51) meint nach dem Kreislaufkollaps des Vaters: «Wir sind etwas geschockt.»
Friedel Rausch 2011 in der Siwssporarena während des Heimspiels gegen den FC Thun. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Friedel Rausch 2011 in der Siwssporarena während des Heimspiels gegen den FC Thun. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Daniel Wyrsch

Alles war geplant gewesen für eine schöne Feier zum 75. Geburtstag von Friedel Rausch. Heute Freitag hätte der erfolgreichste Trainer der 114-jährigen Geschichte des FC Luzern dieses besondere Wiegenfest mit der Familie und Freunden gefeiert. Es ist alles anders gekommen. Nicht weit von seinem Zuhause in Kriens erlitt Rausch am Sonntagnachmittag einen Kreislaufkollaps. Sofort wurde er in ein Luzerner Spital gebracht, wo genau abgecheckt wird, was die Ursachen für den plötzlichen Zusammenbruch sind. Sein Sohn Ingo Rausch (51) sagte unserer Zeitung gestern Abend am Telefon: «Ich habe meinen Vater am Samstagabend noch topfit erlebt. Wir sind selber etwas geschockt über das, was passiert ist.» Denn Rausch wanderte erst noch auf dem Wirzweli, ging spazieren und fühlte sich fit.

Für die Angehörigen ansprechbar

Die Familie macht sich grosse Sorgen um Friedel Rausch. Auf die Frage, wie es seinem Vater geht, antwortete Ingo: «Ich muss leider sagen, nicht so gut.» Er sei zwar ansprechbar, aber nur für die Familienangehörigen nicht für andere Personen. «Friedel braucht jetzt absolute Ruhe», hatte bereits Ehefrau Marlies zur deutschen Boulevardzeitung «Bild» gesagt, die mit dem Jubilaren ein Interview vorgesehen hatte.

Rausch gilt zwar aus seiner siebenjährigen Ära in Luzern als der Trainer, der den Klub zum einzigen Meistertitel 1989 sowie zum zweiten und bis dato letzten Cupsieg 1992 geführt hat. Der Mann aus dem Ruhrpott ist aber auch in seiner deutschen Heimat eine «grosse Nummer»: Einst spielte er für den Meidericher SV, welcher der Klub seiner Heimatstadt ist und schon länger MSV Duisburg heisst, danach wurde er bei Schalke 04 ein so genanntes Kind der Bundesliga, die 1963 gegründet wurde. Rausch spielte in der Eliteklasse Deutschlands bis 1971 über 170 Mal für den bis heute sehr populären Traditionsklub aus Gelsenkirchen. Bei Schalke war übrigens Rudi Gutendorf (88) einer seiner Trainer, der Luzern 1960 zum ersten Cupsieg geführt hatte.

Rausch feierte den grössten Erfolg seiner Trainerkarriere 1980 mit Eintracht Frankfurt und dem Gewinn des Uefa-Cups. Als Bundesliga-Trainer schaffte er 1977 mit Schalke und 1994 mit Kaiserslautern die Vizemeisterschaft.

Mehrere gesundheitliche Probleme

Lange wohnte Rausch mit seiner Familie in Kastanienbaum, bevor er vor wenigen Jahren mit Gattin Marlies nach Kriens in eine Eigentumswohnung zügelte. Das Paar hat zwei Söhne, Ingo und Mark, sowie vier Enkelkinder. Mehrfach hatte Rausch gesundheitliche Probleme; er erlitt zwei Herzinfarkte sowie zwei Lungenembolien und war zwischenzeitlich an Hautkrebs erkrankt.

Sohn Ingo blickte gestern Abend traurig voraus auf heute: «Das wird kein schöner Geburtstag.»

Nicht nur in Luzern drückt man dem beliebten Meistertrainer die Daumen.

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