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FUSSBALL: FCL holt mit Rolf Fringer Erfahrung zurück

Nach rund vier Jahren sind der FC Luzern und Rolf Fringer wieder vereint. Der 57-Jährige will sich ganz auf den Sportchef-Job fokussieren und dabei Trainer Markus Babbel unterstützen.
Daniel Wyrsch
Rolf Fringer an der gestrigen Medienkonferenz. Der 57-Jährige freut sich sichtlich, beim FC Luzern als Sportchef arbeiten zu dürfen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Rolf Fringer an der gestrigen Medienkonferenz. Der 57-Jährige freut sich sichtlich, beim FC Luzern als Sportchef arbeiten zu dürfen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Daniel Wyrsch

Gestern um 17 Uhr präsentierte FCL-Präsident Ruedi Stäger (57) den Nachfolger von Alex Frei (35). Mit Rolf Fringer (57) kehrt ein alter Bekannter nach Luzern zurück. In den Achtzigerjahren spielte Fringer hier als Profi, von Herbst 2008 bis Frühling 2011 war er Cheftrainer beim FCL. Stäger nannte Fringers Nomination kurz vor Weihnachten «eine grosse Freude».

Start in Altdorf, Sensation in Aarau

Stäger: «Für die Findungskommission des FCL war es bei ihrer Wahl angesichts der schwierigen sportlichen Situation von grosser Wichtigkeit, einen ausgewiesenen und erfahrenen Kenner des Schweizer Fussballs und der lokalen Verhältnisse anzustellen.» Mit Fringer holt Luzern zweifellos eine Menge Fussballkompetenz in die Swissporarena.

Anders als Frei, der den direkten Wechsel vom Platz ins Sportchefbüro wagte, hat Fringer einen langen Weg als Mannschaftsverantwortlicher hinter sich. Seine Karriere startete er vor bald 30 Jahren als Spielertrainer beim FC Altdorf (1. Liga), danach wechselte er zum FC Schaffhausen (NLB), den er in den Cupfinal führte. Der Meistertitel 1993 mit dem FC Aarau war eine Sensation, die bis heute zu den grössten im Schweizer Fussball zählt. Fringer meinte dazu: «Ich habe beim FC Aarau erlebt, wie man mit einer ganz guten Führung die Meisterschaft gewinnen kann.»

Fringer bewarb sich beim FCL

Die darauffolgenden Erfahrungen in der Bundesliga beim VfB Stuttgart und anschliessend mit der Schweizer Nationalmannschaft (Aus nach nur elf Spielen) waren von der sehr bitteren Sorte. Doch Fringer entpuppte sich als Stehaufmännchen: 1998 gewann er mit den Grasshoppers seinen zweiten Meistertitel. Nach einer zweijährigen Rückkehr zu Aarau, arbeitete Fringer wieder im Ausland. Zuerst für al-Wahda (Vereinigte Arabische Emirate), dann für Apollon Limassol (Zypern) und schliesslich bei Paok Saloniki (Griechenland). Als er 2005 in die Schweiz zurückkehrte, machte er freiwillig die Uefa-Pro-Lizenz (höchste Trainerausbildung) und studierte an der Zürcher Hochschule in Winterthur Sportmanagement. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, dieses Wissen und seine Erfahrung dem Verein zur Verfügung zu stellen, so Fringer. Er habe sich beim FCL beworben und «sehr gute Gespräche gehabt». Luzern war nach St. Gallen und vor dem FC Zürich sein zweitletzter Arbeitgeber.

Tolle «Geschenke» vom FCZ und FCL

Wenn Rolf Fringer heute an Heiligabend mit seiner Lebenspartnerin in Hergiswil NW vor dem Christbaum sitzt, muss es ihm vorkommen, wie wenn Weihnachten und Ostern aufeinander getroffen sind. Vor zehn Tagen hat ihm das Zürcher Obergericht im Lohnstreit gegen FCZ-Präsident Ancillo Canepa Recht gegeben. Jetzt bleibt Canepa nur noch das Bundesgericht, oder er muss 500 000 Franken an Fringer überweisen, für ausstehende Löhne in der Zeit zwischen dessen Freistellung Ende 2012 bis Mitte 2014. Neben der halben Million, die ihm zweitinstanzlich zugesprochen wurde, hat Fringer nach zwei Jahren wieder einen Job. «Es ist eine lässige neue Herausforderung», freute er sich.

