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FUSSBALL: FCL bangt um Goalgetter Juric

Tomi Juric ist zum Saisonstart die überragende Figur des FC Luzern: Der Australier erzielte ein Doppelpack gegen Osijek und schoss das Siegtor gegen Lugano. Kann der FCL den formstarken Stürmer halten?
Daniel Wyrsch
Kaum zu bremsen: Tomi Juric ist beim FC Luzern derzeit der Torschütze vom Dienst. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 23. Juli 2017))

Kaum zu bremsen: Tomi Juric ist beim FC Luzern derzeit der Torschütze vom Dienst. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 23. Juli 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Tomi Juric (26) stellte am Sonntag nach seinem Tor zum 1:0-Sieg über Lugano erleichtert fest: «Wir wollen in dieser Saison wieder um die europäischen Plätze spielen und nicht am Tabellenende gegen den Abstieg kämpfen.» Eine Aussage, die dafür spricht, dass der Australier mit kroatischen Wurzeln die Spielzeit beim FC Luzern beenden möchte.

Juric ist in seinen ersten beiden Saisonspielen mit den Blauweissen die überragende Figur gewesen, er hat bereits am letzten Donnerstag in der Europa-League-Qualifikation die zwei Tore zum 2:1-Heimsieg gegen Osijek erzielt. Weil er trotz kurzer Sommerpause nach dem Confed-Cup in toller physischer Verfassung zum FCL zurückkehrte, spielt er derzeit noch herausragender, als er die letzte Saison in Luzern beendet hatte.

Osijek-Trainer Zoran Zekic lobte nach dem knappen Weiterkommen seines Teams nicht die eigenen Spieler, sondern seinen kroatischen Landsmann: «Juric ist einer, der den Unterschied machen kann. Wenn er so weiterspielt, wird er nicht mehr lange beim FC Luzern sein.»

Marcel Reif outet sich als Fan von Tomi Juric

Am Sonntag beim Meisterschaftsauftaktspiel der Innerschweizer in der Swisspor-Arena gegen den FC Lugano outete sich der frühere Premiere- und Sky-Deutschland-Kommentator Marcel Reif als Fan des FCL-Angreifers. «Juric geht stets dorthin, wo ein Goalgetter hingehen muss», schwärmte der bekannte Fussballjournalist als Experte bei Teleclub. Für den druckvollen Kopfball zum entscheidenden Tor lobte Reif den Stürmer in den höchsten Tönen. Luzern-Routinier Christian Schwegler gab sich alle Mühe, den Kommentator zu stoppen, weitere Lobeshymnen auf Juric vorzutragen. Schwegler: «Wir brauchen Tomi Juric die ganze Saison.»

Internationale Transfers bis zum 31. August möglich

Allerdings muss der FCL weiter um seinen Torgaranten bangen, denn das internationale Transferfenster ist bis zum 31. August offen. Falls ein finanzstarker Verein aus einer der europäischen Topligen kommt und ein Millionenangebot macht, wird Juric kaum mehr zu halten sein. Jedoch hat FCL-Sportkoordinator Remo Meyer gestern festhalten können: «Für Tomi Juric liegt uns kein Angebot vor.» Meyer erklärt auch gleich, wie die Strategie ist. «Wir haben kein Interesse, den Stürmer abzugeben. Es besteht kein Druck, Juric verkaufen zu müssen.» Trotzdem: Wo liegt die Höhe der Ablösesumme, bei welcher der FCL nicht mehr Nein sagen könnte? Meyer: «Im Moment gibt es keine Schmerzgrenze. Der sportliche Erfolg in dieser Saison ist viel zu wichtig.» Meyer wie auch Co-Trainer Patrick Rahmen sind der Meinung, dass Juric in dieser Phase seiner Karriere nicht auf einen Wechsel aus ist: «Er hat jetzt ein Standing in der Mannschaft, das er auslebt und geniesst. Nach vielen Verletzungen will er endlich eine Saison durchspielen.»

Zudem verhält sich Juric trotz seines Aufstiegs in der internen Hierarchie wie ein Teamplayer. Er kümmert sich um die Integration des neuen nordkoreanischen Sturmkollegen Il-Gwan Jong und trug gegen Lugano als Zeichen der Unterstützung die Schienbeinschoner des monatelang verletzt ausfallenden Remo Arnold, wie ein Bild auf Instagram zeigt.

Doch sollte Juric, der im Januar eine 2,5-Millionen-Franken-Offerte von Reading ablehnte, nicht mehr Nein zu einem Angebot sagen können, was würde der FC Luzern unternehmen? «Wir würden zuerst auf die Stürmer in den eigenen Reihen setzen», sagt Meyer. Für Rahmen könnte in den kommenden Monaten vor allem einer in die Bresche springen: «Mimi Demhasaj hat die Qualität, Tore zu erzielen. Im Training beweist er das täglich, er muss nur noch kraftmässig zulegen.»

Meyer erklärt ausserdem, dass er auf sämtlichen Positionen ständig nach Alternativen Ausschau halte. Im Fall von Juric muss er jedoch zugeben: «Tomi wäre nicht einfach zu ersetzen.»

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