FUSSBALL: FCL holt den ersten Sieg - gegen den Leader

Der FC Luzern holt sich in der 13. Meisterschaftsrunde den ersten Sieg - ausgerechnet auswärts gegen den Leader FC Zürich. Der FCL gewinnt mit 3-2. Die drei Tore schossen Remo Freuler, Dario Lezcano und Jakob Jantscher.

Sara Häusermann
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Dario Lezcano (Mitte) bejubelt mit seinen Teamkollegen den Treffer zum 2:1. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)

Dario Lezcano (Mitte) bejubelt mit seinen Teamkollegen den Treffer zum 2:1. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)

Gegen den FC Zürich, den Leader, auswärts im Letzigrund - so holt sich der FC Luzern den ersten Sieg dieser Saison. Der FCL wirkte in diesem Spiel grösstenteils hellwach und kämpferisch. Die Mannschaft konnte erstmals in dieser Meisterschaft drei Tore schiessen. Einziger Negativpunkt dieser Partie aus Luzerner Sicht: Francois Affolter. Der FCL-Verteidiger trägt die Schuld an beiden Gegentoren und machte während des ganzen Spiels keine gute Figur.

Der Luzerner Francois Affolter (links) und der Zuercher Davide Chiumiento kaempfen um den Ball. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)
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Die Luzerner Spieler freuen sich ueber den Treffer zum 1:0. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)
Der Luzerner Francois Affolter (links) und der Zuercher Franck Etoundi im Duell. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)
Luzerner Sally Sarr (rechts) holt sich gege den Zuercher Marco Schoenbaechler den Ball. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)
Der Luzerner Fidan Aliti, (links) diskutiert nach einem Elfmeterpfiff gegen den FC Luzern mit Schiedsrichter Adrien Jaccotet. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)
Der Luzerner Dario Lezcano (Mitte) bejubelt mit seinen Teamkollegen den Treffer zum 2:1. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)
Der Luzerner Trainer Markus Babbel. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)
Der Luzerner Dario Lezcano (Mitte) bejubelt mit seinen Teamkollegen den Treffer zum 2:1. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)
Der Luzerner Jakob Jantscher bejubelt seinen Treffer zum 3:1. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)
Die Luzerner Spieler bejubeln den 3:2 Sieg. (Bild: Keystone / Steffen Schraudt)
Die Luzerner jubeln in Richtung der Fans. (Bild: Keystone / Steffen Schraudt)
Die Zuercher Spieler lassen nach der Niederlage gegen die Koepfe hängen. (Bild: Keystone / Steffen Schraudt)

Der Luzerner Francois Affolter (links) und der Zuercher Davide Chiumiento kaempfen um den Ball. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)

Zwei Penaltys in der ersten Halbzeit

Im Züricher Letzigrund ging es von Minute eins an zur Sache. Markus Babbel entschied sich für ein abenteuerliches 4-3-3-System. Dass sich in dieser Partie der Erste und der Letzte der Tabelle gegenüberstanden, war überhaupt nicht augenfällig. Die erste Chance des Spiels gehörte schliesslich sogar dem FC Luzern. Freuler kam nach einem hohen Ball von Rabello zum Kopfball - doch das Leder fliegt am Tor vorbei. Auch Etoundi kam nach einem Fehler von Doubai und Aliti zu einer Möglichkeit. Er scheiterte aber an Zibung.

In der Folge wurde der FC Zürich langsam sicherer und übernahm das Spieldiktat. Doch wirklich überlegen wirkte der Leader nicht. Die FCZ-Schrecksekunde kam dann in der 26. Minuten. Lezcano war im Zweikampf viel schneller als Koch. Dieser hält den FCL-Stürmer am Arm zurück - und das im Strafraum. Der Schiedsrichter zögert keinen Moment un zeigt auf den Elfmeterpunkt. Freuler nimmt sich der Aufgabe und versenkt zum 1-0 für Luzern.

Der FCL konnte die Führung allerdings nur knapp 10 Minuten halten. Dann leistete sich Affolter seinen ersten Aussetzer. Statt den Zweikampf mit Etoundi im Strafraum anzunehmen entscheidet er sich für die Radikal-Methode. Er holt aus und trifft Etoundi mit dem Fuss an der Brust. Wieder gibt Jaccottet Penalty. Chikhaoui hämmert das Leder unter die Latte zum 1-1.

