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FUSSBALL: FCL: Neues Angebot für Schneuwly

Der FC Luzern stellt Marco Schneuwly einen neuen Vertrag in Aussicht. Für Sions Präsident Christian Constantin ist die Causa Schneuwly indes erledigt.
Bleibt Marco Schneuwly beim FC Luzern? (Bild Philipp Schmidli)

Bleibt Marco Schneuwly beim FC Luzern? (Bild Philipp Schmidli)

Daniel Wyrsch

Marco Schneuwly (30) lief gestern Nachmittag entspannt zum ersten Training seit dem 1:0-Sieg in Lugano auf den Platz. Er lächelt und winkt einem der Fans. Der Freiburger scheint befreit zu sein und trifft bei der Übungseinheit immer wieder ins Tor – in der Meisterschaft ist ihm dies in den letzten sechs Spielen nicht mehr gelungen.

Stäger: «Nägel mit Köpfen machen»

Nach dem Training verlässt Luzerns Topskorer der letzten Saison (17 Tore, acht Assists) das Spielfeld zusammen mit den Luzerner Urgesteinen Goalie David Zibung (31) und Captain Claudio Lustenberger (28). Unsere Zeitung spricht Schneuwly auf Sions zwei Zuzüge, die Offensivspieler Geoffrey Mujangi Bia (26) von Standard Lüttich und Ilombe Mboyo (28) von Genk, an. Zwei Spieler, die gute Torquoten besitzen und für Belgiens Nationalmannschaft spielten. Die Frage geht direkt zur Sache: «Marco Schneuwly, nachdem Sion-Präsident Christian Con­stantin gleich zwei torgefährliche Spieler geholt hat – sehen Sie überhaupt noch eine Möglichkeit, dass Sie in Sions Mannschaft einen Platz finden?» Schneuwly schweigt, gibt keine Antwort. Dann folgt der zweite Versuch: «FCL-Präsident Ruedi Stäger wird in dieser Woche mit Ihnen zusammensitzen, er will Ihnen den Verbleib in Luzern mit einem verbesserten Vertragsangebot schmackhaft machen. Wollen Sie bleiben und die Offerte annehmen?» Antwort Schneuwly: «Ich sage nichts dazu.»

Es ist anzunehmen, dass die Ungewissheit um Schneuwlys Zukunft in der Innerschweiz weitergeht. Möglicherweise hat sein Berater Milos Malenovic (30), der auch Sion-Mittelfeldspieler Vero Salatic (28) berät, seinen Mandanten dazu angewiesen, in der Öffentlichkeit nichts in dieser Angelegenheit zu sagen. Schliesslich ist das Transferfenster bei einem Wechsel innerhalb der Schweiz noch bis zum 30. September offen. Und das Duo Schneuwly/Malenovic kann sich in den nächsten Tagen in Ruhe anhören, was der FCL dem Stürmer bietet.

In Abwesenheit von Rolf Fringer, der in den nächsten zehn Tagen in den Ferien ist, wird Stäger mit Schneuwly sprechen. «Allein mit Marco Schneuwly», wie er klarstellt. Das heisst: ohne Spielervermittler Malenovic.

Stäger macht nach einem kurzen Zögern transparent, um was es in dem Vieraugengespräch mit Schneuwly geht: «Das internationale Transferfenster ist nun geschlossen, Sion hat zwei Belgier für die Offensive geholt. Jetzt wollen wir mit Marco Nägel mit Köpfen machen. Ich wünsche mir, dass er ein klares Commitment zum FCL abgibt.»

Aktueller Vertrag läuft bis 2017

Stäger möchte Schneuwly, der von Sion ein Angebot über sechs Jahre erhielt, behalten. Der Präsident emotional: «Wir haben Marco alle gern.» Aber auch die Fakten nennt Stäger: Der Vertrag zwischen dem FCL und Schneuwly sei noch bis Ende der nächsten Saison gültig – und von Sions Präsidenten sind offiziell nie mehr als 500 000 Franken Ablöse geboten worden.

Constantin hat gestern gegenüber unserer Zeitung erklärt, dass der Fall Schneuwly für ihn längst erledigt sei. Er habe 500 000 Franken geboten, Luzern habe abgelehnt. Er habe der FCL-Führung angeboten, sich zu melden, falls sie ihre Meinung ändert – seither hat er nichts mehr vom FC Luzern gehört.

Stäger gibt aber uns auf die Frage, ob er Schneuwly nun einen neuen, besser dotierten Vertrag anbietet, Auskunft: «Es ist sicher nicht ausgeschlossen. Wenn sich Marco Schneuwly klar zum FCL bekennt, dann können wir über bessere Vertragskonditionen reden.»

Mitarbeit Nicola Berger

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