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FUSSBALL: FCL sucht neuen Spielmacher

Vieles deutet darauf hin, dass Jakob Jantscher (26) Luzern verlässt. YB ist sicher bereit, für Jantscher 1,7 Millionen Franken zu bezahlen. Der FCL braucht wohl eine neue Nummer 10: Moreno Costanzo oder Markus Neumayr kommen in Frage.
Daniel Wyrsch
Beim FCL im Gespräch: Markus Neumayr (links) und Moreno Costanzo. (Bild: EQ / Gonzalo Garcia / Marc Schumacher)

Beim FCL im Gespräch: Markus Neumayr (links) und Moreno Costanzo. (Bild: EQ / Gonzalo Garcia / Marc Schumacher)

Daniel Wyrsch

Die Faktenlage ist klar: Jakob Jantscher hat beim FC Luzern eine Ausstiegsklausel in seinem bis Sommer 2017 laufenden Vertrag. Der Verein, der die festgeschriebene Ablöse von 1,7 Millionen Franken bezahlt, bekommt den österreichischen Nationalspieler. Sicher bereit, das Geld für den Offensivspieler zu investieren, sind die Young Boys. Klubbesitzer Andy Rihs hat grünes Licht für teure neue Spieler gegeben. Dass Jan­tscher auf der YB-Einkaufsliste steht, hat YB-Sportchef Fredy Bickel bestätigt. Als weitere Interessenten gelten Basel, Köln und bei einem Aufstieg in die Bundesliga auch der Karlsruher SC.

Der FCL hat von seinen Aktionären die Zusage erhalten, dass er Jantscher ein verbessertes Angebot für einen neuen, verlängerten Vertrag unterbreiten dürfe. Doch realistisch betrachtet haben die Innerschweizer gegen die finanziellen Möglichkeiten der erwähnten Klubs keine Chance.

«Ein Haken an der Sache ist die nicht terminierte Ausstiegsklausel», erklärt FCL-Sportchef Rolf Fringer. Jantscher könnte theoretisch bis zum Ende der Sommer-Transferperiode am 31. August mit seinem Entscheid zuwarten. Natürlich haben Fringer und Trainer Markus Babbel mit dem Spieler geredet. Jan­tscher habe ihnen versprochen, dass er sich in den Tagen nach dem letzten Saisonspiel am Freitag (20.30, daheim gegen Sion) die Leute der interessierten Klubs anhören und danach entscheiden wolle. Das dürfte heissen: vor Österreichs EM-Qualifikationsspiel am 14. Juni in Russland.

Für den FCL ist die Situation trotzdem schwierig. Jeder, der die Mannschaft in dieser Saison verfolgt hat, weiss, wie wichtig Jantscher für die Luzerner ist. Mit elf Assists gab er die meisten Torvorlagen der Super League, dazu spielte er zahlreiche weitere Pässe, mit denen er Treffer eingeleitet hat. Ausserdem schoss er sechs Tore. Jantscher zählte in dieser Saison zu den herausragenden Figuren in den Schweizer Fussballstadien.

Auch wenn Fringer nichts zu allfälligen Nachfolgern für den Grazer sagen will, klar ist: Der FC Luzern muss bereit sein, um einen neuen Spielmacher, einen Assist-«König» in der Hinterhand zu haben, sobald Jantscher geht. «Nur warten nicht alle auf uns», weiss Fringer.

Coach Babbel stellt fest, dass es ein paar interessante «Zehner» in der Schweiz gebe, die in Frage kämen. FC-Zürich-Profi Yassine Chikhaoui (28) wäre einer, aber der sei für den FC Luzern kaum finanzierbar.

Vieles spricht für Neumayr

Über seinen Landsmann Markus Neumayr (29) sagt Babbel: «Er ist ein sehr guter Spieler, da besteht kein Zweifel.» Der Deutsche hat beim Tabellenvorletzten Vaduz stolze Skorerwerte erreicht: 5 Tore und 8 Assists. Zudem gilt er als echter Teamplayer. Der Nachteil: Er hat noch einen Einjahresvertrag, der Transfer würde Luzern rund 600 000 Franken kosten.

Moreno Costanzo (27) ist eben gerade mit Aarau abgestiegen, der Ostschweizer gehört bis 2017 zu YB. Die Berner wollen ihn nicht mehr. Bereits im Winter hatte Fringer mit dessen Berater Max Urscheler gesprochen. Costanzo (2 Tore/5 Assists) gilt als «Schönwetterspieler», er müsste in Luzern auch defensiv arbeiten.

Interessant ist Amir Abrashi (25) ablösefrei, der Vertrag mit GC läuft aus. Er ist ein Spielmacher (2/5) und Defensiv-Terrier.

Enttäuschter Wiss verlässt den FCL

dw. Der FC Luzern muss in Zukunft auf einen einheimischen Spieler verzichten: Alain Wiss (24) hat gestern in einem Interview mit Radio Pilatus bekannt gegeben, dass er den Klub nach acht Jahren als Profi der ersten Mannschaft verlässt.

Wiss signalisierte in den letzten Monaten, dass er eine Luftveränderung sucht. Trotzdem bemühten sich Trainer Markus Babbel und Sportchef Rolf Fringer um einen Verbleib des Defensivspielers. Das Angebot für einen neuen Einjahresvertrag war tiefer als bisher, Wiss lehnte ab. Im erwähnten Interview kritisiert er Fringer. Dieser habe bis vor zwei Wochen nie mit ihm gesprochen. Nun sei es zu spät, er sei enttäuscht, sagte er. Fringer kontert: «Ich stand mit seinem Berater im Austausch, die Vertragsverhandlungen waren offen.»

Wie unsere Zeitung gestern berichtete, ist Wiss bei St. Pauli im Gespräch und neu zeigt auch Greuther Fürth (beide 2. Bundesliga) Interesse.

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