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FUSSBALL: FCL-Spielerfrauen bekämpfen das Anhängsel-Klischee

Rahel Schneuwly und Zoë Neumayr geben mit ihrem Blog einen Einblick in die (Familien-)Welt von Profifussballern. Sie wollen zeigen, dass das öffentliche Bild von Spielerfrauen nicht der Realität entspricht.
Daniel Wyrsch
Etwas Glamour darf aber schon sein: Rahel Schneuwly (links) und Zoë Neumayr bei einem Fotoshooting. Bild: Pascal Triponez

Etwas Glamour darf aber schon sein: Rahel Schneuwly (links) und Zoë Neumayr bei einem Fotoshooting. Bild: Pascal Triponez

Rahel Schneuwly (28), die Ehefrau von Luzern-Goalgetter Marco Schneuwly, sagt klipp und klar: «Ich habe keine Lust, als Accessoire abgestempelt zu werden.» Die Solothurnerin hat sich mit der Baslerin Zoë Neumayr (38) zusammengetan. Die Gattin von FCL-Spielmacher Markus Neumayr und sie lernten sich auf der Tribüne der Swissporarena kennen. Seit August gehen sie mit einem eigenen Blog in die kommunikative Offensive.

Zoë Neumayr erklärt die Motivation, die hinter dem Projekt steckt: «Anhand unserer persönlichen Beispiele wollen wir zeigen, dass das öffentlich dargestellte Bild von Spielerfrauen nicht der Realität entspricht.» Häufig ist die Wirklichkeit eine ganz andere, als etwa Medienberichte über Cathy Hummels (28) assoziieren. Die Frau von Bayern-Star Mats Hummels tritt immer mit Glanz und Gloria auf – und dabei öfter in die Fettnäpfchen.

Schockiert über das harte Business

Food-Bloggerin Rahel Schneu­wly und Zoë Neumayr, die eine Marketing- und Lifestyle-Agentur besitzt, haben dagegen den Mut, aus ihrem Leben zu schreiben. So erfährt man von Schneuwly, wie schwierig es für sie ist, mit ihrem Fussball spielenden Mann genügend gemeinsame Zeit zu verbringen. Neumayr erzählt aus der sportlichen Krisenzeit ihres Gatten in Deutschland, als dieser unter Trainer Mario Basler in ein Reserveteam in die 6. Liga abgeschoben wurde. «Ich war ziemlich schockiert, wie hart das Business ist», sagt sie. «Ich hatte Markus in Manchester kennen gelernt, machte alle Stationen mit ihm mit. Damals fragten wir uns, ob es Sinn macht, als Familie voll auf die Karte Fussball zu setzen.» Sie haben sich durchgebissen. «Es hat sich gelohnt. Ich konnte enorm viel lernen.» Und sie findet eine weitere Motivation für den Blog: «Schön wäre, wenn wir die Leute inspirieren könnten, nicht aufzugeben.»

Sowohl Rahel Schneuwly (Sohn Owen, 5) wie Zoë Neumayr (Tochter Lanï, 7, und Sohn Dian, 4) sind Mütter. Beide wollen sich aber im Teilzeitpensum auch beruflich verwirklichen. Wie die Aufmachung und die Bilder auf ihrem Blog zeigen, schliessen sie einen Hauch von Glamour nicht aus. Die ästhetisch schönen Bilder lassen sich sehen, schliesslich besserten sie ihren Geldbeutel schon mit Model-Shootings auf.

Als Gastbloggerin schrieb für sie unter anderen Andrada Jantscher, die Frau von Ex-FCL-Spieler Jakob Jantscher, vor dessen Wechsel in die Türkei. Künftig seien auch Spielerfrauen aus Deutschland oder England willkommen, sagt Zoë Neumayr.

Die Resonanz auf den Blog sei gross. Um jeden Preis möglichst viele Followers und Clicks generieren wollen sie aber nicht. Für die beiden kommen nur authentische Frauen als Gastbloggerinnen in Frage. Rahel Schneuwly: «Wir wollen dieses Schickimicki-Getue nicht unterstützen, schliesslich kämpfen wir gegen dieses klassische Klischee von Spielerfrauen.»

Hinweis

Der Blog von Rahel Schneuwly und Zoë Neumayr: www.the-rz.com

Daniel Wyrsch

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