Fringer machte kein Versprechen. Nur eines versicherte er einem Journalisten, der mit seinem baldigen Comeback an der Seitenlinie rechnet. «Für mich ist es kein Thema, wieder Trainer zu sein.»

Babbel sagt, ob Puljic zurückkommt

Ganz im Gegenteil: Fringer versprach, alles für den Cheftrainer Markus Babbel (42) und dessen Mannschaft zu tun. Das zeigt auch, wie er auf die Frage reagierte, ob er Innenverteidiger Tomislav Puljic (31) zum FCL zurückholen wolle. Fringer: «Ich bespreche alle Personalien mit Markus Babbel. Nur wenn der Trainer einen neuen Spieler holen will, versuchen wir, diesen zu verpflichten.» Zwischen Weihnachten und Neujahr werden sich Fringer und Babbel, übrigens beide ehemalige Trainer des VfB Stuttgart, erstmals treffen.

Zur Freistellung als Trainer beim FCL im Frühjahr 2011, wenige Monate nach dem Erreichen von Platz 1 zur Saisonhälfte und kurz vor der Verpflichtung von Murat Yakin, äusserte sich Fringer so: «Die Sache ist bereinigt.» Über den damaligen Präsidenten und heutigen Verwaltungsrat der Holding, Walter Stierli, sagte Fringer: «Walter Stierli und ich haben Grösse gezeigt, es ist uns immer um den FCL gegangen. Wir hatten uns damals gefetzt, aber inzwischen haben wir uns ausgesprochen. Im Fussball muss man abhaken und nach vorne schauen.»

