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FUSSBALL: FCL-Heimpremiere für Gvilia

Für den FC Luzern geht es heute Sonntag (16 Uhr, SRF zwei) im Heimspiel gegen den FC Thun darum, den Aufwärtstrend unter Gerardo Seoane fortzuführen. Allerdings ist Thun meist ein unbequemer Gegner.
Daniel Wyrsch
Technisch versierter FCL-Mittelfeldspieler: Valeriane Gvilia (rechts). (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Zürich, 18. Februar 2018))

Technisch versierter FCL-Mittelfeldspieler: Valeriane Gvilia (rechts). (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Zürich, 18. Februar 2018))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Die Zeichen stehen für den FC Luzern vor dem zweiten Heimspiel des Kalenderjahres gut. Seit Gerardo Seoane Coach ist, hat die Mannschaft nicht verloren. Der FCL besiegte Lausanne und die Grasshoppers je 2:1, gegen den FC Zürich gab es in der letzten Partie ein 1:1-Unentschieden. So steigen die Innerschweizer nach drei Spielen ungeschlagen in den Match gegen Thun.

Erstmals, seit Seoane an der Seitenlinie steht, ist die Mannschaft in der ­Favoritenrolle. Die auf dem vorletzten Tabellenplatz stehenden Berner Oberländer zählen traditionell zu den Super-League-Vereinen mit dem tiefsten Budget. In der Winterpause musste sich der FC Thun einmal mehr von einem seiner Leistungsträger trennen. Für 1 Million Franken wurde der beste Torschütze, Simone Rapp (9 Treffer), an den neu vom Chemiegiganten Ineos alimentierten FC Lausanne-Sport verkauft.

Nur zwei Punkte aus den letzten vier Spielen gegen Thun

In den ersten drei Spielen nach der Winterpause traf Thun auf die Top-3-Teams der Tabelle. Mit einem Sieg beim FC Zürich und Niederlagen gegen Basel und YB resultierten aus den drei Partien drei Punkte. Man darf gespannt sein, wie Luzern mit den Gästen von ennet dem Brünigpass zurechtkommt. In den letzten Jahren bereiteten die Thuner dem FCL meist Probleme. Der letzte Innerschweizer Sieg gelang Ende November 2016 mit einem 2:1 auswärts in der Stockhorn-Arena. Im Frühjahr und Herbst 2017 resultierten insgesamt zwei Heimunentschieden und zwei Auswärtsniederlagen gegen die Berner Oberländer.

Der neue FCL-Trainer beschäftigt sich wenig mit der ernüchternden Bilanz gegen Thun. Gerardo Seoane weist darauf hin, dass er diese Partien gar nicht miterlebt habe. Trotzdem ist dem erfolgreich gestarteten Teamchef bewusst, wie wichtig das heutige Heimspiel ist. Nur drei Zähler Vorsprung hat seine Equipe (27 Punkte) auf Thun (24). Eine Niederlage würde bedeuten, dass Luzern vor dem folgenden Auswärtsspiel bei Schlusslicht Sion wieder mitten im gröbsten Abstiegskampf stecken würde.

Seoane verspricht jedoch nicht einen Heimsieg über Thun, der den Luzerner Aufwärtstrend fortsetzen und zu noch grösserer Entspannung im Klub führen würde. Er bleibt bei der Taktik der kleinen Schritte, so wie das bei einem Verein mit Abstiegssorgen psychologisch wohl am cleversten ist. «Wir nehmen Spiel um Spiel, egal wer der nächste Gegner ist.»

Der Respekt vor dem unangenehmen Underdog ist spürbar. «Thun spielt auswärts frech und befreit auf. Das gute Umschaltspiel macht das Team gefährlich», sagt Seoane. Er weist gar auf einen erstaunlichen Fakt: Thun ist die einzige Equipe der Liga, die in dieser Saison beim Leader YB (4:0) gewinnen konnte.

Im Gegensatz zur Vorrunde, als der FCL unter dem damaligen Trainer Markus Babbel gegen Thun zu Hause nur mit Glück zu einem Punkt (2:2) kam und auswärts verdient verlor (0:2), steht jetzt bei den Blau-Weissen ein technisch versierter zentraler Mittelfeldspieler im Kader: Valeriane Gvilia (23). Er wird aller Voraussicht nach sein Heimdebüt beim FCL geben. Auswärts war er sowohl gegen GC wie gegen den FCZ zu längeren Teileinsätzen gekommen. Während der ­georgische Internationale in den zweiten 45 Minuten gegen GC überzeugend auftrat, war sein Aktionsradius im fast 70-minütigen Einsatz gegen Zürich begrenzt. Der FCZ neutralisierte ihn die meiste Zeit, sodass Gvilia seine Klasse nur bei zwei präzisen letzten Pässen aufblitzen lassen konnte. Die Spannung ist gross, wie sich die Nummer 80 bei der Heimpremiere präsentieren wird.

Thun-Trainer Schneider überzeugt von «möglichem Sieg in Luzern»

Weil Seoane mit Tomi Juric (6 Tore) und Shkelqim Demhasaj (5 Tore) die beiden torgefährlichsten Profis gesperrt fehlen, müssen andere Offensivspieler in die Bresche springen. Der Coach fordert von Gvilia und den anderen Angreifern die gleiche Entschlossenheit und Effizienz, die Christian Schneuwly in den letzten drei Partien gezeigt hat. Der Ex-Thuner hat bisher in allen Einsätzen unter Seo­ane getroffen. In den letzten fünf Spielen hat Schneuwly gar alle seine vier Saisontreffer erzielt. «Christian soll so weitermachen», findet Seoane schmunzelnd. Eine Steigerung erhofft sich der Trainer vom Team bei Cornern und Freistössen. «Die Standards müssen besser werden.»

Das Wichtigste wird für Seoane erneut sein, «dass wir aggressiv agieren und in der Defensive kompakt stehen». Aufpassen müssen die Luzerner, denn Thun reist offenbar selbstbewusst an. Trainer Marc Schneider macht dem FCL eine deutliche Kampfansage: «Ich bin überzeugt, wir haben sehr gute Möglichkeiten, um in Luzern zu gewinnen.»

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