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FUSSBALL: FC Luzern hofft auf Überraschungscoup

Dem FC Luzern kommt die Aussenseiterrolle im Cup-Viertelfinal heute (19.30 Uhr) beim FC Basel entgegen. Offensivmann Francisco Rodriguez glaubt an eine «grosse Chance» gegen den erfolgreichen und vielleicht satten Champions-League-Teilnehmer.
Daniel Wyrsch
Francisco Rodriguez glaubt, dass der Tabellenplatz nicht dem Können des FCL entspricht. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 28. Juni 2017))

Francisco Rodriguez glaubt, dass der Tabellenplatz nicht dem Können des FCL entspricht. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 28. Juni 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Der FC Luzern bekommt es innerhalb von fünf Tagen zum zweiten Mal mit dem FC Basel zu tun. Nachdem es am letzten Samstag im Liga-Heimspiel eine am Ende deutliche 1:4-Niederlage absetzte, treffen die ungleichen Konkurrenten heute im Cup-Viertelfinal im St.-Jakob-Park erneut aufeinander. Der offensive FCL-Mittelfeldspieler Francisco Rodriguez (22) spricht mit viel Zuversicht: «Das ist eine grosse Chance für uns. Ob in 90 oder 120 Minuten oder dann erst im Penaltyschiessen – alles kann passieren, wir sind bereit.»

Rodriguez hofft auf einen Überraschungscoup, der dank einem weniger starken Auftritt der Basler im Cup, ihrem dritten Wettbewerb, möglich sein könnte. «Nach dem Sieg in der Champions League über Manchester United und anschliessend gegen uns könnte es sein, dass die euphorisierten Basler nicht alles geben.» Doch er ist sich des Werts seiner These bewusst. Er schiebt seiner Annahme über die FCB-Mentalität hinterher, «dass das sicher kein einfaches Spiel wird».

Bei stehenden Bällen ist Rodriguez gefährlich

Froh ist er wie alle beim gebeutelten FCL über den Wechsel des Wettbewerbs. Denn die enttäuschenden Resultate in der Liga und der dadurch entstandene Druck haben den Spielern längst auf das Gemüt geschlagen. Deutlich zum Ausdruck gekommen ist die Unzufriedenheit in dem nicht entschuldbaren Frustfoul von Hekuran Kryeziu (86.) gegen den Basler Raoul Petretta. Der Luzerner Mittelfeldspieler sah die rote Karte und ist die nächsten drei Pflichtspiele gesperrt. Heute muss der kosovarische Internationale zum ersten Mal zuschauen. Ersetzt wird Kryeziu voraussichtlich durch Christian Schneuwly, der von der Aussenbahn ins Aufbauzentrum neben Marvin Schulz rückt.

«Jeder hat im Hinterkopf, dass wir Letzter sind», sagt Rodriguez. Er betont allerdings: «Ich bin überzeugt, dass wir den besseren Fussball spielen, als es die Tabelle momentan zeigt.»

Der aus Zürich-Schwamendingen stammende Bruder von Milan-Profi Ricardo (25) und von FCZ-Spieler Roberto (27) ist noch einer der Konstantesten im Team der Innerschweizer. Hundertprozentig zu überzeugen weiss aber auch er nicht. Bei der 1:3-Niederlage in Lausanne vergab er drei hochkarätige Möglichkeiten. Wie er mit der Rolle umgehe, bisher kein Goalgetter zu sein, will ein Journalist vom zweifachen Saisontorschützen wissen. Rodriguez möchte die Frage am liebsten unbeantwortet lassen. «Das ist schon über eine Woche her und fast schon vergessen», meint er, ehe er sich dann doch darauf einlässt, das Thema zu kommentieren: «Ich nehme die Sache mit, die Bälle wollten nicht rein, ich muss noch mehr an meine Fähigkeiten vor dem Tor glauben.» Selbstvertrauen geben ihm dagegen die stehenden Bälle: Alle seine fünf Assists der Saison sind Standards – mit drei Freistössen und zwei Cornern bewies er Präzisionsarbeit bei den Vorlagen.

Zwingende Steigerung im Abwehrverbund nötig

Gegen Basel zirkelte er seinen Freistoss genau in den Strafraum, wo Shkelqim Demhasaj den entscheidenden Ablenker zum 1:0 ermöglichte. Allerdings währte die Freude nicht sehr lange. Der formstarke FCB-Rechtsverteidiger Michael Lang nutzte die Freiheiten zu zwei Toren aus, Dimitri Oberlin und der Ex-FCL-Spieler Cedric Itten erzielten die weiteren Treffer für die Gäste.

Das ungenügende Defensivverhalten muss Offensivmann «Cico» Rodriguez zu denken geben. Er stellt aber klar: «Die Verteidigungsarbeit fängt vorne an. Machen wir alle mit, dann brennt hinten nicht so schnell etwas an.» Der Ex-Spieler des FC Zürich und von Wolfsburg fordert von sich und den Mitspielern, gegen den FCB kompakter aufzutreten. «Wir dürfen nicht mehr so leichte Gegentore zulassen, die tun weh.» Andernfalls könnte der heutige Basel-Trip des FCL schmerzhaft enden.

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