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FUSSBALL: FCL reduziert Berneggers Lohn

Carlos Bernegger steht noch bis zum 30. Juni 2016 auf der Lohnliste des FC Luzern. Jetzt hat der FCL mit dem 2014 freigestellten Trainer eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung.
Daniel Wyrsch
Ein nächstes unangenehmes Kapitel mit dem FC Luzern: Ex-Trainer Carlos Bernegger. (Bild Philipp Schmidli)

Ein nächstes unangenehmes Kapitel mit dem FC Luzern: Ex-Trainer Carlos Bernegger. (Bild Philipp Schmidli)

Daniel Wyrsch

Carlos Bernegger (46) debütierte im April 2013 als Cheftrainer in der Super League beim FC Luzern. Nachdem er die Innerschweizer aus der Abstiegszone geführt hatte, beendete der FCL die Saison 2013/14 unter dem Schweiz-Argentinier auf Platz 4 und schaffte damit die Teilnahme an der Qualifikation zur Europa League. Doch der auf zentralen Positionen umgebauten Mannschaft misslang der Start in die nachfolgende Saison 2014/15 gründlich; auf das sofortige Europacup-Aus folgte der Absturz auf den letzten Platz in der Liga. Mit nur fünf Punkten aus elf Spielen wurde Bernegger am 6. Oktober 2014 freigestellt.

Erst am Tag der Freistellung gaben FCL-Präsident Ruedi Stäger (58) und der damalige Sportchef Alex Frei (36) bekannt, dass sie den per Ende Saison 2014/15 auslaufenden Vertrag mit Bernegger schon vorzeitig und ohne öffentliche Publikation um ein Jahr bis zum 30. Juni 2016 verlängert hatten.

Der Ex-Luzern-Trainer ist deshalb seit der Freistellung Anfang Oktober 2014 auf der FCL-Lohnliste geblieben. Sofern er in dieser Zeit keinen neuen Arbeitgeber findet, muss er noch bis Ende Juni 2016 vom Verein entlöhnt werden.

Der eingeschriebene Brief vom FCL

Die Situation veränderte sich allerdings vor kurzem mit einem eingeschriebenen Brief, den Bernegger in Luzern erreichte, wo er nach wie vor mit seiner Frau und den zwei schulpflichtigen Kindern lebt. In dem von Präsident Stäger und Sportchef Rolf Fringer unterzeichneten FCL-Schreiben ist ihm erklärt worden, dass sein Lohn künftig reduziert wird. Erstmals ist Bernegger das Gehalt im November gekürzt worden. Bernegger spricht von einem Betrag von mehr als 10 000 Franken, die der FCL von seinem Monatsgehalt abgezogen hat. «Es ist ein laufendes Verfahren, ich musste meinen Rechtsanwalt einschalten und bin mir keiner Schuld bewusst», sagt Bernegger.

Stein des Anstosses: Chiasso-Offerte

Der Grund für den Lohnabzug des FCL sollen die (gescheiterten) Verhandlungen mit dem Challenge-League-Klub FC Chiasso sein. Luzern-Präsident Stäger bestätigt die Angelegenheit insofern: «Ja, wir sind in arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen mit Carlos Bernegger. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, werden wir es zurzeit nicht weiter kommentieren.»

Bernegger über die Verhandlungen mit Chiassos Generaldirektor Riccardo Bellotti und Sportchef Fabio Galante: «Ich kannte die Vertreter von Chiasso nicht persönlich. Somit wusste ich auch nicht, ob die Herren Handlungsbevollmächtigte sind. Darum habe ich sie nach dem informellen Gespräch wieder an den FC Luzern verwiesen.» Bernegger fand es seltsam, dass Bellotti und Galante am Handy ständig mit Leuten aus Italien Rücksprache genommen hatten.

Mit YB, St. Gallen und Thun geredet

Bernegger hatte deutlich seriösere Eindrücke aus den Gesprächen mit YB, St. Gallen und Thun gewonnen. Bei diesen drei Super-League-Klubs stand er im Herbst in der Endausmarchung um die Vergabe des Cheftrainerjobs.

Jetzt hofft der langjährige Nachwuchsausbildner von Basel, GC und Winterthur, dass sich im Verlauf der Rückrunde eine Tür auftut, damit er möglichst bald wieder als Fussballlehrer arbeiten kann. Bernegger sagt: «Für den FC Luzern habe ich mich immer nach bestem Wissen und Gewissen eingesetzt. Ausserdem identifizierte ich mich mit dem Verein und der Stadt.» Umso mehr sei er jetzt vom Vorgehen des FCL enttäuscht.

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