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FUSSBALL: FCL erhält ein Zusatzbudget

Vertrauensbeweis für FCL-Präsident Ruedi Stäger und Sportchef Rolf Fringer: Die Holding will dem FC Luzern helfen, die Schlüsselspieler Jantscher, Lezcano, Schneuwly und Freuler zu halten.
Daniel Wyrsch
Trotz Verlustgeschäft nach der GV nicht unzufrieden: FCL-Präsident Ruedi Stäger (links) und Holding-Präsident Marco Sieber. (Bild Boris Bürgisser)

Trotz Verlustgeschäft nach der GV nicht unzufrieden: FCL-Präsident Ruedi Stäger (links) und Holding-Präsident Marco Sieber. (Bild Boris Bürgisser)

Marco Sieber, Präsident der FCL Holding AG, ging nach vorne zu Präsident Ruedi Stäger und Finanzchef Sandro Wyss. Er dankte für «die hervorragende Arbeit», die sie und «alle Mitarbeiter des FC Luzern im schwierigen Geschäftsjahr 2014 geleistet haben». Doch es waren nicht nur leere Worte, die der letzte Woche an der Verwaltungsratssitzung der Holding wiedergewählte Sieber sprach. Der 57-jährige Unternehmer brachte an die gestrige Generalversammlung der FC Luzern-Innerschweiz AG ein monetäres Geschenk mit: Die Holding hat ein Zusatzbudget für die nächste Saison der ersten Mannschaft von geschätzten 500 000 Franken bewilligt. Damit haben Präsident Stäger und Sportchef Fringer ein wirkungsvolles Mittel, gegen die möglichen vorzeitigen Abgänge der Schlüsselspieler Jakob Jantscher (Ausstiegsklausel von 1,7 Millionen), Dario Lezcano, Marco Schneuwly und Remo Freuler zu kämpfen. «Wir wollen alle vier behalten, aber mindestens drei unbedingt auch in der kommenden Spielzeit in der Mannschaft haben», sagte Stäger. Lezcanos Kontrakt läuft noch ein Jahr, die Verträge der anderen drei erwähnten FCL-Profis laufen bis Sommer 2017.

Vorwärtsstrategie statt Sparübung

Erstmals seit dem Wechsel von Fabian Lustenberger 2007 zu Hertha Berlin hat Luzern die Chance auf eine Millioneneinnahme aus dem Transfergeschäft. Selbstverständlich möchten Stäger und Fringer dem erfolgreichen Trainerduo Markus Babbel/Roland Vrabec die besten Offensivkräfte auch künftig zur Verfügung stellen. Andererseits wäre ein Zustupf durch einen Spielerverkauf willkommen, mussten die Holding-Aktionäre doch den Verlust von 1,845 Millionen fürs Geschäftsjahr 2014 decken. Trotzdem stellen sie in Aussicht: Sollten Profis wechseln, könnte der FCL dank des Zusatzbudgets ebenfalls reagieren und nach adäquatem Ersatz suchen.

Es ist eine Taktik des Angriffs, welche die Holding fährt. Ein Jahr nachdem der damalige Sportchef Alex Frei 700 000 Franken einsparen musste und im Fussballjahr 2014 fast alles gegen ihn und den damaligen Trainer Carlos Bernegger (er gewann mit dem Team nur 6 von 29 Spielen) gelaufen ist.

FCL-Präsident Stäger stellte zu Recht fest: «Die Ertragsseite ist im Fussball schwer beeinflussbar.» Es gibt eigentlich nur die Vorwärtsstrategie mit dem Fanionteam und im Nachwuchs (dieser kostet inklusive Akademie-Betrieb jährlich 2,8 Millionen), damit die derzeitige Erfolgswelle weiterrollt: nämlich wieder mehr Zuschauer den Weg ins Stadion finden, Profis mit Gewinn verkauft werden können und mittelfristig wieder selber ausgebildete Spieler hohe Transfererlöse abwerfen. Denn bleibt es so wie jetzt, muss die Holding jährlich immer ein strukturelles Defizit von rund 2 Millionen decken.

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