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FUSSBALL: FCL baut Altlasten ab

Der FC Luzern hat sich von Frane Cirjak (21) einvernehmlich getrennt. Er ist nicht der einzige Fehltransfer, den sich der Verein in den letzten Jahren geleistet hat. Sportkoordinator Remo Gaugler will Gegensteuer geben.
Daniel Wyrsch
Hat beim FCL keine Zukunft mehr: Frane Cirjak. (Bild Martin Meienberger / Freshfocus)

Hat beim FCL keine Zukunft mehr: Frane Cirjak. (Bild Martin Meienberger / Freshfocus)

Daniel Wyrsch

Das aktuelle Profi-Kader des FC Luzern kommt recht schlank daher. 22 Mann gehören ihm an. Allerdings sind vier Spieler nicht aufgeführt, die immer noch beim FCL unter Vertrag stehen, aber nicht mehr mit der Mannschaft von Cheftrainer Markus Babbel trainieren. Sie müssen sich seit Juni in der U 21 (1. Liga) fit halten. Für einen davon hat FCL-Sportkoordinator Remo Gaugler (47) jetzt eine Lösung gefunden: Der Kroate Frane Cirjak (21) hat sich einvernehmlich vom FCL getrennt. Er erhält eine Abfindung. Im Gegenzug muss der Klub dem 21-jährigen Mittelfeldspieler für die restlichen knapp zwei Jahre des Kontraktes nicht mehr monatlich rund 6000 Franken Lohn überweisen.

Vor 15 Monaten war Cirjak nach seinem Tor im Testspiel gegen Borussia Dortmund zum 1:4-Endstand mit einem Dreijahresvertrag belohnt worden.

Fringer mit einer schlechten Transferbilanz

Die Erwartungen konnte Cirjak in der Folge nie erfüllen. Nur einmal kam er in der Super League zum Einsatz: Neun Minuten spielte er Mitte August 2015 bei der 0:1-Heimniederlage gegen St. Gallen. Cirjak ist ein klassischer Fehltransfer, jedoch nicht der einzige in der einjährigen Amtszeit von Rolf Fringer (59). Der damalige FCL-Sportchef verpflichtete neben Cirjak auch Cristian Ianu, Migjen Basha, Clemens Fandrich, Sebastian Schachten sowie leihweise Samed Yesil und Nico Brandenburger. Diesen sieben Zuzügen, die den Verein inzwischen alle verlassen mussten, steht als einzige gelungene Fringer-Verpflichtung Tomislav Puljic (33) gegenüber. Den albanischen Internationalen Migjen Basha (29) nahm Mitte August der Serie-B-Klub Bari unter Vertrag. Der defensive Mittelfeldspieler ist mit Cirjak der letzte der erwähnten sieben nicht mehr erwünschten Fringer-Neuzugänge, die nicht mehr auf der FCL-Lohnliste stehen. Allein mit Basha kann der Verein 240 000 Franken Jahreslohn einsparen.

Frei-Transfer Rogulj steht weiter auf der Lohnliste

Ein anderer teurer Profi belastet aber weiterhin die Ausgabenseite des Teams aus der Swissporarena. Die Rede ist vom Kroaten Kaja Rogulj (30). Der Innenverteidiger kam 2014 mit einem österreichischen Meistertitel und der Erfahrung aus der Champions League zu Luzern. Der damalige FCL-Sportchef Alex Frei (37) hatte Puljic keinen neuen Vertrag gegeben, weil dieser angeblich zu teuer war. Dafür gab er dem verletzungsanfälligen Rogulj einen Dreijahresvertrag mit einem fürstlichen Jahressalär von 354 000 Franken.

Seit Ende letzter Saison verzichtet Babbel auf den Abwehrmann, Rogulj muss seither mit der U 21 trainieren. Noch bis Ende Juni 2017 verdient er dafür 29 500 Franken monatlich, wie unsere Zeitung aus einer sicheren Quelle erfahren hat. Sportkoordinator Gaugler, der unter Frei Chefscout war, sagt: «Wir sind daran, mit Kaja Rogulj eine Lösung zu finden, dies auch in seinem Interesse.»

Mit Rogulj sowie Ferid Matri (22) und Haxhi Neziraj (23), die beide je 6000 Franken monatlich verdienen, verbleiben drei in die U 21 abgeschobene Spieler auf der FCL-Payroll. Alle stammen aus Freis Sportchefzeit. Doch muss Alex Frei auf der anderen Seite zugutegehalten werden, dass die von ihm geholten Remo Freuler (24, Atalanta Bergamo) und Jakob Jantscher (27, Caykur Rizespor) durch Weiterverkäufe Luzern über 2,2 Millionen Franken in die Kasse spülten. Gaugler sagt: «Wir werden auch in Zukunft keine 100-Prozent-Quote haben, müssen aber möglichst präzise sein bei der Auswahl der Spieler, und diese müssen auch charakterlich zum FC Luzern passen.»

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