23. Dezember 2014: Rolf Fringer wird als neuer Sportchef des FC Luzern und Nachfolger von Alex Frei offiziell vorgestellt. (Bild: Dominik Wunderli)
Der FC Luzern verlängert mit seinem Trainer. Handschlag zwischen Rolf Fringer und Markus Babbel, rechts FCL-Präsident Ruedi Stäger, fotografiert am 15. Mai 2015. (Bild: Boris Bürgisser)
Sportchef Rolf Fringer in seinem Arbeitsbüro in der Swissporarena. (Bild: Roger Grütter)
Luzerns Sportchef Rolf Fringer (links) im Gespräch mit Präsident Ruedi Stäger auf der Tribüne. (Bild: Philipp Schmidli)
Rückblick auf seine Trainerkarriere beim FCL: Am 27. Oktober 2008 wird Rolf Fringer (links) als neuer FCL-Trainer den Medien vorgestellt. (Bild: Philipp Schmidli)
Handshake von FCL-Präsident Walter Stierli (rechts) und Rolf Fringer. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Einen Tag später leitet er das Training der ersten Mannschaft. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
2. November 2008: Erster Luzerner Sieg der Rückrunde... (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
...Im siebten Anlauf klappte es für Luzern doch noch. Der FCL kam beim 4:2 gegen Bellinzona zum ersten Sieg in der Meisterschaft in diesem Jahr, links FCL-Assistenztrainer Petar Aleksandrov. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Ein Highlight: Am 14. Dezember 2008 feiert Rolf Fringer mit den Fans. Damals kanterte man sensationell den FC Basel 5:1 nieder. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Auch so kennt man Rolf Fringer: Schneeschaufeln auf dem Trainingsgelände. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
11. März 2009: Auf dem Weg nach oben: Rolf Fringer führt sein Team auf den kleinen Titlis (links Petar Aleksandrow, rechts Heinz Kost). Die Aktion soll den Aufstieg in der Tabelle symbolisieren. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
April 2009: Trainingslager im Tessin... (Bild: pd)
Rolf Fringer in luftiger Höhe. (Bild: pd)
23. April 2009: Nach dem dritten Sieg in Folge wurde FCL-Trainer Rolf Fringer auf der Allmend von den Fans minutenlang gefeiert. Das 1:0 gegen Sion war ein wichtiger Schritt zum damaligen Klassenerhalt. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Rolf Fringer zeigt das Motivationsposter vor dem Barrage-Spiel gegen den FC Lugano. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Barrage: Das Hinspiel in Lugano ging 0:1 verloren. Nach dem 5:1 im Rückspiel ist die Freude nach der Partie gross. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Rolf Fringer jubelt mit den Fans. Gleichzeitig ist es das letzte Spiel auf der Allmend. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Die Freude bei Rolf Fringer und Heinz Kost ist gross. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
26. Juni 2009: Trainingsstart in die neue Saison. Neu dabei ist auch Hakan Yakin. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
19. Juli 2009: Erster Sieg der neuen Saison: Auswärts in Bellinzona gewinnt der FCL 2:1. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
17. August 2009: Rückkehr von Joetex Frimpong. FCL-Trainer Rolf Fringer guckt aus der Garderobe. (Bild: Archiv Neue LZ)
Rolf Fringer beim Golfen in Davos, zusammen mit Turnier-Mitveranstalter Rico Brazerol. (Bild: Archiv Neue LZ)
Will das Spiel schnell machen: Rolf Fringer an der Seitenlinie. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Rolf Fringer. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
März 2010: Rolf Fringer posiert für den Fotografen der Neuen Luzerner Zeitung. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Zerrung bei Hakan Yakin, oder doch nicht? Rolf Fringer erkundigt sich bei seinem Captain persönlich. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
13. Mai 2010: Luzerns Stephan Lehmann, Heinz Kost, Rolf Fringer und Petar Aleksandrov (v.l.) bejubeln den Sieg. Der FCL demütigte im zweitletzten Spiel der Saison YB mit 5:1. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Rolf Fringer zeigt das Commitment, das alle Spieler vor der Saison unterschrieben haben. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)
18. Juli 2010: Zwei Tore und ein Assist - was will man sich mehr wünschen im ersten Spiel für den neuen Klub? Daniel Gygax benötigte 33 Minuten mit dem FC Luzern, ehe er die erste Rate für seine Transfersumme zurückbezahlen konnte. Rolf Fringer wechselt ihn kurz vor Schluss aus. Luzern gewinnt die Partie gegen St. Gallen 4:0. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Rolf Fringer und Murat Yakin. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Trainer Rolf Fringer (links) und Michel Renggli nehmen sich Zeit für die Kinderreporter der Neuen Luzerner Zeitung. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)
Fringer diskutiert engagiert mit dem Schiedsrichter. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
4. Januar 2011: Trainingsstart des FC Luzern. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)
Chance vertan: Rolf Fringer im Spiel gegen den FC Zürich anfangs Februar. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Smalltalk: Rolf Fringer diskutiert mit GC-Trainer Ciriaco Sforza. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
12. März 2011: Luzern besiegt die Grasshoppers dank einem Treffer von Hakan Yakin 1:0. FCL-Präsident Walter Stierli und Rolf Fringer umarmen sich. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
30. April 2011: Der letzte öffentliche Auftritt als Trainer: Rolf Fringer nimmt die 1:2-Niederlage gegen die Grasshoppers zu Kenntnis. (Bild: EQ)
2. Mai 2011: An der Medienkonferenz im Hotel Schweizerhof wird bekanntgegeben, dass Rolf Fringer per sofort als Trainer freigestellt wird. Im Bild von links Mike Hauser, Mitglied des Verwaltungsrats und Sicherheitschef, Mediensprecher Stefan Bucher, Präsident Walter Stierli und Thomas Schönberger, CEO der FC Luzern Innerschweiz AG. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)
39 Bilder

Rolf Fringer beim FC Luzern: ein Rückblick

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