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FUSSBALL: FCL stolpert wieder über Lugano

Der FCL vergibt beim nunmehr letztplatzierten Lugano die Chance, bis auf einen Punkt an das viertplatzierte Sion heranzurücken. Das 1:1 ist sogar ein glückhaftes für die ungenügenden Luzerner.
Die beiden Torschützen im Zweikampf: Luganos Anastasios Donis versucht, dem Luzerner Markus Neumayr den Ball vom Fuss zu spitzeln – beobachtet von Hekuran Kryeziu. (Bild: Keystone / Gabriele Putzu)

Die beiden Torschützen im Zweikampf: Luganos Anastasios Donis versucht, dem Luzerner Markus Neumayr den Ball vom Fuss zu spitzeln – beobachtet von Hekuran Kryeziu. (Bild: Keystone / Gabriele Putzu)

Daniel Wyrsch, Lugano

Oben auf der Tribüne entledigte sich Markus Babbel nach dem Abpfiff seiner Winterjacke. Er übergab sie mit einem erleichterten Seufzer einem Betreuer. Der gesperrte FCL-Trainer hatte in der hektischen Schlussphase unter dem warmen Kleidungsstück trotz bloss 13 Grad Celsius in Lugano heiss bekommen, schliesslich musste er mit seiner Mannschaft bis zum Schluss mitzittern. Mit Glück konnten die Luzerner wenigstens einen Punkt mit nach Hause nehmen.

Babbels Stellvertreter, Co-Trainer Patrick Rahmen, hielt nach dem 1:1 gegen die nunmehr einen Zähler hinter Vaduz (3:1-Sieg in St. Gallen) am Tabellenende stehenden Luganesi rechtfertigend fest: «Es ist schwierig, gegen die Mannschaften aus der Abstiegszone zu spielen. Die haben alle das Messer am Hals.»

Donis tut Luzern wieder weh

Doch die Leistung der Luzerner war gestern ungenügend. Für Rahmen hatte grossen Einfluss, dass Lugano bereits in der 4. Minute mit dem ersten Angriff 1:0 in Führung gegangen war. «Natürlich wollten wir hier drei Punkte holen, aber dieser Gegenstoss hat uns einen Strich durch die taktische Marschroute gemacht», gab Rahmen zu bedenken. Wie schon am 2. März im Cup-Halbfinal in der Swissporarena war es der 19-jährige Grieche Anastasios Donis, der für die Luganesi traf. Hatte der «FCL-Schreck» damals in Luzern mit zwei Treffern zum 2:1-Endstand für das Ende aller Titelträume bei den Innerschweizern gesorgt, war es gestern zwar «nur» ein Tor. In der Schlussabrechnung kostete dieser Kopfballtreffer, welcher der desorientierte FCL-Verteidiger Jérôme Thiesson mitunter möglich machte, die Luzerner aber zwei wichtige Punkte im Kampf um die europäischen Plätze. Statt mit einem Sieg den Rückstand auf die auf Rang vier liegenden Sittener auf einen Punkt zu verkürzen, sind es nun deren drei auf die Walliser und fünf auf das schwächelnde GC (3.).

Die Europacup-Hoffnung bleibt

«Wir haben es immer noch selber in den Händen», beschwichtigte Rahmen, da der FCL in den letzten fünf Runden die Direktduelle gegen GC und Sion vor sich hat. Notabene beide zu Hause.

In Lugano sah es jedoch lange nicht danach aus, dass die Gäste die Chance wahren könnten, in der nächsten Saison in der Europa-League-Qualifikation anzutreten. Vor allem die Abwehr machte bis auf Claudio Lustenberger einen unsicheren Eindruck. Rahmen nahm sie dennoch in Schutz: «Lugano nutzte nach der frühen Führung den Raum zu schnellen Kontern. Die Tessiner haben ihre bekannten Vorzüge beim Umschaltspiel bewiesen. Bei uns müssen sich alle an der Nase nehmen, nicht besser darauf reagiert zu haben.»

Rahmen und der gesperrte Cheftrainer Babbel konnten froh sein, dass der Angriff etwas besser funktionierte als die Defensive. In der 74. Minute legte Marco Schneuwly im Strafraum eine Flanke zurück zu Markus Neumayr, der direkt in die hohe Ecke zum 1:1 traf. Ein sehenswerter und zugleich sehr wichtiger Treffer für Luzern. Eine Niederlage in Lugano wäre fatal gewesen.

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