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FUSSBALL: FCL bangt um seinen Kunstschützen

Francisco Rodriguez (21) hat gegen Sion als Doppeltorschütze endlich mal gezeigt, was in ihm steckt. Ob der Leihspieler im Sommer zu Wolfsburg zurückkehrt, steht noch in den Sternen geschrieben – auch wenn ihn der FC Luzern gerne behalten würde.
Luzerns Francisco Rodriguez im Duell gegen Jagne Pa Modou von Sion. (Bild: VALENTIN FLAURAUD/Keystone)

Luzerns Francisco Rodriguez im Duell gegen Jagne Pa Modou von Sion. (Bild: VALENTIN FLAURAUD/Keystone)

Dass Francisco «Cico» Rodriguez talentiert ist, stand nie zur Debatte. Zeigen konnte er es in dieser Saison aber zu selten – bis am Sonntag. In Sion (3:2) überzeugte er nicht nur dank seiner beiden wichtigen Tore zum 2:0 und 3:1, als offensiver Mittelfeldspieler half er auch in der Defensive mit, gewann für seine Verhältnisse überaus viele Zweikämpfe und kassierte durch ein taktisches Foul eine gelbe Karte.

Kein Wunder, lobte nach dem Spiel auch Trainer Markus Babbel die Leistung von Francisco Rodriguez. «Ich freue mich für ihn, dass er zeigen konnte, was in ihm steckt», meinte er. «Dadurch zeigte Cico auch, wie wertvoll er für die Mannschaft ist.»

Über die ganze Saison gesehen hat man vom jüngsten der drei Rodriguez-Brüder aber mehr erwartet. Der talentierte Mittelfeldspieler stand nicht einmal die Hälfte der Zeit auf dem Spielfeld (1303 Minuten von möglichen 3060). Dabei hat er immerhin sechs Tore erzielt – die meisten davon wunderschön. Babbel sagt: «Cico ist ein technisch versierter Spieler mit einem guten Abschluss, aber sein Zweikampfverhalten muss immer so sein wie gegen Sion. In diesem Bereich hat er noch Luft nach oben.»

Das weiss auch Rodriguez selber: «Es sagen immer wieder Leute, dass das meine grösste Schwäche sei. Daran versuche ich tagtäglich zu arbeiten.» Gegen Sion sei es ihm gelungen, der Mannschaft zu helfen. «Man kann nur gemeinsam erfolgreich sein. Gegen Sion ist alles perfekt aufgegangen», so Rodriguez.

Noch bis 2018 bei Wolfsburg unter Vertrag

Wo Francisco Rodriguez in der nächsten Saison spielt, ist noch offen. Der Leihvertrag in Luzern läuft Ende Saison aus, mit Wolfsburg hat er noch einen Vertrag bis Sommer 2018. «Momentan konzentriere ich mich darauf, Vollgas für den FCL zu geben. Wir möchten unbedingt die Europa League erreichen», sagt Rodriguez, der sich mit guten Leistungen empfehlen möchte – für welchen Klub, weiss er aber selber nicht. «Im Moment kann ich nichts ausschliessen. Sowohl eine Rückkehr zu Wolfsburg als auch ein Verbleib in Luzern oder was ganz Neues ist möglich.»

Beim FCL heisst es, dass man Rodriguez gerne halten wolle. Man befinde sich in Gesprächen mit Rodriguez und dessen Beratern. Der VfL hat im Moment sowieso andere Probleme, muss in der Relegation um den Bundes­ligaverbleib kämpfen. Im Falle eines Abstiegs wären die Chancen von Rodriguez auf Spielpraxis wohl höher, auf Wolfsburgs Abstieg hofft er aber nicht. «Möglich wäre es schon, dass es dann in der Mannschaft einen Umbruch gibt. Aber daran denke ich jetzt nicht.»

Falls Rodriguez beim FCL bleiben würde, müsste er auf viel Lohn verzichten. «Das mache ich schon jetzt durch die Leihe. Aber darum geht es nicht. Ich will Spielpraxis sammeln und auf dem Platz Leistungen zeigen.» Er betont, dass er sich in Luzern sehr wohl fühle und sich gut vorstellen könnte, weiter für den FCL zu spielen. Der «Züribueb» lässt aber auch offen, ob er zu seinem wieder aufgestiegenen Stammklub FC Zürich zurückkehrt: «Im Fussball geht es so schnell. Momentan konzentriere ich mich nur darauf, dass wir die nächsten zwei Spiele gewinnen.»

Raphael Gutzwiller

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

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