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FUSSBALL: «FCL-Spieler sehen, dass sie das Theater im Klub ausblenden können»

FCL-Kolumne von Roli Schwegler* über den Saisonabschluss
Roli Schwegler, hier im Juli 2009 fotografiert in Bellinzona. (Archivbild Neue LZ)

Roli Schwegler, hier im Juli 2009 fotografiert in Bellinzona. (Archivbild Neue LZ)

Ehrlich gesagt war der letzte FCL-Match am Mittwoch gegen Sion nicht mehr so gut wie die letzten Spiele. Da waren die Luzerner zielstrebiger und selbstsicherer aufgetreten. Gegen Sion konnte der FCL nur selten Chancen kreieren. Man hat gespürt, dass es für Sion auch noch um etwas ging. Darum spielten die Walliser defensiv stabiler als die letzten Gegner Basel und St. Gallen.
Beim FCL war offensichtlich, dass es um sehr viel ging. Platz 3 wollten die Innerschweizer unbedingt verteidigen, um in der Europa-League-Qualifikation eine Runde weniger auf dem Weg in die Gruppenphase bestreiten zu müssen.

Trotz Sions 2:0-Führung von Gekas zurückgekommen

Bei Sion ragte der 35-jährige Klassestürmer Theofanis Gekas heraus. Grossartig, wie er im Rücken von Tomislav Puljic wegschlich und zur Führung einköpfelte. Später machte er die 2:0-Führung der Gäste perfekt.
Eigentlich habe ich nicht mehr daran geglaubt, dass der FCL in diesem Spiel noch einmal zurück kommt und einen Punkt holt. Doch wenn man weiss, woher die Luzerner nach dem verunglückten Rückrundenstart gekommen und wie positiv verändert sie in den letzten Spielen aufgetreten sind, dann lag trotz allem ein guter Spielausgang drin.

Verdienter Lohn für Team und Staff

Der 1:2-Anschlusstreffer hat der Mannschaft natürlich gut getan. Während Sion in der Schlussphase über die Fairnessgrenze hinaus Zeit schindete, dann war der 2:2-Ausgleich zum Endstand in der Nachspielzeit von Marco Schneuwly nichts anderes als gerechtfertigt. Der Punktgewinn und damit die Verteidigung des 3. Platzes ist der verdiente Lohn für die Mannschaft und den Staff für die tolle zweite Rückrundenhälfte.
Die Teilnahme an der Europa League ist gut für die Jungen und macht Transfers leichter, weil die Spieler in einem beachteten internationalen Schaufenster auftreten können.
Das Glück kippte zurück zum FCL
Hinter Basel und YB hat Luzern Klubs wie GC, Sion, St. Gallen und den schliesslich abgestiegenen FC Zürich hinter sich gelassen. Auf dem Weg des FCL erkenne ich eine gewonnene Stabilität. Positiv finde ich, dass wahrscheinlich Lehren aus der Negativserie zu Beginn der Rückrunde gezogen werden konnten. Die Spieler stellten fest, dass sie das Theater im Klub ausblenden konnten. Von diesem Moment an ist das Glück wieder auf ihre Seite gekippt. In den letzten Spielen ist wirklich fast alles für Luzern gelaufen – aber das haben sich die Spieler mit ihrem leidenschaftlichem Einsatz verdient.

Spielstarker Innenverteidiger gesucht

Ich bin gespannt, ob die Mannschaft den Schwung in die neue Saison mitnehmen kann. Verstärkung braucht das Team sicher in der Innenverteidigung mit einem spielstarken Mann. Positiv stimmt mich, dass die Jungen Nicolas Haas, Remo Arnold und João Oliveira auch wieder ein Jahr mehr Erfahrung auf dem Buckel haben.

Frey sollte wenn möglich gehalten werden

Für Luzern hoffe ich, dass Michael Frey als sehr wichtiges Element für das Team ein Jahr länger bleibt. Der Stürmer passt zu Luzern. Er weiss, wo das Tor steht und bringt diesen enorm wichtigen Fighting Spirit mit. Frey und Goalgetter Marco Schneuwly, Markus Neumayr sowie der wiedererstarkte Jakob Jantscher, wenn er nach der EM mit dem österreichischen Nationalteam zurückkommt, dürften das Gerippe der Mannschaft in der neuen Saison bilden.

*Ex-Fussballprofi Roli Schwegler (34) ist der FCL-Kolumnist der "Neuen Luzerner Zeitung". Als 15-Jähriger hatte er von Hochdorf zu GC gewechselt. Mit den Grasshoppers feierte er 2001 und 2003 den Meistertitel. Der Verteidiger wechselte 2007 zum FC Luzern. Für den FCL kam er in drei Jahren zu 74 Einsätzen. Nach zwei Saisons beim FC Vaduz beendete er 2012 seine Karriere. Heute lebt der gebürtige Seetaler mit seiner Familie in Hünenberg See, trainiert den FC Linth (2. Liga inter) und ist bei einer Versicherungsgesellschaft tätig.





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