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FUSSBALL: FCL lässt Jantscher gehen

Der FC Luzern ist gestern in die Vorbereitung für die neue Saison gestartet. Mit dabei: Cedric Itten und Simon Grether. Zu reden gaben aber vor allem die Abwesenden.
Jakob Jantscher war in der Rückrunde oft nur Ersatz. Er sagt: «Ich will nächste Saison spielen.» (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Jakob Jantscher war in der Rückrunde oft nur Ersatz. Er sagt: «Ich will nächste Saison spielen.» (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Jonas von Flüe

Gemeinsam marschierten sie kurz nach 10 Uhr von der Swissporarena zum Trainingsplatz auf der anderen Strassenseite: Cedric Itten (19) und Simon Gre­ther (24), die beiden neuen Spieler in den Reihen des FC Luzern. Die ehemaligen Junioren des FC Basel standen im Fokus der Kameras und waren gefragte Gesprächspartner.

Doch wie so oft bei den ersten Trainings vor der neuen Saison interessierten die Abwesenden mehr als die Anwesenden: Zum einen Michael Frey (21), der gerne weiter für den FCL stürmen würde, aber weiter auf die Freigabe seines Klubs OSC Lille wartet (siehe Box). Zum anderen Jakob Jantscher (27). Nein, den Österreicher hat gestern niemand in Luzern erwartet, ist er doch mit der Nationalmannschaft an der EM in Frankreich engagiert. Doch Sport­koordinator Remo Gaugler sagte am Rande des Trainings: «Ich rechne nicht damit, dass er zu uns zurückkehrt.»

Vertrag läuft noch ein Jahr

Damit dürfte Jantscher am 25. Mai sein letztes Spiel für den FCL absolviert haben. Sein Vertrag läuft zwar noch bis zum 30. Juni 2017. Doch sowohl der Spieler wie auch der Verein sind einer Luftveränderung nicht abgeneigt. Jantscher sagte zuletzt offen, dass er mit der Reservistenrolle nicht glücklich sei: «Ich will nächste Saison spielen.» Unter Trainer Markus Babbel wurde er in der Rückrunde acht Mal eingewechselt, nur neun Mal stand er in der Startformation. Zu wenig für einen Spieler seines Formats. Jantscher spielt seit zwei Jahren beim FCL. Er hat in 74 Partien 16 Tore erzielt und 18 vorbereitet. Im ersten Jahr avancierte er schnell zum Publikumsliebling. Die sympathische, offene Art des Österreichers kam bei den Fans gut an. Zudem steigerte er sich in der Rückrunde derart, dass die Young Boys im letzten Sommer reges Interesse zeigten, Jantscher für 1,7 Millionen Franken zu übernehmen. «Köbi» blieb, sehr zur Freude des FC Luzern und seiner Fans.

Ablösesumme rund 1 Million

Nun möchte der Klub aber doch noch Profit aus dem Transfer ziehen, den der damalige Sportchef Alex Frei im Sommer 2014 eingefädelt hatte. Das ist nur noch jetzt, im Sommer, oder in der Winterpause möglich. «Wir werden ihm keine Steine in den Weg legen», sagt Remo Gaugler. Das heisst auch, dass der FCL nicht mehr auf der vertraglich festgeschriebenen Ablösesumme von 1,7 Millionen Franken besteht. Im Raum steht die Summe von rund 1 Million. Mit den fünf Toren und drei Assists in den letzten fünf Meisterschaftsspielen hat Jantscher seinen Wert sicher gesteigert. Doch wohin wird es den Österreicher ziehen? Er habe Angebote aus dem Ausland, unter anderem aus Saudi-Arabien, zitiert ihn Radio Pilatus. Auch Russland, wo er 2012/13 bereits bei Dinamo Moskau spielte, sei eine Option.

Während Jantscher in Frankreich weilt, sollen in Horw die Umzugswagen aufgefahren und seine Frau Andrada mit der vier Monate alten Tochter Alma bereits ausgezogen sein.

Grether ist Aussenverteidiger

Zurück zum Trainingsstart: Die beiden Neuen kommen mit unterschiedlichen Aufgaben zum FC Luzern. Der 19-jährige Cedric Itten will in Luzern Spielpraxis sammeln. Elf Spiele durfte er in der Rückrunde für den FC Basel bestreiten. Doch er weiss: «Mit Marc Janko und Andraz Sporar verfügt der FCB über zwei Super-Stürmer. Ich habe nur gespielt, weil sie verletzt waren.» Beim FCL sind die Chancen für Einsätze sicher besser – vor allem, wenn die Frey-Leihe scheitern sollte. Trainer Babbel sagt: «Cedric hat in Basel gezeigt, zu was er fähig ist.»

Eine neue Rolle bekommt Simon Grether. In Wohlen wurde er vor allem im zentralen Mittelfeld eingesetzt. Bereits wurden Stimmen laut, dass die jungen Einheimischen Hekuran Kryeziu, Remo Arnold und Nicolas Haas unnötig Konkurrenz bekommen würden. Sportkoordinator Gaugler klärt auf: «Grether haben wir als Back-up für die rechte Abwehrseite verpflichtet.» Gaugler bezeichnet ihn als einen der konstantesten Challenge-League-Spieler der letzten zwei Jahre. Grether sagt: «Die Position ist egal. Ich freue mich über die neue Chance.»

Hinweis

Der FC Luzern bestreitet am Samstag (18.00) in Altbüron sein erstes Testspiel. Gegner ist der FC Winterthur aus der Challenge League. Die Meisterschaft startet am 23. Juli in Lugano.

Die beiden Neuen: Cedric Itten (links) und Simon Grether auf dem Weg ins erste Training. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Die beiden Neuen: Cedric Itten (links) und Simon Grether auf dem Weg ins erste Training. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

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