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FUSSBALL: FCL besitzt eine Option für Juric

Tomi Juric kehrt mit dem WM-Ticket nach Luzern zurück. Doch der Australier hat auf den letzten der total 42'000 Reisekilometer einen Flug verpasst – morgen wird er in Lausanne wohl zu Beginn zuschauen.
Daniel Wyrsch
Tomi Juric: FCL-Stürmer, australischer Nationalspieler und fleissiger Flugmeilensammler. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 23. September 2017))

Tomi Juric: FCL-Stürmer, australischer Nationalspieler und fleissiger Flugmeilensammler. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 23. September 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Bis auf eine Ausnahme kehrten alle Nationalspieler des FC Luzern zum Ende der Länderspielpause pünktlich auf die Allmend zurück. Selbst der zuletzt vom Heimweh geplagte Il-Gwan Jong (25) ist seit Mittwoch wieder in Luzern. Der zurückhaltende Asiate hatte für Nordkorea ein Tor und einen Assist zum ersten von zwei je 4:1 gegen Malaysia gewonnenen Qualifikationsspielen zum Asien-Cup beigesteuert.

Nur einer der Luzerner Internationalen fehlte bis gestern: Stürmer Tomi Juric hatte in Sydney einen Anschlussflug nach Wien verpasst, wie FCL-Trainer Markus Babbel erklärte. Darum wird der 26-Jährige erst heute beim Abschlusstraining für das Auswärtsspiel morgen (16.00) gegen Lausanne anwesend sein.

Diese Umstände bedeuten aller Voraussicht nach, dass Juric auf der Pontaise gegen die Romands zuerst zuschauen muss.

Müdigkeit nach den langen Flügen

Für den australisch-kroatischen Doppelbürger sind die langen Flugreisen – allein für die WM-Playoffs gegen Honduras flog er in den letzten zwölf Tagen aus der Schweiz und zurück insgesamt über 42 000 Kilometer – eine grosse Belastung. «Letztes Mal, als ich vom Nationalteam zurückgekehrt bin, da spielten wir gleich gegen die Grasshoppers. Ich fühlte mich nicht gut, war wirklich müde und kaputt», sagte Juric.

Das wird diesmal nicht anders sein, obwohl der FCL-Angreifer am Mittwoch mit den «Socceroos» einen wichtigen Erfolg errungen hat. 3:1 gewannen die Australier das Playoff-Rückspiel vor 77 000 Zuschauern im ANZ-Stadium von Sydney gegen Honduras. Dieser Heimtriumph brachte nach dem 0:0 im Hinmatch bei den Mittelamerikanern das Ticket für die WM im Sommer 2018 in Russland.

Über den Lohn für die Strapazen gibt es gemäss Juric nur eine Meinung: «Die WM-Qualifikation bedeutet mir enorm viel, sie ist unbezahlbar.» Für Juric geht ein grosser Traum in Erfüllung, wie er selbst sagt. «Und der Stellenwert des Fussballs nimmt in Australien zu», ist der kroatische Einwanderersohn überzeugt.

Der Vergleich mit Mark Viduka

Doch Tomi Juric wurde von den australischen Medien für die mangelhafte Chancenauswertung im Hinspiel in Honduras kritisiert. Beim torlosen Remis traf er nur den Pfosten. Im Rückspiel zu Hause musste er sich bis zur 66. Minute gedulden, ehe ihn Nationalcoach Ange Postecoglou für den bald 38-jährigen Tim Cahill in die Partie brachte.

Gemäss dem früheren englischen Premier-League-Stürmer von Sunderland und Leeds, Michael Bridges (39), ist Juric dennoch die mit Abstand beste Alternative im Angriffzentrum für den alternden australischen Rekordschützen Cahill (50 Länderspieltore). Bridges ist Experte bei der «Daily Football Show» des Senders Optus Sport. Er vergleicht Juric gar mit Mark Viduka (42), der ebenso aus Kroatien stammt. Viduka ist einst für Leeds, Mid­dlesbrough und Newcastle sowie Australien auf Torjagd gegangen. Bridges prophezeit: «Die besten Jahre stehen Tomi Juric noch bevor, irgendwann zeigt er uns allen seine tollen Qualitäten, die mich an Mark Viduka erinnern.»

Beim FCL dürfte man dieses Lob aus «Down Under» für seinen besten Stürmer sehr gerne hören.

Vertragsoption könnte für Luzern Millionen wert sein

Der Vertrag mit Tomi Juric läuft zwar Ende Saison aus, aber die Luzerner sind im Besitz einer Option für ein weiteres Jahr mit dem WM-Teilnehmer. Dieser Umstand erhöht natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass die permanent Geld sparenden Innerschweizer endlich wieder mit einem Spielerverkauf eine Millionensumme kassieren könnten.

Vorher hofft man beim FCL, dass Juric seine Ausbeute in dieser Saison (5 Tore, 2 Assists) noch mit vielen Treffern und Vorlagen verbessert. Am besten schon im Verlauf der Partie morgen gegen Lausanne. Falls Juric nach all den Reise-, Spiel- und Feierstrapazen überhaupt zum Einsatz kommt.

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