Blitzstart des FCL nach der Pause

Mit diesem 1-1 musste sich der FC Luzern zur Pause zufrieden geben. Der Ausgleich war ein Geschenk von Affolter an den FC Zürich. Die Luzern wollten nach Wiederanpfiff sofort reagieren. Bereits nach 15 Sekunden taucht Lezcano nach einer Flanke von Jantscher erstmals gefährlich vor Da Costa auf. Sein Kopfball verfehlt aber das FCZ-Tor. Nur drei Minuten später dann aber doch grenzenloser Jubel bei Dario Lezcano. Jantscher setzt sich an der Grundlinie gegen Chiumiento durch und spielt den Ball halbhoch zur Mitte wo Lezcano mittels eines Flugkopfballs zum 2-1 trifft. Grenzenlos die Erleichterung beim FC Luzern und vor allem Lezcano.

Der FCL schiesst Tor Nummer drei

Der FC Zürich wirkte in der Folge geschockt vom neuen Spielstand. Es dauerte einige Minuten, bis der FCZ wieder das Zepter übernahm. Schliesslich kamen aber Chikhaoui und Chiumiento zu guten Chancen. Doch der FCL hielt hinten dicht. Wenn man hinten alles im Griff hat, dann kann man auch Konterchancen nutzen. Der FC Luzern plötzlich mit einem sehr schnellen Umschaltspiel. Rabello spielt einen perfekten hohen Ball auf Jantscher, welcher plötzlich ganz alleine in Richtung FCZ-Tor losmarschieren kann. Er schiesst und sein Ball wird vom zurückeilenden FCZ-Spieler Koch ins Tor abgelenkt. 3-1 für den FC Luzern in der 72. Minute. Der erste Saisonsieg ist zum Greifen nahe.

Nur vier Minuten nach dem Torjubel kam Affolters Bock Nummer zwei. Einen Ball vertändelt er ohne Druck und verliert ihn so an Chermiti. Dieser lässt sich natürlich nicht zwei Mal bitten und schiebt die Kugel an Zibung vorbei zum 2-3. Affolter wirkt ungeschickt, unkonzentriert, ungestüm. So darf man als letzter Mann den Ball nicht verlieren. Er bringt so seine Mannschaft nochmals in Verlegenheit. Plötzlich war der Sieg wieder in Gefahr.

Der FCL bringt den Sieg über die Zeit

Der FC Luzern konzentrierte sich nun nur noch auf die Defensive. Die Luzerner wollten den Sieg auf Biegen und Brechen über die Zeit bringen. Lustenberger war das erste Opfer dieses erbitterten Kampfes. Er und Chermiti stiessen mit den Köpfen zusammen. So heftig, dass der FCL-Captain nicht mehr selber vom Feld gehen konnte. Für ihn kam Thiesson.

Der FC Zürich lancierte nun Angriff um Angriff. Der Schiedsrichter gibt noch fünf Minuten Nachspielzeit. Lange Minuten für den FC Luzern, der seit 12 Runden auf diesen ersten Sieg wartet. Als wäre das noch nicht genug holt Affolter mit seinem Bock Nummer drei Etoundi erneut völlig unnötig von den Beinen. Nochmals Freistoss aus knapp 20 Metern für den FCZ. Rodriguez kann aber nicht reüssieren. Und somit bleibt es beim 3-2 für den FC Luzern. Somit gelingt Markus Babbel bei seinem dritten Pflichtspiel mit dem FCL der erste Saisonsieg.

FC Zürich - FC Luzern 2:3 (1:1)

Letzigrund - 8370 Zuschauer - SR Jaccottet.

Tore: 27. Freuler 0:1 (P), 36. Chikhaoui 1:1 (P), 48. Lezcano 1:2, 72. Koch 1:3 (E), 76. Chermiti 2:3.

FC Zürich: Da Costa; Philippe Koch (76. Elvedi), Nef, Djimsiti; Buff (59. Rodriguez), Kajevic, Chikhaoui, Schönbächler; Chiumiento (80. Rossini); Etoundi, Chermiti.

FC Luzern:Zibung; Sarr, Affolter, Aliti, Bozanic, Doubai, Lustenberger (85. Thiesson), Rabello (90. Winter), Jantscher, Lezcano (93. Schneuwly), Freuler.

Bemerkungen: Luzern ohne Rogulj und Sacirovic (beide verletzt), Haas, Hyka, Lamas, Matri, Miladinovic, Bento und Omlin (alle nicht im Aufgebot).

Verwarnungen:26. Koch (Foul), 58. Dubai (Foul), 62. Rodriguez (Reklamieren), 64. Jantscher (Foul), 73. Schönbächler (Foul), 76. Chermiti und ? (Unsportlichkeit), Rabello (Foul).

Dario Lezcano (Mitte) bejubelt mit seinen Teamkollegen den Treffer zum 2:1. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)

Dario Lezcano (Mitte) bejubelt mit seinen Teamkollegen den Treffer zum 2:1. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)