FUSSBALL: FCL bekennt sich zu Babbel

Die Vertragsgespräche zwischen dem FC Luzern und Trainer Markus Babbel laufen seit Wochen. Bis Ende dieser Woche sollte alles erledigt sein.

Drucken
Teilen
Nächste Saison ziemlich sicher weiterhin ein FCL-Duo: Trainer Markus Babbel (rechts) und Sportchef Rolf Fringer (links). (Bild Martin Meienberger)

Nächste Saison ziemlich sicher weiterhin ein FCL-Duo: Trainer Markus Babbel (rechts) und Sportchef Rolf Fringer (links). (Bild Martin Meienberger)

Daniel Wyrsch

FCL-Trainer Markus Babbel (42) hat am Sonntag nach dem 0:0 im Heimspiel gegen den Tabellendritten FC Thun noch einmal bekräftigt, wie gerne er auch nächste Saison in Luzern arbeiten möchte. Die Fans staunten über sein öffentliches Bekenntnis zum Verein, das Babbel aus der Medienkonferenz via Videowand und Lautsprecher in der Swissporarena verkündete. Er sei sehr stolz auf seine Mannschaft, auf den FC Luzern und dessen fantastische Fans. «Für die Zukunft muss uns nicht bange sein.»

Finanztechnische Dinge zu klären

Am Samstag hatten sich FCL-Sportchef Rolf Fringer und Babbels Anwalt Andreas Gross getroffen. Die Gespräche führten noch zu keiner Einigung. «So schnell geht das nicht», meint Fringer. Es ist aber auch nicht so, dass die beiden Vertragspartner in ihren finanziellen Vorstellungen weit auseinanderliegen würden. Es seien noch Details zu klären, dabei handle es sich um steuer- und finanztechnische Punkte, erklärt Fringer. «Wir sind auf gutem Weg, bis Ende Woche eine Lösung zu finden. Wichtig ist das Bekenntnis von beiden Seiten.»

Luzern-Präsident Ruedi Stäger signalisierte schon länger, dass er mit Babbel weitermachen will. Stäger hatte Mitte Oktober 2014 mit Fringers Vorgänger Alex Frei den früheren Bundesliga-Trainer zum FCL geholt. Gemäss Kontrakt war die Bedingung für einen neu auszuhandelnden Einjahresvertrag der Ligaerhalt. Für Babbel (zuvor VfB Stuttgart, Hertha Berlin und Hoffenheim) war der damalige Tabellenletzte der Super League nach 22 Monaten Arbeitslosigkeit eine neue Chance, sich zu beweisen. Im neuen Jahr ist ihm das zusammen mit Assistenztrainer Roland Vrabec (41) eindrücklich gelungen, aus 14 Spielen resultierten 25 Punkte. Hinter Serienmeister Basel und YB steht Luzern auf Platz 3 der Rückrundentabelle.

Vrabec will ebenfalls bleiben

Markus Babbel schwärmt auch in deutschen Medien vom FC Luzern. «Ich sehe hier das Potenzial, noch mehr rauszuholen. Mir macht es richtig viel Spass», sagte er kürzlich im Interview mit «T online». Im gleichen Gespräch erklärte übrigens Co-Trainer Roland Vrabec, dass er ebenfalls bleiben möchte. «Ich bin in guten Gesprächen und zuversichtlich, noch ein Jahr beim FC Luzern dran zu hängen.»

FCL kämpft um seine Zuschauer

dw. Über 7000 Leute besassen in der Saison 2013/14 eine Saisonkarte beim FC Luzern. In der laufenden Spielzeit sind es 6600 Personen. «Wir wollen den Abwärtstrend stoppen», sagt FCL-Medienchef Max Fischer. Der Super-League-Verein kämpft um seine Zuschauer. Hauptargument, um das Stammpublikum zu behalten, ist eine attraktiv spielende Mannschaft. Die letzten Wochen mit vier Siegen in Serie und 16:5 Toren waren beste Werbung für den FC Luzern.

Deutlich mehr Vergünstigungen

Ein zusätzlicher Anreiz ist die «Abo Card+», sie wird per nächste Saison zum zweiten Mal angeboten. Präsident Ruedi Stäger und Marketingleiter Thomas Ulrich haben in Zusammenarbeit mit Partnern wie Otto’s, Migros, Rail-Away und dem Verkehrshaus dafür gesorgt, dass es beim Kauf einer Saisonkarte Wertgutscheine in der Höhe von 359 Franken gibt (124 Franken mehr als bisher).

Treue FCL-Fans können sich so einen Teil ihrer Auslagen refinanzieren, aber trotzdem sämtliche Vorteile eines Saisontickets geniessen (Hin- und Rückfahrt via ÖV gratis, klare Preiseinsparungen gegenüber Einzelticket).

HINWEIS
Info: www.fcl.ch/allgemeine_info